[Rezension]
Der Store

April 01, 2020


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Rob Hart - Der Store

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 02. September 2019
Verlag: Heyne Verlag
Seitenanzahl: 592 Seiten

Ebook: 12,99 € ; Print: 22,00 €
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Inhalt:

Du bekommst alles im Store.
Aber es hat seinen Preis.

Der Store liefert alles. Überallhin. Der Store ist Familie.
Der Store schafft Arbeit und weiß, was wir zum Leben brauchen.
Aber alles hat seinen Preis.

Paxton und Zinnia lernen sich bei Cloud kennen, dem weltgrößten Onlinestore.
Paxton hat dort eine Anstellung als Security-Mann gefunden, nachdem sein Unternehmen ausgerechnet von Cloud zerstört wurde.
Zinnia arbeitet in den Lagerhallen und sammelt Waren für den Versand ein.
Das Leben im Cloud-System ist perfekt geregelt, aber unter der Oberfläche brodelt es.
Die beiden kommen sich näher, obwohl sie ganz unterschiedliche Ziele verfolgen.
Bis eine schreckliche Entdeckung alles ändert.

Meinung:

Das Konzept? Genial.
Die Umsetzung? Eher mangelhaft.
Puh. Ich weiß ehrlich gesagt nicht genau, wo ich anfangen soll.
Die Idee des Stores ist nichts Neues, existiert er doch bereits in etwas abgeschwächterer Form in unserer Welt. Alles liefern lassen. Immer. Zu jeder Zeit. So schnell wie möglich.
Damit man fast nicht mehr das Haus verlassen muss.
Hohe Warenverfügbarkeit. Hohe Qualität.
Mitarbeiter, die in einer Unternehmensstadt arbeiten.
Und doch hatte ich irgendwie die Erwartung, dass das eine grandiose Dystopie wird.
Leider lag ich falsch.

Gleich vorweg: Die 600 Seiten sind eindeutig zu viel für diese Geschichte.
Da werden Dinge aufgebauscht, die für den Verlauf der Handlung mitnichten interessant waren. Eine Liebesgeschichte angedeutet, die eigentlich gar keine ist und der Versuch den Charakteren Leben einzuhauchen gelang nur minimal.
Dabei ging die Story echt gut los.
Mit Paxton, Zinnia, Gibson Wells und den CloudStore, um den sich alles dreht.
Die Welt hat sich weitergedreht. Die Kluft zwischen arm und reich ist brutal.
Die Sonne allerdings noch brutaler. Die Natur rächt sich für jahrelange Vernachlässigung, sodass man nicht einmal mehr raus gehen kann, ohne sich die Haut zu verbrennen.
Inmitten dieses Chaos steht ein junger Mann mit dem Wunsch sein und das Leben aller anderen zu verbessern. Mit der Cloud fängt alles an.

So weit, so schön. Aufgeteilt in drei Perspektiven, von denen sich zwei regelmäßig abwechseln, erzählen Paxton, Zinnia und Wells ihre Geschichten.
Paxton, der zu Beginn etwas unbeholfen wirkte, sich aber immer mehr zum Vorzeigekandidaten mausert. Und Zinnia, die eiskalte, berechnende Frau, von der ich dachte, dass sie zumindest Feuer unterm Hintern hat.
Man kann dem Autor zugute halten, dass beide zumindest eine kleine Entwicklung durchmachen, sodass kein Stillstand herrscht.
Ich wünschte, ich könnte sagen, dass mich die Emotionen in der Story mitgerissen, dass sie mich an die Charaktere gefesselt haben, aber dem ist nicht so.
Gefühlsmäßig war das alles sehr flach, obwohl ich es teilweise genossen habe, von Zinnias Plänen oder Paxtons Zielen zu lesen.
Das lag aber mehr am lockeren, einfachen Schreibstil als an irgendetwas anderem.

Das Problem an der Sache ist, dass ich nun rückblickend nicht wirklich sagen kann, worauf die Geschichte hinauslaufen sollte. Es wird so viel über das Leben innerhalb der Cloud erzählt - und das System ist durchaus interessant - aber bis auf ein paar Drogendelikte, Pöbeleien und Widerstandskämpfern passiert einfach nichts.
Zinnia verfolgt ihren Auftrag, der spannend hätte sein können, wenn bis zum Schluss nicht alles so glatt verlaufen wäre.
Paxton trägt zwar Wut in sich, ist aber im Grunde genommen ein Weichei, das sich ein bequemliches Leben wünscht. Bis zu Seite 400 passiert fast nichts, was auch nur ansatzweise den Vermerk „aufwühlend“ verdient.
Natürlich hatte ich die ganze Zeit im Hinterkopf, was denn das Geheimnis von Cloud sein könnte. Und im Endeffekt ist es sogar ziemlich ähhmmm... überraschend gewesen.
Aber der Weg dorthin war einfach nur zäh.

Fazit:

Zum ersten Mal fehlen mir zu einem Buch fast die zusammenfassenden Worte.
Deshalb wiederhole ich mich einfach. Zäh. Flach. Unausgereift.
Keine Spannung vorhanden. Einzig der lockere Stil und meine Neugier trieben mich voran. Was macht Cloud als System so mächtig?
Ich kann leider weder die Antwort, noch das Buch empfehlen.

Bewertung:

⭐️⭐️ (2/5)

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