[Rezension]
Geisterhaus

April 12, 2021


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Jeff Strand - Geisterhaus

Genre: Horrorthriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 25. März 2021
Verlag: Festa Verlag
Seitenanzahl: 336 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,99 €
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Inhalt:

Eine Invasion von jenseits des Grabes.
Das Haus ist nicht perfekt, aber gut genug, um es zu mieten.
Doch unglücklicherweise haben die Gardners und ihre beiden jungen Töchter den falschen Ort gewählt …
Erst verrotten die Lebensmittel. Dann drehen die Menschen durch.
Und als sich die Geister zeigen, bricht die Hölle los.
Eine blutige, brutale Spukhausgeschichte.
Durchzogen mit dem skurrilen Humor von Jeff Strand.

Meinung:

Interessant ist das erste Wort, das mir zu diesem Buch einfällt.
Wenn ich daran zurückdenke muss ich, ehrlich gesagt, ein bisschen schmunzeln, weil es mich leicht an den Film „Die Geistervilla“ erinnert.
Nicht von der Geschichte her, aber vom Geschehen. Nur etwas blutiger, grausamer.
Es war mein zweites Buch von Jeff Strand und ich liebe diesen Humor in Verbindung mit Horrorelementen einfach.

Grundsätzlich bin ich kein Mensch, der sich bei Geschichten leicht gruselt.
Das läuft bei mir fast immer über eine bestimmte Atmosphäre, da müssen Gänsehautmomente her. „Geisterhaus“ hat das leider nicht geschafft, aber einige Schauer- und Ekelszenen gab es trotzdem.
Was nicht heißt, dass die Geschichte nicht gut war.
Es fehlte mir ein wenig Thrillfaktor. Da steht Thriller auf dem Cover, aber es ist tatsächlich eher Horror, statt alles andere.

Boyd wird befördert und muss dafür mit seiner Familie umziehen.
Kein Problem für die Kids, denn Paige und Naomi wünschen sich schon länger eigene Zimmer. Und als die Truppe ein Luxushaus findet, das in ihrem Budget liegt, sind sie mehr als begeistert. Was sie nicht ahnen ist, dass es bald zu ihrem größten Albtraum werden wird. Und zu dem der Leser, denn das Haus treibt Dinge... da bekommt man schon ein mulmiges Gefühl in der Magengegend.

Der Autor schreibt wirklich super genial.
Sein Schreibstil ist locker, leicht und skurril humorvoll.
Genau meine Kragenweite. Erzählt wird aus der personellen Perspektive der vier Protagonisten, weshalb Strand auf der emotionalen Ebene nicht viel reißen konnte.
Ich hatte zwar stets das Gefühl mich auf die Charaktere einlassen zu können, aber mehr auch nicht - ihre Angst, Wut und Unverständnis haben mich teilweise nur gestreift.
Spürbar, aber nicht bis in jeden Winkel. Was okay war, denn die restliche Handlung kam dafür mit einem großen Knall.

Der Ekelfaktor der Handlung ist schon sehr hoch.
Nichts für Zartbesaitete. Man liest von Verstümmelungen, Gewalt, abgetrennten Gliedmaßen, Blut, Ritualen, Schimmelbefall und es geht ebenfalls für kurze Zeit in die Hölle. Die irgendwie, äh, sehr, sehr merkwürdig war. Verwirrend. Skurril. Abstrus.
Unvorstellbar wie die Hölle sein soll. Es reiht sich eine Horrorszene an die nächste.
Sobald die Ereignisse im Geisterhaus seinen Lauf nehmen, gibt es kein Zurück mehr, kein Entkommen. Leben oder Sterben.

Fazit:

„Geisterhaus“ bietet dem horrorgeneigten Leser auf jeden Fall eine große Bandbreite an denkwürdigen, abstrakten, blutigen Szenen.
Die Horrorelemente fügen sich wunderbar in die Grundstory ein und auch der Humor des Autors peppt das Ganze auf. Man weiß hin und wieder nicht, ob man lachen oder schreien oder vor Abgedrehtheit einfach beides tun soll.
Als Leser fiebert man mit der Familie rund um Boyd mit, will sie vor dem Grauen warnen, das man zwischen den normalen Kapiteln zu lesen bekommt.
Die Atmosphäre schwankt von humoristisch, hoffnungsvoll bis hin zu schaurig bestialisch. Für meinen Geschmack fehlten ein bisschen Gänsehaut-Emotionen und Hintergrund zu einer Figur, aber ansonsten großartig.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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