[Rezension]
Der Eindringling

November 11, 2019


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Laura Benedict - Der Eindringling

Genre: Thriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 01. Oktober 2019
Verlag: Droemer Knaur
Seitenanzahl: 448 Seiten

Ebook: 12,99 € ; Print: 14,99 €
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Inhalt:

Die Schlösser ausgewechselt, ein Fremder im eigenen Haus, der behauptet, es von ihr selbst gemietet zu haben: Was wie ein böser Streich mit versteckter Kamera klingt, ist für Kimber Hannon erst der Beginn eines Albtraums.
Denn bevor er sie von der Polizei vor ihrem eigenen Haus abführen lässt, zischt der Fremde Kimber etwas ins Ohr, das nur eines bedeuten kann:
Er weiß etwas, das niemand sonst weiß.
Etwas, das Kimber seit 25 Jahren zu vergessen versucht.
Dann soll sie plötzlich Geld vom Firmenkonto unterschlagen haben, und kurz darauf kommt die Nachbarin, die Kimber gebeten hatte, ein Auge auf ihr Haus zu haben, bei einem schweren Sturz ums Leben. Es wird nicht der einzige Unfall bleiben …
Wenn Kimber diesem Albtraum lebend entkommen will, bleibt ihr nur eins:
sich einer schmerzhaften Wahrheit zu stellen.

Meinung:

Du kommst nach ein paar Tagen Urlaub nach Hause und dein Schlüssel passt nicht mehr ins Schloss. Es ist jemand in deinem Haus, der da nicht hingehört.
Du hast keine Ahnung wer und warum und was da jetzt überhaupt los ist.
Gruselige Vorstellung. Und der Grund, warum ich unbedingt dieses Buch lesen musste.
Leider stellte sich schnell Ernüchterung ein.

Kimber, die Protagonistin, war mir nicht direkt unsympathisch, das kleckerte sich vielmehr im Laufe der Handlung zusammen. Der Schreibstil tat dabei sein Übriges.
Es fällt mir ausnahmsweise mal schwer das zu beschreiben. Erzählt wird aus der Er/Sie Perspektive und alles wird irgendwie sehr nüchtern abgehandelt.
Emotionen kommen keine auf, dabei ist das Thema schon brisant und könnte eine angespannte Atmosphäre vermitteln. Könnte. Habe ich bis kurz vor Schluss vermisst, auch wenn es dann nochmal angezogen hat.
Im Allgemeinen kann ich feststellen, dass diese Geschichte gut und gerne 100 Seiten kürzer hätte sein können. Aber erstmal von vorn.

Kimber wohnt alleine in einem schönen Haus mit einer nervigen Nachbarin - aber die gibt’s ja immer. Sie arbeitet in einer Art Agentur, bei der sie oftmals mit Zahlen jonglieren muss, hat eine zickige, hochnäsige Chefin, eine Freundin, die sie aber auch belügt und ist generell ziemlich unstet in ihrem Charakter. Zwischendurch gibt es kurze Episoden aus der Vergangenheit ihrer Schwester Michelle, die kein gutes Licht auf Kimber werfen, aber mit der Story in Verbindung stehen - eine Verbindung, die ich schon ziemlich früh gecheckt habe. Ein Psychothriller war das in meinen Augen nicht.

Und auch Kimbers restliches Leben konnte mich nicht wirklich mitreißen.
Weder ihr Familien-, noch ihr Männerdrama mit ihren Verflossenen.
Troy und Shaun waren mir, neben Hadley und Diana noch am sympathischsten von den Nebencharakteren - mit Gabriel, Kimbers Anwalt und dem Rest der Figuren konnte ich kaum etwas anfangen. Sie wirkten flach, brachten wenig Gefühle mit sich und Authentizität habe ich vergeblich gesucht.
Genauso wie Spannungselemente, die ich in einem solchen Thriller schon erwarte.
Der große Unbekannte, der ins Haus eingedrungen ist war zwar mysteriös, aber dass er mit Kimbers Vergangenheit in Kontakt steht, sagt ja schon der Klappentext aus.
Der zweite Punkt, die Nachbarin, wurde ebenfalls vorweg genommen.
Viel mehr Spannungshöhepunkt gab es - vom Ende mal abgesehen - einfach nicht.
Da war kein Miträtseln, welches Geheimnis die Protagonistin verbarg.
Kein Zittern, was als Nächstes passiert. Einzig das Ende war sehr überraschend, ein Plottwist, mit dem ich nicht gerechnet habe.
Doch der Weg da hin war mir persönlich viel zu langatmig.

Fazit:

Es hätte alles so schön werden können.
Wenn Kimber sympathischer gewesen wäre. Wenn sie mehr Tiefe gehabt hätte.
Wenn das Familiendrama... nunja, dramatischer gewesen und der Handlungsverlauf kürzer und knackiger gewesen wäre. Wenn irgendwo, irgendwie Spannung aufgekommen wäre. Oder generell irgendeine Emotion.
Nicht mal der kleine Wauzi konnte mich für sich gewinnen, obwohl ich Tiere in Büchern als sehr angenehm empfinde. Für einen Thriller war das viel zu wenig.
Das Ende hat dann noch ein bisschen was gerettet, für den Rest gibt’s allerdings keine Empfehlung.

Bewertung:

⭐️⭐️💫 (2,5/5)

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