[Abbruchrezension]
Der letzte Magier
von Manhattan

Februar 23, 2020


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*
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Lisa Maxwell - Der letzte Magier von Manhattan

Genre: Urban Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 02. September 2019
Verlag: Droemer Knaur
Seitenanzahl: 576 Seiten

Ebook: 14,99 € ; Print: 16,99 €
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Inhalt:

Seit Jahrhunderten herrscht Krieg zwischen zwei Fraktionen von Magiern:
Während die einen sich dem mächtigen Orden Ortus Aurea angeschlossen haben, fristen die anderen ein Schatten-Dasein im Untergrund.
Zu ihnen gehört die junge Diebin Esta, die von ihrem Mentor ins New York des Jahres 1901 geschickt wird, um ein Buch zu stehlen, das als Waffe gegen den Orden dienen soll.
Esta schließt sich einer Gang von Magiern an, die wie sie den Orden bekämpfen.
Sie gewinnt deren Vertrauen und mehr – und weiß doch, dass sie jeden in der Vergangenheit betrügen muss, wenn sie die Zukunft retten will.
Eine junge Diebin, das New York der Gangs und Gaslaternen und ein uralter Krieg der Magier.

Meinung:

Ich bin mir ziemlich sicher, dass „Der letzte Magier von Manhattan“ ein ziemlich gutes Buch ist. Für die richtigen Leute.
Ich zähle mich jedoch nicht dazu, denn ich musste nach gut 200 Seiten aufgeben.
Es ist nicht so, dass das Thema nicht interessant oder das Setting nicht toll gewählt wäre.
Aber es konnte mich nicht wirklich packen, obwohl ich die Idee recht gut finde.

Im Grund genommen spielt das Buch nur in Manhattan und zwar in der heutigen Zeit und zu Beginn auch noch zwischen den Jahren 1900 und 1926.
Protagonistin Esta ist Trägerin von ursprünglicher Magie.
Sie hat die Fähigkeit die Zeit anzuhalten und ist dadurch eine hervorragende Diebin geworden. Unter Anleitung ihres Mentors und mithilfe diverser magischer Gegenstände reist sie in der Zeit umher, um wertvolle Artefakte zusammenzutragen.
Wichtigste Regel hierbei: Lass dich nicht vom Orden bei der Magieausübung erwischen, denn das hat ernste Konsequenzen für alle.
Natürlich bricht Esta diese Regel direkt zu Beginn - aus guten Gründen - und wird von ihrem Mentor in die Vergangenheit geschickt, um das in Ordnung zu bringen, indem sie das mächtigste, das mysteriöseste aller Artefakte an sich bringt:
Das Ars Arcana. Ein Buch voller Magie.
So weit, so schön.

Esta kam mir mit ihrer abgebrühten, toughen Art auch direkt sympathisch vor und die Idee mit magischen Fähigkeiten Gewinn zu machen, gefiel mir.
Eigentlich bin ich totaler Fan von Menschen, die in der Zeit umherreisen können und auch von den Zeiten an sich. Alles ein bisschen Oldschool, Vergangenheitsflair.
Männer dominieren, Zigarren, Magie ist verpönt und Kutschen rattern durch die Straßen.
Am Schreibstil der Autorin und ihrem Worldbuilding lag es schon mal nicht.
Aber ich hatte leider das Gefühl, dass viel zu viel erzählt wird, ohne, dass man in der Handlung wirklich voran kommt. Dadurch ging ein Großteil meiner anfänglichen Euphorie verloren und auch die Figuren, auf die Esta in der Vergangenheit trifft, konnten mich nicht ganz überzeugen.

Dem Stil nach zu urteilen, waren Dolph Saunders und Harte Darrigan für mich Männer Mitte 40, die ihr Leben schon gelebt und ihren Sitz darin gefunden haben.
Dieser Denkfehler stand mir beim Lesen die ganze Zeit im Weg, denn weder Esta noch Dolph noch Harte sind alt, sondern einfach schon mit gefühlten 15 erwachsen geworden und sie bringen demnach auch Erfahrung mit, die sie für mich alt klingen lässt.
Und anders als erwartet konnte mich der vergangene Flair, den die Autorin echt gut hinbekommen hat, nicht für sich einnehmen.
Es war mir ein wenig viel berechnendes Geplänkel unter „Gang“Bossen, zu wenig klare Fakten, actionreiche Schritte und die Handlung kam auch auf Seite 200 noch nicht richtig in Fahrt. Dabei bietet sie mit dem Konflikt Magier gegen Ordensverband und der Schwelle, die Manhattan umgibt, genug Potenzial für enorm viel Spannung.
Und ich bin mir sicher, dass die noch kommt, denn das Buch hat ja gute 600 Seiten.
Nur leider bin ich nicht mehr gewillt herauszufinden, was in der Geschichte steckt, denn auch emotional war das für mich ein Satz mit X.

Fazit:

Ich wiederhole mich gern: Ich bin mir sicher, dass die Autorin mit Esta und Manhattan eine großartige Geschichte erschaffen hat.
Aber sie passt absolut nicht in mein Beuteschema, obwohl der Inhalt eben dem entsprach. Sie punktet mit tollem Worldbuilding und einer magisch-diebischen Idee, die ich gefressen habe, aber wenn sich Handlung und Spannung so extrem langsam aufbauen, bin ich leider raus.

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4 Kommentare

  1. Danke für deine ehrliche Meinung.... Nur eine Frage..... Passiert wirklich so wenig? Nicht mal einige wenige uih-Momente?

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    Antworten
    1. Naja, ein paar uih Momente gibt es natürlich. Ist ja alles neu, aber für mich war’s halt viel zu wenig. X.x
      Das, was ich angesprochen habe - die Schwelle, Magier gegen Orden etc pp. Da hätte man auf den ersten 200 Seiten schon viel mehr draus machen müssen.

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  2. Hm... Okay das bedeutet für mich : Buch kommt in die Warteschleife. Wir beide haben fast identische Anforderungen in diesem Bereich und ich weiss ich kann mich bei dir auf deine Meinung verlassen... Ich da ke dir

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