[Rezension]
Die Dunkelheit deiner Seele

Oktober 24, 2020


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Kate S. Stark - Die Dunkelheit deiner Seele

Genre: Romantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 26. Februar 2020
Verlag: Fischer Verlag
Seitenanzahl: 400 Seiten

Ebook: 9,99 € ; Print: 13,00 €
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Inhalt:

Ein neues Leben! Nichts wünscht Lenora sich mehr, als ihre Vergangenheit hinter sich zu lassen und Kreatives Schreiben zu studieren: Endlich dem eigenen Traum folgen!
Doch dann taucht Kilian an der Akademie auf, und gibt Lenora mehr als deutlich zu verstehen, dass ihre Anwesenheit hier nicht erwünscht ist.
Erst als Lenora einen schweren Unfall hat, und Kilian sie irgendwo zwischen Diesseits und Jenseits auffängt und zurück ins Leben begleitet, begreift sie, dass sie ihn falsch eingeschätzt hat. Er ist ihr Seelenverwandter.
Und sie seine größte Gefahr ...

Meinung:

Es gibt so Bücher, deren Klappentexte schreien geradezu „Lies mich!“.
Stichwort: Seelenverwandtschaft. Stichwort: Diesseits und Jenseits.
Und dann fängt man in freudiger Erwartung an zu lesen. Und liest. Und liest.
Und irgendwann in der Mitte der Handlung stellt man fest, dass die Spannung absolut auf der Strecke geblieben ist. Ich meine, bitte nicht falsch verstehen, ich habe
„Die Dunkelheit deiner Seele“ beendet, was definitiv für den Schreibstil spricht.
Aber... wirklich viel passiert hier nicht.

Lenora hat Traumatisches erlebt und wagt einen Neuanfang.
Sie will in Dunkelfelsen ihre Großmutter suchen, während sie sich kreative Texte aus den Fingern saugt. Gleich auf den ersten paar Seiten begegnet sie Kilian.
Er ist mysteriös und stößt sie direkt von sich. So weit, so schön.
Normalerweise liebe ich Klischees und den Bad Boy Charme, aber ich kam weder mit Kilian, noch mit Lenora wirklich klar.
Kilian wirkte mir viel zu aufgesetzt und obwohl die Geschichte in der Ich-Perspektive erzählt wird, kam von Lenora keine einzige emotionale Welle an.
Was schade ist, weil sie unter anderem auch kreatives Schreiben studiert und in ihren Kursen die Aufgabe bekommt, Emotionen zu transportieren.

Darüber schreiben und das dann nicht umgesetzt bekommen, finde ich schon sehr... schwierig. Aber das ist ja Geschmackssache.
Mal ganz davon abgesehen war der Schreibstil allerdings flüssig und super leicht zu lesen.
Wunderbar für zwischendurch, aber auch dementsprechend nicht tiefgreifend genug, damit ich mich fest darauf konzentrieren konnte.
Oft habe ich Lenoras innere Gedankenwelt - mit der vermutlich die Gefühle zum Ausdruck gebracht werden sollten - augenrollend überflogen.
Es steckten einfach zu viel sich wiederholende Überlegungen drin.

Atmosphärisch liegt die Geschichte irgendwo zwischen „Mauerblümchen will sich selbst finden“, „seichter Geister-Seelen-Grusel“ und „ganz große Liebe“.
Mein Problem an der ganzen Sache war jedoch, dass ich extrem starke Parallelen zu einer gewissen Bestsellerstory ziehen konnte. Was mich wiederrum innerlich seufzen ließ.
Die Parallelen sind sicher nicht beabsichtigt, aber die Bilder, die die Autorin durch die „Seelenidee“ und ihre Umsetzung gemalt hat, werden unweigerlich von dieser bekannten Geschichte verdrängt. Ich kann sie jetzt nicht nennen, ohne zu spoilern.

Zudem habe ich auch irgendwie mehr Spannungselemente erwartet.
Mehr Geheimnisse, die es aufzudecken gilt. Aber bereits nach dem ersten Drittel kam nichts Großartiges mehr dazu. Und der Versuch der überraschenden Wendung ist bei mir leider fehlgeschlagen. Ich hab’s fast geahnt, eigentlich noch gehofft, dass diverse Gegenspieler auf den Plan treten, aber auch hier: Fehlanzeige.
Zwischenzeitlich war ich echt versucht vor diesen Längen zu fliehen und das Buch abzubrechen. Einzig die Hoffnung, dass da noch was kommt und der schön leichte Stil haben mich zum Ende gebracht.

Fazit:

Ich könnte jetzt versuchen das Fazit ein wenig schön zu reden, aber ehrlich gesagt, liegt mir das nicht so. „Die Dunkelheit deiner Seele“ ist für mich flach wie ein Blatt Papier.
Protagonisten, die fast jedes Klischee erfüllen, keine emotionale Tiefe aufweisen und eine Storyline, die leider kaum Höhepunkte mit sich bringt, sodass einzig die Idee und der leichte Schreibstil diese Geschichte ein wenig aus der Masse hervorheben.
Ich bin mir sicher, es gibt Leser, die das lieben und mir vehement widersprechen, aber mich konnte diese Seelengeschichte weder mitreißen noch begeistern.

Bewertung:

⭐️⭐️ (2/5)

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