[Rezension]
Black Forest High 2
(Ghosthunter)

Juli 27, 2020


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

‼️ Achtung, Fortsetzung! Spoiler zum Vorgänger möglich ‼️
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Nina MacKay - Black Forest High 2
(Ghosthunter)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 2
Schlüpftag: 02. März 2020
Verlag: Piper Verlag
Seitenanzahl: 320 Seiten

Ebook: 12,99 € ; Print: 15,00 €
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Rezension zu Band 1.


Inhalt:

Seven erwacht in einem Siliziumglaskasten in einem Geheimraum des Internats.
In der Schule ist man überzeugt, dass sie besessen ist, was die Schulleitung nicht davon abhält, Seven weiter als Ersatz für die tote Auserwählte zu benutzen.
Nur Parker glaubt, dass die Wahrheit tiefer verborgen liegt.
So tief wie seine Gefühle für Seven, die allerdings seinen Zwillingsbruder Crowe vorzieht. Gemeinsam gelingt es den Zwillingen, Seven zu befreien.
Doch damit bringen sie nicht nur sich selbst in tödliche Gefahr ...

Meinung:

Ich hatte mich ehrlich gesagt sehr auf die Fortsetzung der Black Forest High gefreut, denn das mindblowing Ende von Band 1 hatte die Geschichte vorerst auf eine ganz neue Ebene gehoben. Dementsprechend gespannt war ich darauf, wie es mit Seven weitergehen sollte. Und ehrlich gesagt war der Anfang auch großartig, obwohl Band 1 schon etwas länger her war.
Und obwohl ich die Namen der meisten Schüler nicht wirklich zuordnen konnte, das Wichtigste, nämlich wer Freund und Feind ist, ließ sich noch unterscheiden.

Desweiteren gut gefallen haben mir die Interaktionen von Seven mit den Geisterwesen und ihr Stärkemoment zum Ende hin.
Leider war das auch schon alles, was mich an dieser Fortsetzung begeistert hat.
Denn der Rest war... naja, irgendwie vermurkst. Noch chaotischer als Band 1.
Unglaubwürdig in vielen Dingen. Nicht authentisch und auch nicht emotional.
Das fing bei den häufigen Zeit-/Ortsprüngen an und hörte bei den Irving Zwillingen und ihren Gefühlen auf.

Fakt ist, dass Seven Böses widerfahren ist und sie dafür unter Kontrolle gehört.
Zumindest sofern das eine seriöse Geisterschule wäre.
Man sollte meinen, dass die Charaktere alles in ihrer Macht stehende tun, dass sich solche Vorfälle nicht wiederholen. Und dass Seven auch ein Interesse daran hat.
Doch ihr Fokus verschiebt sich so häufig und schnell, dass man beim Lesen denkt, man sitzt in einem Karussell. Erst die Hypnotherapie, dann Crowe, dann ihr bester Freund Remi, dann Parker, dann ihre vermutlich neuen Pflichten.
Das Kernproblem wird allerdings in die Ecke gestellt.

Und nicht nur Sevens Gedanken waren so sprunghaft. Auch ihre Emotionen gehen mit ihr durch. Sie knutscht mit dem, empfindet für den anderen, weiß nicht mit wem sie zusammen ist. Will den nicht verletzen, findet gleichzeitig den anderen süß und ihre Freundinnen sind auch nicht hilfreich.
Nach geraumer Zeit konnte ich Seven deswegen nicht mehr ernst nehmen.
Vor allem nicht, nachdem sie ein gewisser Vorfall erst entsetzte und sie ihn dann kurzerhand vergaß, bis man ihn später wieder als Rechtfertigung sah.
Mit den Zwillingen Crowe und Parker verhielt es sich ähnlich.
Die Schwärmerei von beiden kam so übertrieben daher und irgendwie aus dem Nichts, dass ich keinen als Jungen für voll genommen und mich mit Klischees beworfen gefühlt habe. Ganz grausig. Dabei mag ich die Story und die Idee eigentlich.
Und die Geister. Die sind toll.

Als am Schlimmsten empfand ich allerdings die Zeitsprünge.
Bei den ersten paar Kapiteln erschien die Zeitlinie noch in Ordnung und auf einmal ist man mitten drin im Gehopse. Im ersten Moment ist man in der Kantine, nur um zwei Seiten später eine Geburtstagsfeier vorzubereiten, dann ist man in der Stadt um Kleider zu kaufen und dann wieder auf einem Zimmer der Black Forest High.
Leider zieht sich das bis kurz vor Ende.
Chaos pur. Als würde man durch ein Objektiv schauen, das immer wieder neu fokussiert.
Als hätte die Autorin sich nicht so richtig entscheiden können, was jetzt wichtig ist und was nicht. Schade.

Fazit:

Action gibt es in Sevens Leben und an der Black Forest High zu Genüge.
Poltergeister, die ihr den Alltag erschweren, geistespolitische Entscheidungen, die getroffen werden wollen und dann noch dieser innere Zwist der Gefühle.
Es hätte wirklich schön werden können.
Wenn es mir nicht wie eine Teenie-Horror-Drama-Komödie vorgekommen wäre.
Band 2 bietet viel zu viel Chaos auf zu wenig Seiten, einen - in meinen Augen - falschen Fokus und Charaktere, die mit jedem Wort an Authentizität verlieren.
Das vorhandene Potenzial der Geschichte blieb fast ungenutzt.

Bewertung:

⭐️⭐️💫 (2,5/5)

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