[Damaris]
Die Mythologie der Greifen

Juni 30, 2020

Seit jeher ist die Welt fasziniert von mystischen Wesen.
Mal wurden sie als Götter angebetet, mal verachtet und versklavt, aber eins haben diese Wesen alle gemeinsam: Die Menschen glaubten an sie.
Manche mehr, manche weniger, aber der Glaube war da und verankert alle möglichen Legenden auch noch mit der heutigen Zeit.

In der großen, weiten Ebene von Venera, dem Land, in dem die meisten Bücher von C. M. Spoerri zuhause sind, spielen Fabeltiere eine wichtige Rolle.
Mehr noch. Hier sind sie alle real! Welche Tiere und Wesen Venera beheimatet, könnt ihr auf der Website der Autorin oder bei Seductive Books nochmal genauer nachlesen.
Aber ich möchte euch heute erstmal ein wenig über ein namensgebendes, majestätisches Tier erzählen: den Greif.


Der Greif wird sowohl hier als auch in Chakas, beim Greifenorden wo Damaris Geschichte ihren Anfang nimmt, als riesiges Tier mit Adlerkopf/klauen, Löwenkörper und Flügeln dargestellt. So weit, so schön.
Doch wo kommt der Mythos Greif eigentlich her?

Man vermutet, dass in der Antike Nomaden beim Goldschürfen in der Wüste ein Dinosaurierskelett - also ein Fossil - fanden. Der Protoceratops besaß einen greifenähnlichen Körperbau von der Größe eines Löwen und sein Kopfhorn könnte fälschlicherweise als Flügel gedeutet worden sein. Möglich ist allerdings auch, dass sich der Mythos von einem Löwen mit Adlerkopf erst im Laufe der Zeit weiterentwickelt hat und man nach diesem Fund erst die Flügel dazudichtete.

Die Bedeutung der Greife als Fabelwesen schwankt im Laufe der Geschichte nicht groß hin und her. Ausgehend vom Fundort der Goldschürfstätte bringt man sie hauptsächlich mit dem Wächtertum in Einklang.
Mit ihrer imposanten Erscheinung, der Größe und den raubtierhaften Zügen sind sie die idealen Beschützer von Gold und Reichtümern.
Zudem zeugt ihr Wesen seit jeher von Weisheit, Wachsamkeit und Stärke.
Heutzutage stellen Greifen hauptsächlich Wappentiere und Symbole dar, die man auf diversen Kunstgegenständen und in Firmenlogos vorfindet.
In der ägyptischen Kunstgeschichte wurde das Fabelwesen erstmalig im 4 Jahrtausend v. Christus aufgezeigt. Es ziert auch heute noch unzählige Vasen, Münzen, Wandgemälden, Gebäudeverzierungen und das häufig sogar im Doppelpack.
Zwei sich zu- oder abgewandte Greifen mit erhobenen Klauen und geöffnetem Schnabel fanden sich besonders in der Kunst der Seidenweberei oder in der Säulensymbolik wieder.


Die Greifen gelten in unserer Realität zwar auch als scheue Wesen, aber es kann vorkommen, dass ihnen große Gewaltbereitschaft angedichtet wird.
Ganz anders als in Chakas, wo sowohl Damaris als auch ein Teil der Greifensaga von C. M Spoerri spielen. In den Geschichten der Autorin hat der Greif als sanftmütiges, aber scheues Tier eine tragende Rolle.
Auf die Verbindung zwischen Mensch und Greifen wird Anna von Mehr als Worte am Freitag nochmal eingehen.

Deshalb dazu erstmal nur so viel: Die Greifen in Chakas sind anmutige, majestätische Tiere und alleine diese Beschreibung fühlt sich heilig an.
Unterstützt wird diese Vorstellung noch davon, dass Greife ihre eigene Art von Magie wirken können und die Tiere von Cilian, wann immer es möglich ist, im Greifenorden gezüchtet und aufgezogen werden.
Das war jedoch nicht immer so, denn sie leben hauptsächlich und ursprünglich zurückgezogen in den Bergregionen Altras und können bis zu 100 Jahre alt werden. Obwohl sie einen Löwenkörper besitzen, legen sie Eier, die fortwährend gewärmt und beschützt werden. Es kann Jahre dauern bis ein Greif sich entschließt zu schlüpfen und es erfordert besondere Umstände.

In „Damaris: Der Greifenorden von Chakas“ erhalten viele Greife Namen, die sie sich selbst aussuchen. Nicht in Form von Worten, sondern per Bildkommunikation.
Die meisten dieser Namen sind zweiteilig und allesamt klingen wunderbar melodisch, sodass man gar nicht anders kann, als sie zu lieben.
Schneeflocke oder Mondsichel sind nur zwei Beispiele.

»Mit Greifen ist es wie mit der Liebe«, antwortet Cilian und ich bemerke, dass seine Kiefermuskeln sich anspannen. »Man weiß zwar, dass man verletzt werden kann,
aber es gibt keine Möglichkeit, sich dagegen zu wehren.
Das Herz entscheidet – und es ist ein grausamer Ratgeber fürs Leben.
Masochistisch und stur.
Und trotzdem besitzt es eine Macht und eine Überzeugungskraft,
der man sich immer wieder beugt.«

(Pos 369 von 4958)
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Schon gewusst...?


...dass der Sternensand Verlag einen Greif namens Lucky als Maskottchen besitzt? (Soooo ein süßes Tierchen!)

...dass auch in den Märchen der Gebrüder Grimm Greife vorkommen?
(Für Schlaufüchse zum Nachlesen:
„Der Vogel Greif“ und „das singende springende Löweneckerchen“)

...dass es tatsächlich in der realen Welt auch einen Greifenorden gab?
(Der arragonische Kannenorden war ein Ritterordern, gegründet 1403,
mit einem Greif als Ordenssymbol)
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Ich hoffe, ich konnte euch einiges zu Greifen erzählen, das ihr noch nicht wusstet.
Ab Freitag könnt ihr dann selbst in Damaris Welt eintauchen und eure ersten oder vielleicht auch zweiten oder dritten Erfahrungen mit Greifen machen.
Bis dahin könnt ihr aber auch beim Gewinnspiel mitmachen.

Zu meiner Rezension zu Damaris und dem Gewinnspiel kommt ihr hier ❤️

Viel Glück!

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