[Rezension]
Eiskalte Liebe

Oktober 17, 2020



Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Lisa Lamp - Eiskalte Liebe

Genre: Romantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 31. August 2020
Verlag: DerFuchs Verlag
Seitenanzahl: 268 Seiten

Ebook: 3,99 € ; Print: 10,99 €
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Inhalt:

»Nikolai Ferres ist und bleibt ein Idiot!«
Es ist kein ungewöhnlicher Satz aus dem Mund Leandras, die mit dem beliebtesten Jungen der Schule regelmäßig aneinandergerät.
Sie scheinen es beide zu genießen, sich mit Worten zu zerfleischen.
Allein Leas kleine Schwester Lilly behauptet, Nik würde zu Leandra passen.
Momente, in denen die Siebzehnjährige an der Zurechnungsfähigkeit ihrer einzigen noch lebenden Verwandten zweifelt.
Eines Tages gibt es einen Zwischenfall in der Mädchenumkleide.
Leandra lässt vor Wut ein paar Duschköpfe explodieren, was besonders sie selbst schockt.
Um die Katastrophe perfekt zu machen, wird Lilly von seltsamen Wesen mit glühenden Augen entführt. Ausgerechnet Nikolai Ferres eilt Leandra zu Hilfe.
Er scheint mehr von Lea und ihrer Familie zu wissen.
Was verheimlicht er? Und was wollen diese Wesen von Lilly?

Meinung:

Eigentlich hat diese Geschichte super genial angefangen.
Blutrünstig. Mit einem schönen Tod, wenn man denn bei Toden davon sprechen kann. Und dieses Gefühl hat sich auch bei den ersten Kapiteln fortgesetzt.
Es war humorvoll. Bissig witzig.
Mit einer genialen Idee, die viel Potenzial versprach.
Leider hat sich das nicht lange gehalten.

Leandra und Nikolai können sich nicht ausstehen.
Es vergeht kein Tag, an dem sie sich nicht in der Wolle haben.
Dabei ist Lea die bleiche Außenseiterin und Nik der beliebte Sportstar der Schule.
Als Leas Schwester Lilly jedoch verschwindet, ist sie gezwungen mit Nik zusammenzuarbeiten. Die Reise führt die beiden in unwegsame Gefilde.
Und in ein Kriegsgebiet, das als Dilogie viel besser funktioniert hätte.
268 Seiten werden der Idee leider absolut nicht gerecht.

Der Schreibstil der Autorin ist eigentlich recht anschaulich.
Allerdings nur so lange, wie sie Szenen in urbaner Umgebung schreibt.
Oder heiße, leidenschaftliche Situationen, von denen es hier auch ein paar gibt.
Dass die Handlung in der Ich-Perspektive von Leandra erzählt wird, hätte den Emotionen theoretisch zugutekommen müssen.
Doch bis auf die hitzigen Wortgefechte zu Beginn, kam fast nichts bei mir an.
Obwohl das die Grundlage dieser heiß-kalten Story sein sollte.
Eine Verbindung zu Leandra war leider nicht existent.

Die Gedankenwelt der Protagonistin, in die man eintaucht, ist anfangs noch authentisch. Je weiter sich die Handlung jedoch fortbewegt, desto weniger sind ihre Gefühle nachzuvollziehen. Es verliert sich, wie es sich so oft in Einzelbänden verliert:
Ich hasse dich, aber ich habe zwei Tage mit dir verbracht und jetzt liebe ich dich.
Super, super schade.

Ein großes Lob gibt es an dieser Stelle allerdings für die sehr anschaulichen Actionszenen.
Nik und Lea begegnen auf ihrem Weg allerlei Gefahren, sodass man sich gut unterhalten fühlt, auch wenn keine richtige Spannung aufkommen wollte.
Es wird blutig, feurig, gewaltig, kalt.
Dabei sind die hier verwendeten Fantasyelemente zwar nicht neu, aber doch solide.
Ich hatte die ganze Zeit beim Lesen das Gefühl, dass die Autorin mehr in die Tiefe gehen könnte, ihr aber irgendwie die Mittel fehlten, die Emotionen aus dem Buch herauszutransportieren. Wäre ihr das gelungen, hätte ich die Geschichte sogar empfehlen können. So bleibt mir nur zu sagen, dass das Ende der Sache sein Übriges zum Gesamteindruck beiträgt.

Fazit:

„Eiskalte Liebe“ fühlt sich leider unfertig an.
Die Grundidee mit den magischen Wesen ist wirklich toll und hat wahnsinnig viel Potenzial, das, meiner Meinung nach, jedoch fast gar nicht ausgeschöpft wurde.
Lea und Nik bieten so einiges an Konflikten an, etwas, das man mehr hätte ausbauen müssen. Zudem ist das einfach zu viel Input für einen Einzelband.
Das was man an Aufwand in die Actionszenen gesteckt hat, hätte man auf die Emotionen erweitern müssen.
So bleibt es leider nur bei zwei Daumen hoch für die Magie, das Blut und den Humor.
Der Rest ist stark ausbaufähig.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️ (3/5)

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