[Rezension]
Rivergold

Juli 02, 2020


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Ally Condie - Rivergold

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 23. Oktober 2019
Verlag: Fischer Verlag
Seitenanzahl: 368 Seiten

Ebook: 16,99 € ; Print: 18,99 €
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Inhalt:

Es gibt etwas, das Romy Blythe, die siebzehnjährige Kapitänin des Baggerschiffs »Lily«, noch mehr will als das Gold, das sie aus dem Serpentine River graben: Rache.
Romy hat geschworen, die Feinde zu vernichten, die ihren Freund getötet haben.
Doch während sie ihr Schiff durch die gefährliche Strömung steuert, muss sie feststellen, dass sie nicht allen in ihrer Crew vertrauen kann. Mindestens ein Verräter ist an Bord.
Andere sind aufrichtiger, als sie glaubt. Während der letzten Fahrt der »Lily« findet Romy heraus, wer sie geworden ist, wer sie sein möchte und wie die Liebe sie verändert hat.

Meinung:

Es war einmal ein Ich, das war nach der Leseprobe zu dieser Story, extrem begeistert von den ersten paar Kapiteln. Sie waren so emotional, so voller Leidenschaft und neuen Dingen, dass ich auf eine geniale Geschichte gehofft hatte.
Eine Geschichte voll mit Rachsucht und Blut und Intrigen und Machtkämpfen.
In gewisser Weise habe ich das auch bekommen.
Nur leider sind die Emotionen nach diesen Anfangskapiteln komplett weggebrochen.

Ich kann nicht mal sagen in welcher Zeit diese Dystopie spielt.
Gut, ich hätte nicht gedacht, dass mich das so stört, aber das tut es.
Zumindest wäre eine Orts- und Zeitangabe bei solch einer, naja, relativ realistischen Darstellung ganz schön gewesen. Ally Condie schreibt eigentlich gute Dystopien.
Aber Rivergold hat mich leider nicht berührt.

Romy lebt in einer Art postapokalyptischer Welt, in der die sogenannten „Außenposten“ die einzige zivilisierte Gesellschaft bilden. Regiert von einem „Admiral“, kontrolliert vom Militär, scheffelt Romy nach dem Verlust ihrer großen Liebe, im wahrsten Sinne des Wortes, Gold. Wofür - ganz egal. Wie lange? Bis kein Platz mehr da ist.
Emotionslos und berechnend Befehle ausführen ist ihr Metier.
Dank diesem Talent ist sie bereits in jungen Jahren Kapitänin ihres eigenen Baggerschiffs.

Ich meine, ich habe ja gewusst, wie das Setting ausfallen wird.
Nichtsdestotrotz hatte ich auf ein paar mehr Überraschungen gehofft.
Die „Lily“ gräbt sich stur durch einen Fluss, die Besatzung im Innern geschützt und später, als die Szenerie wechselt, kommt auch nicht viel dazu, was man sich irgendwie greifbar vorstellen könnte. Wald, Baumbehausungen, Sandbänke, Ufernähe.
An sich authentisch, aber einfach nur platt dahin geschrieben.

Und auch von den Spannungsmomenten hätte es ruhig mehr geben können.
Die Konstruktion des Schürfbaggers, seine Technik und die Außenhülle fand ich schon recht interessant, vor allem, da er nicht viele Ausgänge zu besitzen scheint - aber die wichtigen actionreichen Szenen werden nur abgemildert dargestellt oder schnell von neuen Erkenntnissen verdrängt. Ebenso wie die Charaktere, bis auf „Lily“ und Brigs, besaßen die Situationen nicht viel Tiefe. Klar, die Protagonistin Romy, die das Ganze aus der Ich-Perspektive erzählt, philosophiert viel und macht sich chaotische Gedanken.
Das kam nur leider kaum bei mir an.

Die Idee hinter der Story hatte wirklich Potenzial.
Aber hier wurde einfach viel verschenkt. Es gab zwar Machtspielchen und Intrigen und man musste ein wenig nachdenken, allerdings hätte alles noch drastischer sein können, wenn man bedenkt, wofür der Admiral das Gold und Romy braucht.
Und wenn man bedenkt, dass Romy eigentlich nur auf Rache aus ist. Schade.

Fazit:

Was ich in guten Dystopien brauche, ist entweder ein Setting, das mich von den Socken haut oder tiefgreifende Lügen, Machtdebakel und Rangeleien in der Obrigkeit.
Die Autorin hat zwar einige Überraschungsmomente in „Rivergold“ eingebaut, aber alles in allem war mir die Darstellung leider zu flach.
Romys Gefühlswelt wird vor dem Leser ausgebreitet, aber eine emotionale Verbindung konnte man nicht aufbauen. Auch ihre Gedankengänge wurden im Laufe der Handlung mehr und mehr durcheinander geworfen, sodass man am Ende eher damit beschäftigt war zu sortieren, statt die wenige Spannung zu genießen, die vorhanden war.

Bewertung:

⭐️⭐️💫 (2,5/5)

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