[Rezension]
Das versunkene Reich Nysolis

April 27, 2021


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

Infos zum Buch / Werbung!

Regina Meißner - Das versunkene Reich Nysolis

Genre: Fantasy/Märchenadaption
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 30. April 2021
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 430 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,90 €
Hier kaufen: Amazon | Verlag



Inhalt:

Finlay O'Sullivan lebt mit seinem Onkel in einer kleinen Stadt an der irischen Küste.
Das Schicksal hat dem Achtzehnjährigen übel mitgespielt, er wuchs ohne Eltern auf und wird von den Mitschülern aufgrund seines Aussehens schikaniert.
Als er eines Nachts mitten im Meer einen Palast sieht, traut er seinen Augen kaum.
Dann lernt er die wunderschöne Prinzessin Aurora kennen und mit ihr ein magisches Volk, das es eigentlich gar nicht geben dürfte. Nicht nur, weil noch kein menschliches Auge den Palast je sah, sondern auch, weil das Königreich Nysolis vor über zweihundert Jahren im Meer versank. Finlay möchte der Prinzessin helfen, doch dafür muss er erst selbst herausfinden, wer er ist. Und was es mit den schrecklichen Morden auf sich hat, die regelmäßig am Strand geschehen.

Meinung:

Alles an diesem Buch schrie nach Atlantis.
Nach Meerwesen und Geheimnissen. Nach einer Liebe, die nicht sein darf.
Nach Gefahr und Glamour. Und ich bin fast ohne Erwartungen an die Geschichte herangetreten. Weil ich es von Frau Meißner kenne, dass man dann am ehesten überrascht wird. Was soll ich sagen?
Es ging diesmal sowohl in die angenehme und unangenehme Richtung.
Angenehm, weil ich die Story wirklich lesenswert finde.
Unangenehm, weil ich Einiges auszusetzen hatte.

Zuerst einmal der Schreibstil. Da brauche ich nicht viel zu sagen, denn die Autorin weiß einfach, wie man mit Worten umgeht.
Dieses Worldbuilding, die Ich-Perspektive aus der die Figuren erzählen, die Emotionen, all das kommt einem kinderleicht vor. Bei jeder Geschichte zieht Frau Meißner den Lesern Flügel an und und lässt sie locker durch die Handlung gleiten.
Selbst mit Spannungshöhe- und Tiefpunkten.

Es startet mit Finlay, der kein einfaches Leben führt.
Gemobbt, geschlagen und ausgestoßen versucht er aus jedem Tag zumindest etwas Hoffnung zu schöpfen. Mitleid war das erste Gefühl, das mir zu ihm in den Sinn kam.
Danach Verbundenheit. Zum Schluss Wut auf seine Lebensumstände.
Durchzogen mit einem großen Quäntchen Sympathie.
Finlays entwickelt sich sichtbar. Mit jeder Seite, jedem Wort.
Was gut war, denn sonst hätte ich ihn so manches Mal schütteln müssen.

Die zweite Protagonistin, Aurora, konnte ich irgendwie nicht so ganz einschätzen und da haben meine Probleme ihren Anfang genommen.
Ja, es gibt das versunkene Reich Nysolis. Ja, das Setting ist märchenhaft angehaucht.
Die ganze Story ist es. Aber ich habe mich irgendwann gefragt, was denn so besonders an dem Volk der Nyha sein sollte.
Genauer kann ich darauf nicht eingehen, es waren mir einfach zu wenig Informationen für den Auftaktband einer Dilogie. Ganz Nysolis blieb mir ein Rätsel.
Normalerweise ist das fesselnd. Hier wäre ich jedoch gern noch tiefer in die Unterwasserwelt eingetaucht. Weniger Oberfläche, mehr Geschichten aus der Tiefe.

Trotz dessen ist die Handlung mystisch und magisch genug, um zu faszinieren.
So wenig Informationen wie man bekommt, so viel mehr Puzzlestücke musste man zusammen setzen. Oder es zumindest versuchen. Während Aurora und Finlays Welten sich annähern, passieren drumherum einige spannende Dinge.
Menschen verschwinden. Totgeglaubte kommen aus ihren Verstecken.
Nysolis erhebt sich und Schicksale kollidieren.
Die Figuren schleichen sich in die Herzen der Leser, ob gewollt oder nicht.
Atmosphärisch ist das versunkene Reich ja.
Packend, aber nicht genug, um in Jubelschreie auszubrechen. Vielleicht in Band 2.

Fazit:

Wie alles aus der Feder von Regina Meißner ist auch Nysolis außergewöhnlich.
Für mich zwar nicht ganz so überzeugend wie ihre anderen Geschichten, aber dennoch faszinierend. Voller Magie. Erinnerungen. Brücken aus Licht. Altehrwürdigen Familien.
Ein bisschen antiquarisch. Ein wenig undurchsichtig.
Die Charaktere haben Ecken und Kanten, die emotionale Ebene zieht die Handlung minimal in die Länge und dennoch will ich wissen, was es mit Aurora, den Monstern, der Dunkelheit, dem Fluch und allem anderen auf sich hat.
Für Fantasyfans mit Meer im Herzen.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

Das könnte dir auch gefallen...

0 Kommentare

Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars werden personenbezogene Daten gespeichert, nämlich Name, E-Mail Adresse und IP. Durch das Absenden des Kommentares erklärt sich der Nutzer hiermit einverstanden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung: https://ausdemlebeneinerbuechersuechtigen.blogspot.de/p/datenschutz-rechtliches.html

Beliebte Beiträge

Subscribe