[Rezension]
Der Tattoosammler

Mai 28, 2020


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Alison Belsham - Der Tattoosammler

Genre: Thriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 10. Februar 2020
Verlag: Penguin Verlag
Seitenanzahl: 496 Seiten

Ebook: 8,99 € ; Print: 10,00 €
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Inhalt:

Als die Tattoo-Künstlerin Marni Mullins in Brighton eine blutige Leiche entdeckt, ist ihr erster Impuls, den schrecklichen Anblick so schnell wie möglich zu vergessen.
Doch das ist unmöglich, denn nach einem zweiten grausamen Mord bittet Detective Francis Sullivan sie dringend um Hilfe:
Der Serienkiller schneidet seinen Opfern Tattoos vom Leib, und Marnis Kenntnis der Szene ist Francis‘ beste Chance, den brutalen Mörder zu identifizieren.
Doch Marni möchte seit einem schlimmen Vorfall in ihrer Vergangenheit nie wieder mit der Polizei zu tun haben – und beschließt, den Tattoo-Sammler selbst zu jagen, bevor ein weiterer Unschuldiger Opfer seiner scharfen Messer wird …

Meinung:

Endlich mal wieder ein Thriller, dessen Seiten nur so dahin geflogen sind.
Gut möglich, dass es am Tattoothema lag, aber auch ohne mein Faible für die Farbe unter der Haut hätte ich es vermutlich aufgesaugt.
Denn die Autorin schreibt enorm packend und die Leidenschaft für diverse Bereiche über die sie berichtet, konnte man förmlich spüren.
Außerdem spielt fast die gesamte Handlung in einer Stadt die ich kenne.
Brighton, England. Ein wundervolles Küstenstädtchen, das vor allem für seine Jahrmärkte auf den Piers und seine Geschichte bekannt ist.
Und nun zum Schauplatz blutiger Morde wird.

Die Handlung ist in der personellen Perspektive erzählt und gegliedert in drei Sichten. Die von Marni Mullins, der Tattoo-Künstlerin sowie die von Francis und Rory, zwei Detectives, die die Fälle bearbeiten. Und dann kommt noch eine vierte Perspektive hinzu, die mich gleich zu Beginn ein wenig euphorisch gestimmt hat: Die des Killers.
Der Leser bekommt in der Ich-Form direkten Einblick in die kranken Gedanken des Tattoosammlers. Das hat der Geschichte nicht nur Pepp gegeben, sondern sie auch in die richtigen Bahnen gelenkt.

Der Killer liebt das Abziehen von Haut. Es bereitet dem Mörder perverse Freude.
Und das kommt genauso beim Leser an. In all seinen blutigen Details.
Leider waren die Emotionen des Täters die Einzigen, die so starke Wellen schlugen.
Das tut dem Rest der Geschichte zwar keinen Abbruch, aber ich hätte mir eine innigere Verbindung zu Francis oder Marni gewünscht.
Rory spielt zwar auch eine Rolle, aber irgendwie war er ein wenig nebensächlich.
Francis und Marni hingegen waren allgegenwärtig und tragend für den Verlauf der Handlung. Jung, auffällig gegensätzlich und blitzgescheit.

Neben Brighton als grandiosem Setting, schafft es die Autorin, der Umgebung ebenfalls Leben einzuhauchen. Ich konnte mir nicht alles bildlich vorstellen, aber bei manchen Begebenheiten war das vielleicht ganz gut.
Man spürt die kriminelle Energie durch die Seiten pulsieren.
In Kombination mit der Atmosphäre von Tattoostudios, Messen und dem Tätowieren an sich, ergab das ein packendes Gesamtbild. Aber nicht nur das.
Der gesamte Schreibstil trug zum Aufsaugen der Geschichte bei.
Das Lesen fühlte sich an wie eine Folge Criminal Minds im Kopf.
Und das will bei mir schon was heißen!

Zu guter Letzt will gesagt sein, dass sich ab circa der Hälfte bei mir eine vage Ahnung entwickelt hat, wer für die Gräultaten verantwortlich sein könnte.
Manches hat sich bestätigt. Anderes nicht.
Trotzdem würde ich sagen, dass der Großteil der Handlung undurchschaubar ist und das war für mich enorm wichtig. Dass die Story überraschen kann.
Was das angeht wurde ich nicht enttäuscht.

Fazit:

Auf knapp 500 Seiten erzählt die Autorin zwar keinen komplett atemberaubenden Thriller, der einem die Luft aus den Lungen bläst und Gänsehaut verursacht, aber sie kreiert eine Atmosphäre, die einem einige schreckliche Dinge vor Augen führt.
Gerade Menschen mit Tattoos werden sich dieser Geschichte vermutlich näher fühlen als diejenigen ohne.
Sowohl Schreibstil als auch Setting überzeugen auf ganzer Linie und die Sicht des Killers sorgt für Abwechslung. Für mich war das ein Lesegenuss mit überraschenden Wendungen und einer „angenehmen“ Dosis Blutigkeit.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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