[Rezension]
Vicious
(Das Böse in uns)

Dezember 05, 2019


Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*
Infos zum Buch / Werbung!

V. E. Schwab - Vicious
(Das Böse in uns)

Genre: Urban Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 27. November 2019
Verlag: Fischer Tor
Seitenanzahl: 400 Seiten

Ebook: 14,99 € ; Print: 16,99 €
Hier kaufen: Amazon | Verlag


Inhalt:

Victor Vale und Eli Ever wollen sterben. Allerdings nicht, um tot zu bleiben, sondern um mit außergewöhnlichen Fähigkeiten wieder aufzuerstehen.
Als junge, brillante Medizinstudenten wissen sie genau, was sie tun.
Sie planen das Experiment minutiös ­und haben Erfolg:
Beide kommen verwandelt wieder ins Leben zurück.
Eli entwickelt eine erstaunliche Regenerationskraft und wird praktisch unsterblich, Victor kann anderen Schmerz zufügen oder nehmen.
Was sie nicht unter Kontrolle haben, ist die Tragödie, die durch ihr Experiment ausgelöst wird. Denn Superkräfte allein machen keine Helden…

Meinung:

Eli Ever und Victor Vale. Klingen wie Superheldennamen aus Comics oder?
In gewisser Weise sind sie das auch. Mehr oder weniger, denn sie haben beide nach einem geglückten Experiment außerordentliche Fähigkeiten erhalten.
An sich ein Grund zur Freude. Doch wie heißt es so schön?
Alles kommt anders als man denkt.

Dieses Buch ist eine Naturgewalt. Für die meisten.
Denn allein schon von der Idee her, nämlich Wissenschaft und Fantasy zu verbinden, sozusagen Supermenschen zu erschaffen, ist die Story genial.
Auf 400 Seiten erzählt die Autorin die Geschichte von Eli, Victor, Sydney, Serena und Mitch. Mehr Charaktere gibt es in der eingeengten Welt von Vicious nicht.
Dabei wechseln sich die Kapitel zeitlich ab, um auch genügend Hintergrundinformationen zu bieten.
Victor und Eli sind seit ein paar Jahren befreundet, als sie die Themen ihrer Abschlussarbeiten festlegen und dabei auf Menschen mit extraordinären Fähigkeiten stoßen. Sie rekapitulieren, suchen nach Daten, Fakten und Erklärungen und schlussendlich haben sie Erfolg.

Die Geschichte wird hauptsächlich in der personellen Perspektive aus Victors Sicht erzählt. Ich mag Victor. Das ist eine schlichte Feststellung.
Während ich Eli aufgrund seines leichten Gotteskomplexes nicht leiden kann.
Anfänglich vielleicht, aber nach seinem Beinah-Tod nicht mehr.
Und deshalb konnte ich Victors Geltungsdrang und seinen Wunsch nach Rache wunderbar nachvollziehen. Was unter anderem auch am Schreibstil lag.
Denn der lässt sich nicht nur richtig gut lesen - bei so vielen Seiten ungemein wichtig - sondern schafft durch die vielen Details, die zumindest den Eindruck von emotionaler Verbundenheit hinterlassen haben, eine dunkel, düstere Atmosphäre.
Ich hatte während des Lesens manchmal das Gefühl, als atme die Geschichte Schatten aus. Es war schon leicht drückend. Aber dennoch geil.

Was ich jedoch nicht ganz so geil fand - das ergibt sich leider auch aus den vielen Details - das Buch hatte einige Längen. Stellen, an denen ich dachte „Okay, wir arbeiten auf den großen Showdown hin und ich verstehe ja, dass das so intensiv wie möglich werden sollte, aber können wir das nicht ein bisschen beschleunigen?“
Vor allem in Bezug auf Elis Werdegang als großer Held oder Mitchs Vergangenheit im Knast, hätte ich mir das etwas kürzer gewünscht.
Nichtsdestotrotz verleiht das den Charakteren Tiefe und auch das ist ein Pluspunkt.

Und auch auf die Gefahr hin jetzt gesteinigt zu werden, ich mochte vieles an „Vicious“, aber sonderlich spannend war es nicht.
Also, aufregend und fesselnd aufgrund der verschiedenen Fähigkeiten von Victor, Eli und Co und den vielen Möglichkeiten, die sich daraus ergeben.
Aber Spannungshöhepunkte habe ich nicht oft gefunden. Würde ich das in einer Linie ausdrücken, wäre es eine langsam ansteigende Kurve nach oben.
Das Ende war prickelnd. Der Rest hat eher eine Art morbide Faszination ausgeübt.

Fazit:

Wenn „Vicious“ eins ist, dann anders.
Mit Protagonisten, die sich eher mit sich selbst, als mit ihrem Umfeld beschäftigen und dementsprechend auch ihre Prioritäten setzen - und das in einer Art, naja, „Supermenschen“ Roman.
Der leichte Wahnsinn, der der Geschichte zugrunde liegt, haucht Victor und Eli einen gewissen Grad an Selbstüberschätzung ein. Alle wirken leicht strange und auch wenn die Story für mich nicht ganz rund geschliffen war und die Spannung sich etwas hinzog, so wurde ich durch das Drumherum doch bestens unterhalten.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

Das könnte dir auch gefallen...

0 Kommentare

Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars werden personenbezogene Daten gespeichert, nämlich Name, E-Mail Adresse und IP. Durch das Absenden des Kommentares erklärt sich der Nutzer hiermit einverstanden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung: https://ausdemlebeneinerbuechersuechtigen.blogspot.de/p/datenschutz-rechtliches.html

Beliebte Beiträge

Subscribe