[Rezension]
Limea
(Innerer Sturm)

Mai 19, 2020


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Lin Rina - Limea (Innerer Sturm)

Genre: Urban Fantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 26. November 2019
Verlag: Drachenmond Verlag
Seitenanzahl: 380 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,90 €
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Inhalt:

Limea strebt danach, die beste Jägerin ihres Inselstammes zu werden.
Als sie einen verletzten Fremdling am Strand findet, bringt sie es nicht über sich, ihn dem sicheren Tod auszuliefern. Stattdessen versteckt sie den Mann mit den silbernen Augen, der ihr das Gefühl gibt, den engen Regeln ihrer Kaste entfliehen zu können.
Doch kann sie ihm auch trauen?
Oder ist er die Ruhe vor dem Sturm, der sich bereits drohend am Horizont zusammenbraut? In einem Kampf auf Leben und Tod wird ihre Entscheidung Rettung oder Untergang bedeuten.

Meinung:

Ich wollte schon so lange Limea lesen. Jetzt bin ich endlich dazu gekommen und was soll ich sagen? Es war binnen eines Tages verschlungen.
Das liegt nicht nur an dem fantastischen Sprachstil der Autorin, sondern auch an dem besonderen Setting, sowie dem Ambiente, der Atmosphäre, den Emotionen und meiner Liebe zu Amazonen und den Traditionen von Urvölkern.
Denn genau das erwartet einen in Limea.

Limea ist eine starke, junge Frau, die kurz vor dem Erwachsenenalter steht.
Sie lebt mit ihrem Volk auf einer abschiedenen Insel, ist eine exzellente Jägerin und gehört trotzdem den unteren Kasten an. Ihr größtes Ziel ist es, sich zu beweisen, aufzusteigen und den Respekt der oberen Kasten zu verdienen.
Dafür trainiert sich jeden Tag verbissen. Bis sie eines Morgens einen fremden, verletzten Mann am Strand findet. Mit fremder Kleidung, fremden Gebärden, fremdem Aussehen. Binnen eines Wimpernschlages wird ihr gesamtes naturbelassenes Leben auf den Kopf gestellt.

Ich war direkt zu Beginn von Limea, aber auch von ihrer Umgebung fasziniert.
Sie bewegt sich so anmutig, so frei und wild, dass ich dauerhaft das Gefühl von Unberechenbarkeit hatte. Obwohl sie alles andere als unberechenbar ist und auch die Handlung nicht viele große Überraschungen vorweisen kann.
Aber das, womit die Autorin hier spielt, sind Worte und Emotionen.
Da bedarf es keinerlei hochtrabenden Knalleffekten. Da reicht es, wenn ich völlig in den Buchstaben und im Setting und dem Fühlen der Protagonistin versinke.
Ich bin fast gänzlich in Limea aufgegangen. Es war so schön!
Was allerdings nicht heißt, dass es nicht durchaus einige Gefahren zu bewältigen gab.

Den Schreibstil der Autorin kannte ich schon aus ihren anderen Geschichten.
Und auch hier, auf dieser scheinbar verlassenen Insel, sorgte er dafür, dass ich alles fließend in mich aufsaugte. Der Stil ist locker, fluffig, angenehm zu lesen und lässt der eigenen Fantasie genügend Spielraum.
Neben Limea, die im Gegensatz zu ihrem restlichen Stamm, einigermaßen aufgeschlossen ist, gibt es auch noch andere Charaktere, die mich begeistern konnten.
Ihre kleine Schwester Milla zum Beispiel. Ihr bester Freund.
Die Zicken vom Dienst, die auch in einem Naturvolk nicht ausbleiben.
Und natürlich der schöne Fremde. Der heiße, schöne Fremde.

Limeas Rettung löst eine Kette gefährlicher Ereignisse aus:
Machtverschiebungen zwischen den Bäumen, Fallenstellen im Moor, hartnäckiges, gemeines Strandgut, Feuer, verbotene Schriften, alte Legenden und einiges mehr spielt eine Rolle. Und ich war mittendrin.
Trotz fehlender überraschender Paukenschläge habe ich jede Seite Adrenalin genossen.

Fazit:

Limea ist kein überdimensionales Highlight, so wie damals Animant Crumbs Staubchronik und doch ist es emotional schon ganz großes Kino.
Mitten im tiefsten Dschungel habe ich mich gefühlt wie bei Pocahontas meets Thor.
Zwei Welten, die unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch scheinbar perfekt ergänzen. Die Reibungspunkte dieser Welten erzeugen knisternde Spannungsfunken und auch die Handlung selbst birgt einige Momente zum Luftanhalten.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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