[Rezension]
Kronox
(Vom Feind gesteuert)

Mai 06, 2020


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*
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R. T. Acron - Kronox (Vom Feind gesteuert)

Genre: Scifi-Kinderbuch
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 13. März 2020
Verlag: Dtv Verlagsgesellschaft
Seitenanzahl: 256 Seiten

Ebook: 12,99 € ; Print: 14,95 €
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Inhalt:

Seit Tagen wacht Paul exakt um 4:07 Uhr völlig gerädert auf.
Eines Morgens geht er zu dem Boot, an dem er seit Monaten mit Hingabe arbeitet, – und steckt es in Brand. Er selbst kann in letzter Sekunde gerettet werden.
Ihm fehlt aber jede Erinnerung.
Doch dann tauchen Snoop, Yeşim und Anh auf, die zum exakt gleichen Zeitpunkt ähnlich verstörende Erfahrungen gemacht haben. Alle vier tun plötzlich Dinge, die sie eigentlich nie tun würden, und sie nutzen Fähigkeiten, die sie eigentlich nicht haben.
Sie folgen dabei einer Art inneren Stimme, gegen die sich keiner von ihnen wehren kann.

Meinung:

Also, ich weiß nicht, was ich zu diesem Buch großartig sagen soll.
Auf der Rückseite steht „renommierter Actionthriller“ - aber bei Action kann ich mich absolut nicht anschließen. Thriller, okay. Vom Aufbau her vielleicht.
Fast alles andere gehört für mich ins Genre Kinderbuch.
Bis auf die Nanobots vielleicht. Und dass viel über Technologie geredet wird.
Es ist unter Scifi-Kinderbuch eingruppiert, aber der Klappentext hat mich so neugierig gemacht, dass ich es trotzdem lesen wollte. Hätte ich bloß auf mein Bauchgefühl gehört.

Es tut mir wirklich leid, das sagen zu müssen, aber diese 250 Seiten waren für mich eine Qual. Mal abgesehen davon, dass die Charaktere von jetzt auf gleich einfach da waren, sich nicht mal ansatzweise angenähert oder naja, ein wenig menschlich verhalten haben, davon mal abgesehen waren sie für die paar Seiten flacher als flach.
Alles, was ich über die Protagonisten weiß, sind Fakten.
Es war, als hätten sie gar keine Gefühlslage über die Dauer der gesamten Handlung.
Entweder das oder es kam einfach nichts bei mir an.
Keinerlei Verbindung, keine Sympathie für einen der vier Charaktere und schon gar nicht für die Story. Was schade ist, denn die hätte Potenzial gehabt.

Der Schreibstil des Autorenduos ist leider auch nicht fesselnd gewesen.
Er war einfach, aber zeitgleich sehr technisch gehalten.
Die einzige Atmosphäre, die in der Handlung aufgebaut wurde, war die eines politischen Dramas, da die Geschichte im Jahr 2033 spielt. Warum also habe ich das Buch beendet?
Weil ich die Idee mochte und Hoffnung hatte, dass noch etwas passiert.
Aber das Tempo, das das Autorenduo vorlegt, ist viel zu rasant für irgendwelche Gefühle, Verbindungen oder auch nur Verständnis für die Szenen.
Es reiht sich Situation an Situation, ohne großartig Übergänge geschaffen zu haben.

Tilda Blomberg ist die jüngste Bundeskanzlerin Deutschlands.
Mit ihrer Nanotechnologie will sie die Stromversorgung und die Klimapolitik revolutionieren. Das System namens Kronox sollte vor langer Zeit ausgehebelt worden sein. Was sie aber nicht weiß, ist, dass es in den Köpfen von vier Jugendlichen noch existiert. Paul, Snoop, Anh und Yesmin sind ein zusammengewürfelter Trupp, die von der Regierung und anderen hinters Licht geführt und ausgenutzt werden.
So genau möchte ich das gar nicht beschreiben, weil es leider absolut nicht bemerkenswert war. Die Nanotechnologie an sich schon.
Aber das Zusammenspiel der Protagonisten lies mehr als zu wünschen übrig.

Daraus ergibt sich auch, dass überhaupt keine Spannung aufkam.
Die Idee war durchaus gut, aber das ganze Konzept fühlt sich an, als hätte man Brainstorming gemacht und die Punkte nur irgendwie aneinander gereiht.
Dazwischen gibt es hin und wieder Zeitungsartikel, die die Notlage Berlins, wo die Jugendlichen agieren, beschreiben. Nein, das rettet leider nicht viel.

Fazit:

Ich hatte bei Kronox auf eine geniale Dystopie gehofft, irgendwie.
Zumindest ansatzweise willenlose Monster, die auf die Menschheit losgelassen werden und irgendetwas Nennenswertes können.
Leider habe ich absolut flache Charaktere und kaum Zusammenhänge bekommen, sowie eine Handlung, die zwar einen roten Faden hat, aber null Zeitgefühl.
Hinzu kommt eine Emotionslosigkeit, die man noch versucht hat zu kaschieren.
Einzig die Idee der Nanotechnologie und deren Verlauf fand ich ansprechend.

Bewertung:

⭐️⭐️ (2/5)

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