[Abbruchrezension]
Voodoo wider Willen

April 08, 2021


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Alisha Pilenko - Voodoo wider Willen

Genre: Funtasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 09. April 2021
Verlag: Chaospony Verlag
Seitenanzahl: 460 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,00 €
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Inhalt:

Neue Arbeit, neues Glück, denkt sich Isabella Calabrese, als sie ihren Job als IT-Fachkraft in der psychiatrischen Abteilung einer großen Klinik antritt.
Doch leider geht ihr Plan von einem ruhigen und entspannten Arbeitsalltag nicht auf.
Und so muss sie sich nicht nur mit verschwindenden Computermäusen und permanenten Umbaumaßnahmen herumschlagen, sondern auch mit einer Neuropsychologin zusammenarbeiten, die eine Vorliebe für absurde Büroklammerexperimente hegt. Zum Glück gibt es Nicholas, den Archivar mit einer geheimen Mission (und wunderschönen blauen Augen).
Als dann noch ein magisches Voodooartefakt in der Klinik auftaucht, hat Isabella plötzlich alle Hände voll zu tun: Denn es gilt, eine drohende kosmische Katastrophe zu verhindern.

Meinung:

Ja, also... hm. Ich habe mich zwar nur so semi-sehr auf dieses Buch gefreut, aber im Endeffekt war ich schon sehr gespannt, was diese Geschichte an Komik zu bieten hat.
Und ehrlich gesagt? Der Anfang hat mir echt gut gefallen.
Irgendwie mystisch, ein bisschen düster, frech und einen Hauch Crazy.
Und ich dachte mir so: „Wenn das so weiter geht - geil!“
Ich habe dann auch direkt am Anfang ein Lieblingszitat gefunden.

„Ein guter Fluch muss sein wie ein guter Schnaps;
er zieht dir die Schuhe aus.“

(Pos. 54 von 5089)

Allerdings hielt meine Leselaune nicht lang an. Das lag an einigen Punkten.
Der Schreibstil der Autorin ist grundsätzlich gut, man kann ihn lesen, aber es ist auch hin und wieder etwas zu verschachtelt. Das alleine hat mich nicht aus dem Takt gebracht.
Nein, hinzu kommt auch, dass es sehr viele verschiedene Charaktere gibt und man beim Lesen immer zwischen ihnen hin und her springt.
Zwar ist das mit Absätzen unterteilt, allerdings hätte ich Kapitel besser gefunden.
Außerdem ist die Perspektive nicht gerade förderlich für eine emotionale, tiefere Verbindung zu den Protagonisten.

Ironischerweise hatte ich dann nach den ersten 10% auch ein echtes Namensproblem.
Denn so, wie die Charaktere, konnte auch ich mir die unzähligen Namen der Figuren nicht auf Anhieb merken. Und die Ironie daran ist, dass die promovierten Doktoren der Klinik in Castrop-Rauxel, sich die Namen ihrer Patienten nicht merken konnten oder wollten und mir das gehörig gegen den Strich ging.
Ich meine, manches ist bis zu einem gewissen Grad witzig.
Aber nach dem fünften Mal dann eben nicht mehr.
Und wenn sich Figuren nicht mal die Mühe machen, irgendeinen Namen zu lernen, dann kann ich die auch nicht für voll nehmen. Sowas ist selbst in einem Fantasybuch ein No-Go für mich. Auch wenn die Figuren grundlegend einen an der Waffel haben - wenn man ein „Doktor“ als Titel trägt, dann kann man zumindest ein bisschen Mühe erwarten.
Ich möchte die Berufsgruppe nicht abstempeln, keinesfalls, aber ich hoffe, ihr wisst was ich meine.

Ein weiterer Punkt, warum ich „Voodoo wider Willen“ nicht beenden konnte, ist der extrem überzogene Humor. Wie schon oben erwähnt, ist „sich dumm stellen“ bis zu einem gewissen Punkt okay und lustig. Aber wenn selbst die Klinikchefin nicht sieht, wie krass katastrophal die Klinikzustände und Mitarbeiter sind, wenn kein Angestellter irgendeinen Durchblick hat... nein, das ist mir dann auch zu viel des Guten.
Irgendwann beim Lesen wollte ich nur noch meinen Kopf gegen die nächste Wand schlagen.

Dabei fand ich die Grundidee ja echt nicht schlecht.
Und auch meine Neugier war groß, weil ich gehofft hatte, dass sich meine Kritikpunkte im Laufe der Handlung bessern. Aber leider war das nicht der Fall und nach der hundertsten abstrusen Situation mit Ärzten, die, in meinen Augen, ihren Job vollkommen verfehlt haben, musste ich aufgeben. Es war alles etwas haltlos.
Ich kann mich, ehrlich gesagt, jetzt auch nicht mehr an die Namen der Figuren erinnern.
Isabella, die die Arbeit in der Klinik antritt, okay.
Und Nicholas, weil beide im Klappentext stehen. Darüber hinaus gibt es noch den unzufriedenen Arbeiter, der irgendwelche Götter anbetet, mit Dämonen verhandelt und Rituale abhält, um sich einen Vorteil zu verschaffen.
Andere verrückte Patienten gibt es ebenfalls zuhauf.

Fazit:

Durch, durchgeknallt, am durchgeknalltesten. So würde ich Voodoo wider Willen beschreiben. Vorerst. Denn obwohl ich mit der Story und den Charakteren nicht warm geworden bin, gibt es da draußen bestimmt Leser, die einen heiden Spaß mit den bunten Vögeln haben werden.
Mit dem chaotischen Setting, dem hoppsenden Schreibstil und den vielen überzogen humorvollen Szenen. Deswegen von mir ein „Yes“ zur Grundidee, aber leider ein „Meh, mäh“ zur übertriebenen Umsetzung.

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