[Rezension]
Brombeerfuchs
(Das Geheimnis
von Weltende)

März 07, 2021


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplars!*

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Kathrin Tordasi - Brombeerfuchs
(Das Geheimnis von Weltende)

Genre: Kinderbuchfantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 23. September 2020
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenanzahl: 384 Seiten

Ebook: 14,99 € ; Print: 16,00 €
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Inhalt:

Sommerferien in Wales:
Mitten im Wald, in einer Brombeerhecke, finden Ben und seine Freundin Portia eine geheimnisvolle Tür. Sie ist ein Portal zur Anderswelt und muss unter allen Umständen verschlossen bleiben. Doch woher sollen sie das wissen?
Die alten Geschichten über die Wunder und Gefahren der Anderswelt sind lang vergessen ...
Für Robin Goodfellow, den Mann mit dem Fuchsschatten, sind die Kinder die letzte Chance, das Portal zu öffnen und endlich nach Hause zurückzukehren.
Für alle anderen jedoch könnte dies das Ende bedeuten.

Meinung:

Eine verschlossene Tür. Abenteuer, die auf einen warten.
Dunkle Wälder, fremde Hügel, Geschichten, die es zu entdecken gilt.
Welches, mit Fantasie erfüllte, Kinderherz würde da widerstehen können?
Genau, kaum eins. Und so ergeht es auch Portia und Ben, zwei junge Charaktere, die mehr oder weniger ungewollt in eine andere Welt stolpern.
Für Büchernarr Ben geht ein Traum in Erfüllung.
Für die neugierige, leicht naive, aber trotzdem skeptische Portia wird diese Reise eine Gratwanderung zwischen Selbstfindung, Realität und Albtraum.

Ich hatte vor dem Lesen richtig Lust auf ein seichtes, schönes Abenteuer, bei dem man sich einfach fallen lassen kann. Und da ich ja eher selten Kinderbücher lese, war ich umso gespannter auf das Geheimnis hinter dem melodischen Namen „Brombeerfuchs“.
Der Schreibstil der Autorin ist natürlich der Zielgruppe angepasst - locker, nicht sehr ausschmückend, was Blut und Gewalt angeht - eben kinderleicht zu lesen.
Und genau dieses flockige, zackige Gefühl als würden die Buchstaben um mich herumschweben, hat mich vollends zwischen den Seiten abtauchen lassen.
„Brombeerfuchs“ bringt ein wenig Magie in das Zuhause der Leser.

Und die Magie zeigt sich nicht nur außerhalb der Buchseiten, sondern auch auf dem Weg, den Portia und Ben gehen. Ganz besonders gefallen hat mir dabei der Anfang.
Das kleine Häuschen inmitten von grün, abgelegen, walisisch, vollgestopft mit Tand und Kram - das hat nicht nur Portias Augen zum Leuchten gebracht.
Sondern mein Herz erreicht. Obwohl die Autorin das Ganze abwechselnd in der personellen Perspektive der beiden Kinder erzählt und eine direkte Verbindung damit nicht sehr intensiv und ausgeprägt ist.

Was ebenfalls sehr beeindruckt hat, war das restliche Setting, die Atmosphäre im Allgemeinen und die Fantasieelemente, die sich durch die Handlung ziehen.
Man darf ins Feenreich eintauchen, lernt Gestaltwandler kennen, Salamander, eine riesige Bibliothek, aber auch dunkel-düstere Nebelgestalten, die einem das Leben schwer machen möchten. Man hört Sagen über Helden, die einst zwischen den Welten gewandelt sind, über Schlüssel, die ins Totenreich führen und über Flüche und finstere Magie. Es war aufregend all diese Dinge zu erleben und zu entdecken.
Ein wenig Realitätsflucht, nicht nur für Portia und Ben.

Die Charaktere auf die die beiden treffen, sind unterhaltsam, verängstigt, rebellisch, urig, klein, groß, magisch. Eine bunte Vielfalt.
Einzig auf der emotionalen Ebene gab es keine große Bandbreite.
Ich habe die Figuren auf ihrem Weg begleitet, es aber nicht richtig gefühlt.
Hier und da hätte ich mir etwas mehr Weitsicht und tiefere Einblicke in die Gedanken der Protagonisten gewünscht. Das hat der Spannung jedoch keinen Abbruch getan, denn ich bin trotzdem durch die Seiten und Welten geflogen.

Fazit:

„Brombeerfuchs“ war für mich eine überraschend schöne Alltagsflucht.
Die Autorin entführt den Leser in ein atemberaubendes Setting, das irgendwo im hintersten Winkel des Verstandes eine Mischung aus dem Auenland und Irland darstellt, in Kombination mit walisischen Mythen und Sagen ergibt das ein kleines Kopffeuerwerk.
Ich gestehe, dass ich Ben ein klein wenig mehr mochte als Portia, weil er viel mehr Fantasie zu haben schien - aber auch mit den restlichen Charakteren hat man Spaß bei diesem Abenteuer. Trotz des Mangels an Emotionen und Tiefgründigkeit, empfehle ich diese kinderleichte, wundervolle Lektüre gerne weiter!

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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