[Rezension]
Blutgöttin
(Die Quellen von Malun)

Juni 16, 2021


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Daniela Winterfeld - Blutgöttin
(Die Quellen von Malun)

Genre: High Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 31. Juli 2019
Verlag: Bastei Lübbe
Seitenanzahl: 592 Seiten

Ebook: 11,99 € ; Print: 15,00 €
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Inhalt:

Das Wasser auf Ruann versiegt, und die Dürre verurteilt die Völker zu Hunger und Durst.
Um sich die letzten Ressourcen zu sichern, führt das Großreich Sapion erbitterte Kriege gegen seine Nachbarreiche.
Die Politikertochter Feyla, der Offizier Dorgen, die Sklavin Alia und der Soldat Tailin sind alle auf verschiedene Weise von dem Krieg betroffen.
Jeder versucht für sich einen Ausweg aus der hoffnungslosen Situation zu finden.
Aber noch wissen die Vier nicht, dass ihre Schicksale miteinander verbunden sind und die Gründe für das Verschwinden des Wassers in einer Verschwörung von ungeahnten Ausmaßen liegen ...

Meinung:

Kennt ihr das, wenn man völlig ohne Erwartungen an ein Buch geht und dann positiv überrascht wird? Wenn man eigentlich kaum High Fantasy liest, aber der Prolog einem schon den Boden unter den Füßen wegzieht und man mehr und mehr wissen möchte?
So ging es mir mit der Blutgöttin. Obwohl es theoretisch ein völlig untypisches Buch für mich ist. Aber es hat mich dennoch gecatched.

Die Geschichte dreht sich um das Land Ruann und mehr oder minder vier seiner Bewohner. Die Landschaft ist karg, dürr, um jeden Tropfen Wasser muss gekämpft werden, es gibt Sklaverei, Sex, Blut und Gewalt an jeder Ecke. Der Krieg erschafft dabei seine ganz eigene Atmosphäre, die sich durch die komplette Handlung zieht.
Man kann fast niemandem trauen. Frauen sind den Männern hörig, die Schere der Zwei-Klassen-Gesellschaft ist unendlich groß. Die generellen Zustände in diesem Land lösten bei mir innerliche Schreikrämpfe aus, denn wenn in Ruann eins präsent ist, dann Ungerechtigkeit. Und die kann ich auf den Tod nicht ausstehen.
Allerdings übte das auch einen ziemlichen Reiz aus.

Das Worldbuilding der Autorin ist grandios, auch wenn sich die Handlung dadurch manchmal ein bisschen gezogen hat. Durch die vorherrschenden Zustände gibt es auch nicht gerade viel landschaftliche Abwechslung, mal abgesehen von den unterschiedlichen Szenen durch die Charaktere. Dorgen ist ein Soldat, ein Kriegsführer und kämpft mit seinen Kameraden um Gebiete und Machtstellungen.
Sklavin Alia träumt von einem Leben in Freiheit, ohne Angst und Einschränkungen.
Feyla gehört mehr oder weniger dem Adel in Ruann an, unterliegt aber dennoch den Befehlen ihres Vaters. Und Tailin ist in jeder Hinsicht ein Rebell.
Anders, unerwünscht, ein Außenseiter.

Ich liebe jeden einzelnen von ihnen und trotzdem konnte mich das Gesamtkonzept nicht ganz überzeugen. Generell bin ich ja kein Fan von vielen Strängen, die zusammenfließen, es sei denn sie sind übersichtlich. Das war bei Blutgöttin nur so halb gegeben.
Es passiert sehr viel, zwar in einem angemessenen Zeitrahmen, dennoch muss man konzentriert bleiben, um alles zu verstehen.
Hinzu kommt, dass die emotionale Verbindung zu den vier Protagonisten nicht gerade ausgeprägt war. Alia und Feylas Beweggründe konnte ich noch einigermaßen fühlen, bei den männlichen Parts hatte ich meine Schwierigkeiten.

Nichtsdestotrotz ist dieser Auftakt ein blutiges, gewaltiges Abenteuer.
Es gibt viel zu entdecken, einige Spannungshöhepunkte, die Autorin scheut sich nicht davor mit Themen anzuecken und gerade deshalb steckt so viel mehr Wichtiges zwischen diesen Seiten.

Fazit:

Mit „Blutgöttin“ liefert die Autorin einen abwechslungsreichen High Fantasy Auftakt, der ohne intensive Liebesgeschichte auskommt.
Es gibt zwar die ein oder andere Tändelei, aber nichts, bei dem mein Romantikerherz aufgejubelt hat. Der Fokus liegt auf den harten Zuständen, der Sklaverei, dem Krieg, alles untermalt mit einer blutigen, interessanten Hintergrundgeschichte.
Definitiv lesenswert, auch wenn man zeitweise ein gutes Konzentrationsvermögen braucht.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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