[Rezension]
Lovely Curse 2
(Botin des Schicksals)

Dezember 23, 2020


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

‼️ Achtung, Fortsetzung: Könnte Spoiler zum Vorgänger enthalten ‼️

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Kira Licht - Lovely Curse 2
(Botin des Schicksals)

Genre: Romantasy
Reihe/Band: Band 2
Schlüpftag: 17. März 2020
Verlag: Ravensburger Buchverlag
Seitenanzahl: 448 Seiten

Ebook: 9,99 € ; Print: 14,99 €
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Rezension zu Band 1.



Inhalt:

Es ist dein Erbe, der Welt das Ende zu bringen.
Es ist dein Schicksal, genau dies zu verhindern.

Vergiftetes Wasser, unbarmherzige Hitze, verheerende Gewitter:
Littlecreek wird von einer Katastrophe nach der anderen erschüttert und nur Aria, Dean und Noemi wissen, was dahintersteckt.
Als Todesboten ist all dies ihre Schuld – und zugleich können nur sie das nahende Ende der Welt verhindern. Aber dazu müssen sie den vierten Todesboten, den grauen Reiter, finden und ausschalten.
Mitten im Chaos fühlt Aria sich so zerrissen wie nie zuvor – denn während Simon ihr Herz höherschlagen lässt, treiben Deans Blicke und Berührungen sie in den Wahnsinn.
Doch angesichts des Weltuntergangs bedeuten Gefühle den Tod …

Meinung:

Ganz ehrlich, ich mochte Band 1 sehr. Trotz seiner Längen, trotz der Abwesenheit von Action und Spannungshöhepunkten. Es hatte seinen Charme.
Und ich war echt gespannt auf das Finale, weil ich gehofft hatte, dass da von vornherein die Funken fliegen. Ich meine, es ist die Apokalypse.
Es geht um die vier apokalyptischen Reiter. Da sollte zumindest ein wenig mehr Gefahr drin sein als beim Auftakt. Leider habe ich mich getäuscht und die Protagonistin fing mir an ziemlich auf den Geist zu gehen. Ihre Unwissenheit, Naivität und dass sie nicht jede freie Minute damit verbringt das Rätsel um den Weltuntergang zu lösen - all das war echt ermüdend.

Größtenteils dreht sich Band 2 nämlich um das Beziehungsdrama von Aria und Simon. Simon, der sich so krass verändert und Aria, die wirklich nur schleichend kapiert, was dem Leser schon viel früher dämmert.
Dann ist da noch Deans Abwesenheit, die ebenfalls kaum hinterfragt wird und bei der eine, naja, in meinen Augen fadenscheinige Ausrede als Grund zieht.
Die Autorin hat versucht das alles einigermaßen realistisch zu gestalten, aber diese Realität macht das Ganze unsagbar langweilig.
Es gibt mehr Längen als Spannungshöhepunkte.
Ich war ab Seite 200 kurz davor abzubrechen und habe aus reiner Neugier die restlichen Seiten überflogen.

Diese langatmigen Stellen beschreiben hauptsächlich Arias spärliches Training ihrer Kräfte mit Dean und Noemi. Die Besuche bei dem kranken Jonah und den Aufenthalt, sowie die Hilfe von Aria auf der Farm ihrer Tante. Ich kann verstehen, wenn ein paar alltägliche Dinge der Geschichte zugrunde liegen, damit es greifbarer wirkt.
Aber permanent davon zu lesen, wie sich der Umgang der Protagonistin mit den Pferden verbessert und sie Touristenführer spielt oder die seltsamen Vorkommnisse in der Stadt nur zu streifen, war nicht sehr förderlich für den Lesefluss.
Dabei schreibt die Autorin eigentlich gut.
Flüssig, leicht, jedoch mit vielen vielen Lückenfüllern.
Erst im letzten Viertel des Buches kam dann endlich das, worauf ich gewartet hatte: Spannung. Gefahr. Action. Die Hölle.
Sieben Siegel. Erzengel. Yay. Leider zu spät.

Die gesamte Grundidee war theoretisch genial.
Sie wurde allerdings nicht voll ausgenutzt. Es gab Anspielungen, Teaser, Dinge, die zur Apokalypse und dem Schauspiel gehörten - wie zum Beispiel das Pferd Snow.
Es wurde zu etwas Besonderem erhoben, um dann im Endeffekt nur eine kleine, fast unbedeutende Rolle zu spielen und direkt danach in Vergessenheit zu geraten.
Und auch die emotionale Seite kam in der Fortsetzung etwas zu kurz.
Während in Band 1 die Liebe ein zartes Pflänzchen ist, das wachsen kann, kommt im Finale davon fast nichts beim Leser an.
Es gab einige Szenen, die wirklich sehr schön geschrieben waren, doch die sind, wie bei der restlichen Thematik, rar gesät.

Fazit:

Diese Fantasy-Dilogie ist leider ein zweischneidiges Schwert.
Wie schon erwähnt, trifft Teenie-Highschool-Drama auf apokalyptische Weltuntergangszenarien und im Auftakt fand ich das alles noch sehr geheimnisvoll, aufregend und fesselnd. Das Finale war dann jedoch weniger überzeugend.
Der ursprünglich fesselnde Alltag verwandelte sich in Langatmigkeit, das Beziehungsdrama nervte nur noch und Spannung kam erst im gefühlt letzten Moment auf. Vorboten der Apokalypse wurden angeteasert, nur um später selten bis gar nicht mehr erwähnt zu werden.
Dieser Ausgang ist echt schade, da mir Aria sympathisch und ihr Freundeskreis interessant genug war, um zu unterhalten.

Bewertung:

⭐️⭐️ (2/5)

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2 Kommentare

  1. Ahoi Micky,

    ich wünsche ein wunderbares, frohes Fest & einen guten Start ins neue Jahr! :)

    Liebe Grüße
    Ronja von oceanloveR

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