[Rezension]
The Frost Files
(Letzte Hoffnung)

April 25, 2020


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Jackson Ford - The Frost Files
(Letzte Hoffnung)

Genre: Urban Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 01. April 2020
Verlag: Verlagsgruppe Droemer Knaur
Seitenanzahl: 480 Seiten

Ebook: 12,99 € ; Print: 16,99 €
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Inhalt:

Teagan Frost ist wirklich nicht leichtsinnig:
Wenn man über psychokinetische Fähigkeiten verfügt, ist es schließlich keine große Sache, ungesichert von einem Hochhaus zu springen.
Ihre psychokinetischen Fähigkeiten machen Teagan Frost zum wertvollsten Mitglied einer geheimen Einsatztruppe der US-Regierung.
Zusammen mit Hackerin Reggie, Organisations-Genie Paul, der bestens vernetzten Annie und Carlos, der alles fahren kann, was Räder hat, kommt sie immer dann zum Einsatz, wenn FBI und NSA nicht mehr weiter wissen.

Doch als nach einem ihrer Einsätze in Los Angeles der Chef einer global agierenden Textilfirma ermordet aufgefunden wird – erdrosselt mit einer Stahlstange als wäre es nur ein dünner Draht –, wird Teagan Frost über Nacht zur gesuchten Mörderin.
Selbst ihr eigenes Team zweifelt an Teagans Unschuld, obwohl ihre Kräfte für eine solche Tat nicht annähernd ausreichen.
Nur wer verfügt dann über derart starke paranormale Fähigkeiten?
Als ein weiteres Mordopfer auftaucht, beginnt für Teagan Frost und ihr Team eine halsbrecherische Jagd quer durch Los Angeles.

Meinung:

„The Frost Files“ klang so anders. So großartig. So Pew Pew Pew!
Nach Action und Coolness und mehr.
Habe ich bekommen, was ich erwartet habe?
Nicht ganz... war ich trotzdem begeistert von der Geschichte?
Jap. Definitiv. Wenn auch mit ein bisschen Kritik.

Teagan Frost ist wirklich eine coole Socke, muss man sagen.
So gar nicht der Typ Frau, wie man sie sonst kennt.
Mit raspelkurzen Haaren, in Jeans und Tshirt, könnte sie eher als Junge durchgehen.
Hinzu kommt ein eher legerer, jugendlicher Sprachstil, Slangausdrücke wie „Jo“ und „Bro“ und solche Dinge. Im Grunde ist Teagan der „Homie“ schlechthin.
Wenn da nicht diese Psychokinese wäre, die sie so besonders macht und die sie regelmäßig in Schwierigkeiten bringt.
So überzeugend und konsequent, wie Teagan dargestellt wird, muss ich sagen, Respekt, dass der Autor ein Mann ist. Sowas kenne ich sonst nur von weiblichen Autoren.
Nicht, dass ich da Vorurteile hätte.

Los Angeles ist zu Teagans Zeiten eine Hochburg an Brandherden, was sich viele böse Menschen zunutze machen wollen.
Und da im Klappentext schon sehr viel von der Story steht, beschränke ich mich hier aufs Nötigste. Teagans Fähigkeiten machen sie zur Zielscheibe der Wissenschaft.
Damit sie nicht unters Messer kommt, spielt sie für die US-Regierung Undercover-Spezial-Cop. Oder so ähnlich.
Es ist ein riskanter, rasanter Job, der ihr mehr als einmal fast den Arsch wegpustet.

Ich sage das so salopp daher, weil das genau der Schreibstil ist, auf den man sich einstellen muss. Extrem locker, leicht und frei von der Leber weg.
Teagan erzählt aus der Ich-Perspektive von ihrem sehr verkorksten Leben und von den noch verkorksteren Leben ihrer Mitstreiter. Das Ganze nimmt sie aber mit einer großen Prise Humor, die mich mehr als einmal schmunzeln ließ.
Neben diesen gut platzierten Lachern, beeindruckt mich unter anderem auch, wie der Autor die wichtigen Themen der aktuellen Gesellschaft in die Handlung integriert hat.
Es liest sich wie Randnotizen, aber man weiß, dass sie in der heutigen Welt die Bedeutung einer Atombombe haben. Subtil, aber wirksam.

Kommen wir nun zu den weniger guten Dingen.
Das Setting - LA - fand ich gut gewählt. Vor allem, dass die Bedeutung von Gangs in der westlichen Welt (MS13, Crips & Bloods, etc.) nicht unter den Scheffel gestellt wird und immer wieder Zusammenhänge aufkreuzen - ein genialer Schachzug.
Was allerdings nicht so prickelnd war, war die Darstellung.
An manchen Stellen hat sich die Handlung, wie in der Wirklichkeit, etwas überschlagen, sodass ich nicht ganz hinterher kam und alles einigermaßen detailliert fantasieren konnte. Der Film in meinem Kopf war ein wenig angeknackst.
Zusätzlich hätte ich mir ein bisschen mehr Emotionalität gewünscht.
Obwohl ich eine Verbindung zu Teagan aufbauen konnte, haben mich die Gefühle nicht ganz erreicht. Alles hätte intensiver und herzmäßig packender sein können.

Fazit:

Atmosphärisch ist „The Frost Files“ absolut gelungen.
Es ist rasant, es ist spannend, es gibt unendlich viel Action und mehrere Rätsel, denen man auf die Spur kommen muss.
Einmischungen von allen Seiten erschweren es, Teagans Unschuld zu beweisen, aber gerade diese unzähligen Möglichkeiten geben der Handlung einen gewissen Kick.
Emotional und beim Umschreiben mancher Szenen hätte man noch eine Schippe drauf legen können, aber ansonsten liebe ich Teagans explosives, psychokinetisches Leben.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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