[Rezension]
Bloom
(Die Apokalypse beginnt
in deinem Garten)

März 31, 2020


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Kenneth Oppel - Bloom
(Die Apokalypse beginnt in deinem Garten)

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 25. März 2020
Verlag: Beltz & Gelberg
Seitenanzahl: 345 Seiten

Ebook: 15,99 € ; Print: 16,95 €
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Inhalt:

Nach einem starken Regenfall taucht überall schwarzes Gras auf, dessen Herkunft sich niemand erklären kann.
Schnell überwuchert es Felder und ganze Städte überall auf der Welt.
Die Menschen leiden unter heftigen Allergien, die Nahrungsmittelversorgung ist bedroht und schließlich greift das Gras Menschen direkt an.
Zur gleichen Zeit entdecken drei Jugendliche, dass gerade sie seit Beginn des Horrors ihre Allergien losgeworden sind – und ungeahnte Kräfte entwickeln.
Gibt es einen Zusammenhang zwischen ihnen und dem schwarzen Gras?

Meinung:

Ich wusste schon immer, das Pflanzen irgendwann die Weltherrschaft an sich reißen werden. Naja. Zumindest weiß ich es seit Bloom.
Und Bloom war ein riesiges Überraschungspaket. Megaaaa abgefahren.
Ich weiß gar nicht, wohin mit meiner Begeisterung.
Ich würde am liebsten mit so vielen Worten um mich schmeißen, aber ich darf nicht, weil das spoilern würde. Also muss ich mich zusammen reißen.

Es beginnt mit einem Prolog, der eine Szene beschreibt, die erst gegen Ende der Geschichte auftauchen wird. Normalerweise bin ich kein großer Fan von Prologen, weil die meistens verwirrend sind oder irgendwas vorweg nehmen, aber hier war ich doch eher angefixt als irgendetwas anderes.
Das Ganze spielt auf einer Insel irgendwo in Kanada.
Und obwohl alles aus der personellen Perspektive erzählt wird, konnte ich mich wunderbar in die Story fallen lassen.
Denn sie ist so anders, so neu, irgendwie cool und definitiv actionreich.
Eine Mischung aus Kinderbuch und Dystopie, aber im „erwachsenen Stil“.

Anaya, Seth und Petra gehen noch zur Schule.
Während Anaya und Petra einmal Freunde gewesen sind, ist Seth das, was man einen Außenseiter nennen würde. Allerdings muss ich es dem Autor hoch anrechnen, dass er hier keine einzige ausgeprägt Form von Mobbing verarbeitet hat.
Und das, obwohl die Protagonisten allerlei Grundlage dazu bieten, denn sie sind, jeder für sich, sehr speziell. Anaya ist gegen alles mögliche allergisch, hat Akne und Asthma.
Petra hat eine seltene Wasserallergie und Seth... tja, das müsst ihr selbst herausfinden. Nach einem heftigen Regenfall wird die Insel, aber auch der Rest der Welt, mit schwarzem, meterhohen Gras überwuchert.
Es lässt sich schwer schneiden, ist unheimlich robust und meist am nächsten Tag schon wieder da. Und an dieser Stelle beginnt der Kampf gegen das Unbekannte.

Was sich der Autor hier überlegt hat, ähnelt teilweise der aktuellen Corona-Situation, nur mit anderen Konsequenzen und Auslösern. Aber die Beklemmung bleibt die gleiche.
Die Atmosphäre ist angespannt, fast schon panisch, Krankenhäuser sind überfüllt, die Leute fürchten um ihre Existenzen.
Mittendrin die drei Jugendlichen, die schon früh merken, dass sie anders sind.
Dass sie nicht auf die Pollen reagieren. Dass sie Widerstand leisten können.
Und genau das tun sie auch.

Die Welt, die sich in „Bloom“ auftut ist erschreckend. Grausam und unheimlich.
Monsterpflanzen, Killersamen, Grünzeug, das dir nach dem Leben trachtet.
Kurz gesagt: Abgefaaaaahren. Ich feiere dieses Szenario.
Vor allem die Entwicklung der Handlung und der Charaktere.
Die drei Schüler sind nicht direkt die Ästhetischsten, zeigen aber, dass auch jemand Kleines ganz ganz groß werden kann. Ein bisschen wie Superhelden.
Aber auch die Umsetzung war grandios.
Ich wusste kaum, was mich erwartet und hinter jeder Ecke lauerte irgendetwas Neues.
Gefahren, Entdeckungen, Geheimnisse und der große Knall folgte natürlich auf dem Fuß.
Vor Spannung kaum auszuhalten. Für mich eindeutig filmreif.

Fazit:

„Bloom“ ist mal eine ganz andere Art der Apokalypse.
Wo man sonst nur von zerbombten Städten, neuen Systemen oder Zombieherden liest, die irgendetwas überfallen, übernehmen hier die Pflanzen die Kontrolle.
Auf eine Art und Weise, die beunruhigt, beängstigend ist und - bitte nicht falsch verstehen - total viel Spaß macht.
Die Charaktere sind erfrischend, die Handlung rasant, die Idee neu und packend - „Bloom“ ist als Gesamtpaket wahnsinnig lesenswert.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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