[Rezension]
Alabasterball
(Der Fluch der letzten Küsse)

Dezember 04, 2019


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Beatrix Gurian - Alabasterball
(Der Fluch der letzten Küsse)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 23. September 2019
Verlag: Arena Verlag
Seitenanzahl: 344 Seiten

Ebook: 13,99 € ; Print: 18,00 €
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Inhalt:

Sechs Tänzer gehen auf den Ball ihrer Träume.
Fünf haben die Chance auf das große Glück.
Einer bezahlt dafür mit seinem Leben …

Als Amy die Einladung für den sagenumwobenen Alabasterball in den Händen hält, glaubt sie, ihrem Ziel einen Schritt näher zu sein. Sie möchte Ballkönigin werden.
Vor allem aber muss sie dort, auf der abgelegenen Insel Kallystoga, ihre Schwester finden, die vor einem Jahr an der märchenhaften Ballnacht teilnahm - und nie wieder zurückkam …

Um die Nacht des Alabastermondes ranken sich zahllose Legenden:
Nur sechs Auserwählte werden zur Insel Kallystoga in Thousand Island Pond geladen - drei Mädchen und drei junge Männer.
Zusammen mit der Einladung erhalten sie traumhafte Ballkleider, schicke Anzüge und ein Flugticket auf die einsame Insel. Glänzende Ballsäle, rauschende Kleider, mitreißende Musik - es gibt nichts Vergleichbares auf der Welt!
Dass ausgerechnet sie, die schüchterne Amy, an dem Märchenball teilnehmen darf, erscheint ihr wie ein einziger Traum, und voller Erwartungen und mit sehnsüchtigem Herzen macht sie sich auf den Weg nach Kallystoga.

Tief in ihrem Inneren ahnt Amy jedoch, dass der Alabasterball ihr Leben für immer verändern könnte - und möglicherweise tödliche Gefahren birgt:
Für sie, für ihre fünf Mitstreiter - und womöglich auch für ihre Schwester, die Amy immer wieder auf der Insel zu hören glaubt …
Mit jedem Tanz, den Amy auf Kallystoga tanzt, deckt sie ein neues Geheimnis auf.
Ein Geheimnis, das nicht nur den Ball selbst infrage stellt, sondern auch ihre Gefühle zu dem attraktiven Matt, der ihr Herz wie kein anderer zum Schmelzen bringt …

Meinung:

Ein Märchenball und dunkle Geheimnisse.
Was ich mir von Alabasterball erwartet habe?
Nun, zumindest nicht das, was die Geschichte ausmacht.
Irgendwie ging ich davon aus, dass es ins Romantasygenre gehört, aber
Fehlanzeige. Amy und Sunny sind ganz normale Teenager.
Sunny, eine unverbesserliche, neugierige Träumerin und Amy eine ehrgeizige Realistin, bis zu dem Tag, an dem sie eine Einladung zum Alabasterball bekommt.

Die Geschichte wird aus Amys Sicht in der personellen Perspektive erzählt.
Sie ist aufgeteilt in verschiedene Zeitabschnitte - Stunden, Tage, Wochen vor dem Ball, um so eine gewisse Spannung zu erzeugen. Und das ging auch relativ gut - zumindest bis zum großen Knall, der Enthüllung schlechthin - mit der ich niemals gerechnet habe.
Danach, muss ich gestehen, haben sich die Ereignisse für meinen Geschmack etwas überschlagen. Das Ende kam mir zu abrupt.
Hier hätte ich mir ein wenig mehr Drama und Informationen gewünscht.
Aber ich greife vor.

Obwohl es im Klappentext so ausgelegt ist, als würde Amy sich auf den Alabasterball freuen, ist das nicht die ganze Wahrheit.
Amy hatte sich gefreut... als sie eingeladen wurde. Ein Jahr später jedoch sieht das etwas anders aus, denn jetzt gilt es hauptsächlich ihre Schwester zu finden.
Unter falschen Umständen schleicht sie sich in die illustre Gesellschaft auf Kallystoga ein und gerät in einen Strudel aus Magie, Lügen, Täuschungen und einem Jahrhunderte alten Fluch.

Dafür, dass diese Buch ein Einzelband ist, erhält der Leser (bis auf das Ende) erstaunlich viele Informationen. Es sind die kleinen Details, die all das lebendig machen und der Geschichte einen dunklen atmosphärischen Touch verleihen.
Auf Kallystoga gibt es Challenges, bei denen ich dachte, die tanzen sich die Füße wund.
Oder verlieren die Geduld. Ihre Haltung, ihre Manieren.
Alles wirkt auf mich super undurchsichtig, geheimnisvoll, fast mystisch.
Und Amy mit ihrer zweiten Identität mitten drin.
Das Geschwisterduo war mir auf Anhieb sympathisch, auch wenn man nicht viel von Sunny erfährt, da sie ja die Opferrolle übernimmt.

Doch auch die anderen Kandidaten waren wieder Erwarten sehr vielschichtig.
In ihren Träumen, Wünschen und Hoffnungen. Ob Zicke, Naturfreak, Surfer oder Waise, es war von allem etwas dabei.
Bis kurz vor Schluss konnte man nicht sagen, wer wo mit drin steckte, wer welches Spielchen spielte und was das alles mit dem Alabastermond zu tun hat.
Hinzu kommt ein wirklich wunderschönes Setting - eine einsame Insel, ein Schloss, weitläufige Gärten und Ballsäle, die die Vergangenheit zum Leben erwecken.
Bis auf ein paar Kleinigkeiten - überraschend rund.

Fazit:

So wenig ich von „Alabasterball“ erwartet hatte, muss ich doch gestehen, dass es wunderbar düster, magisch und fesselnd ist. Und obwohl sich gegen Ende die Ereignisse überschlagen, hatte ich doch meinen Spaß an der Geschichte.
Es ist ein Lesegenuss für Mythenliebhaber, für Geheimnisentdecker, Tänzer, Träumer und obendrein gibt es auch noch überraschende Wendungen.
Einzig ein paar Emotionen bleiben - aufgrund der Perspektive - auf der Stecke, aber spannend ist es allemal.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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