[Rezension]
The Black Coats
(...denn wir vergeben
keine Schuld)

November 14, 2019


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Colleen Oakes - The Black Coats
(...denn wir vergeben keine Schuld)

Genre: Thriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 15. August 2019
Verlag: Beltz & Gelberg
Seitenanzahl: 397 Seiten

Ebook: 15,99 € ; Print: 16,95 €
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Inhalt:

Die Frauen des mysteriösen Geheimbundes »Black Coats« haben sich geschworen, gewalttätigen Männern eine Lektion zu erteilen.
Als Thea eine Einladung erhält, sieht sie endlich ihre Chance gekommen, sich am Mörder ihrer Cousine zu rächen. Doch die Vergeltungsaktionen eskalieren und Thea zweifelt am Sinn ihrer Mission: Sorgt Rache wirklich für Gerechtigkeit?
Kann sie noch aussteigen – oder ist es längst zu spät?

Meinung:

In Rache sind wir eins.
Das ist der erste Satz, der mir zu „The Black Coats“ einfällt.
Und er beschreibt fast hervorragend die Grundidee der Geschichte.
Es ist heutzutage ein offenes Geheimnis, wie viele Menschen ungestraft mit abscheulichen und brutalen Taten davon kommen.
Vielleicht gerade mal ein Drittel wird gefasst und bestraft.
Oftmals wird der Gerechtigkeit mit der Strafe sogar noch weniger geholfen.
Daher ist das Szenario der „Black Coats“, das sich mit dem Thema organisierter Selbstjustiz beschäftigt, gar nicht mal so abwegig.

Thea Soloman ist Highschoolschülerin und hat vor kurzer Zeit einen herben Verlust erlitten. Ihre Cousine wurde ermordet und der Täter war, aufgrund mangelnder Beweislage, noch immer auf freiem Fuß. Was das mit dem Mädchen anstellte, brauche ich niemandem zu sagen.
Doch das Leben geht weiter und Thea versuchte sich an Normalität.
Bis sie eines Tages eine Einladung, eigentlich eine Questaufforderung erhält und dieser nach geht. Bei den Black Coats angekommen ist nichts mehr, wie es vorher war und Theas Leben steht Kopf.

Eine wirklich coole Idee und dazu auch noch relativ gut umgesetzt.
Die Black Coats sind eine Frauenrechtsorganisation, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, Verbrecher zur Rechenschaft zu ziehen.
Mit Kampfsport, Ausdauer und Gruppentraining bereiten sie sich auf ihre „Balancings“, wie sie es nennen, vor. Und die folgen bald Schlag auf Schlag.
An dieser Stelle mein erster Kritikpunkt: So ausgeklügelt ich das System auch finde, ein bisschen mehr Tiefe und Action hätten den Black Coats nicht geschadet.
Vor allem bei ihren Aufträgen.

Der Schreibstil der Autorin ist einfach gehalten, liest sich dafür natürlich super schnell und auch das Setting ist nicht groß ausgebaut, sondern bewegt sich im Rahmen einer Kleinstadt. Obwohl die Geschichte in der personellen Perspektive verfasst ist, konnte ich mich relativ gut in Thea hineinversetzen, wenn auch nicht auf tiefergehender Ebene. Atmosphärisch schwankt das Ganze zwischen Thriller, Jugendroman und Ratgeber mit erhobenem Zeigefinger.
Ganz gefesselt hat mich die Geschichte nicht, aber wer zwischendurch ein bisschen Moralapostel spielen will und ein wenig Nervenkitzel braucht, der ist mit den Black Coats gut beraten.

Fazit:

Die meisten Menschen lernen schon als Kind, dass Selbstjustiz nicht immer gut ist. Gesetzlich sogar verboten. Und doch können wir uns bei manchen Verbrechen nicht gegen den Gedanken wehren, die Sache selbst in die Hand zu nehmen.
Mit authentischen Charakteren, einem spannenden, wenn auch nicht ganz ausgereiften Plot und einem vielfältigen Handlungsverlauf, zeigt die Autorin auf, was passiert, wenn der Durst nach Rache und Gerechtigkeit Überhand nimmt.
Eine tolle Lektüre für Zwischendurch.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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