[Rezension]
Cassardim
(Jenseits der goldenen Brücke)

Oktober 24, 2019

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Julia Dippel - Cassardim
(Jenseits der goldenen Brücke)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 17. Oktober 2019
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag
Seitenanzahl: 528 Seiten

Ebook: 13,99 € ; Print: 17,00 €
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Inhalt:

Amaia ist gerade sechzehn geworden – zum achten Mal.
Warum ihre Familie so langsam altert und warum sie keinem ihrer fünf Geschwister ähnelt, möchte Amaia unbedingt herausfinden, aber ihre Eltern tun alles, um dieses Familiengeheimnis zu wahren – ständige Umzüge, strenge Regeln und Gedankenkontrolle inklusive.
Amaia sieht ihre Chance gekommen, als ihre älteren Brüder eines Tages einen Gefangenen mit nach Hause bringen: den geheimnisvollen wie gefährlichen Noár, der ebenso wenig menschlich ist wie sie.
Doch dann wird Amaias Familie angegriffen und plötzlich ist Noár ihre letzte Hoffnung:
Er verlässt mit ihnen die Menschenwelt und bringt sie nach Cassardim, ins Reich der Toten, wo Amaia zwischen Intrigen, Armeen, lebendig gewordenen Landschaften, unwirklichen Kreaturen und mächtigen Fürstenhäusern endlich ihre Antworten findet – und ihr Herz verliert.

Meinung:

Endlich mal was Anderes!
Etwas Aufregendes, Gefährliches, abenteuermäßig Schönes!
Dunkelheit, Sarkasmus, ein enorm genialer Weltenaufbau, authentische Charaktere, Überraschungen an jeder Ecke und eine wahnsinnig sympathische Protagonistin.
Während ich mit Izara so meine Schwierigkeiten hatte, feiere ich Cassardim - trotz des nicht so ansprechenden Covers - sehr, sehr hart!

Booom, ich finde eigentlich kaum Worte, die dieser vielschichtigen Fantasywelt gerecht werden. Cassardim ist ein Highlight. Rasant und langsam.
Einnehmend und fesselnd. Liebens- und hassenswürdig.
Es vereint so viele Extreme in sich, das aufzuzählen würde viel zu lange dauern.
Knapp 530 Seiten reiner Lesegenuss. Mjamm!

Amaia lebt mit ihrer Familie zu Beginn in Lyon, Frankreich, obwohl sie gefühlt schon die halbe Welt kennt. Sie altert nicht wie normale Menschen, hat schon die absurdesten Theorien aufgestellt, warum das so ist und ist der Wahrheit nicht einmal ansatzweise nahe gekommen.
Zwischen Chaoswirbeln, die nach ihr greifen und anderen Gefahren, denen sie entkommen muss, versucht sie ein ganz normales Leben zu führen... und scheitert kläglich. Und hier möchte ich auch gar nicht mehr dazu sagen, denn das Abenteuer beginnt nicht erst, als Noár sie ins Reich der Toten entführt. Man wird direkt zu Beginn in die Geschichte hineingezogen und ich konnte mich wirklich nur sehr schwer von den Seiten lösen.
Was die Autorin hier geschaffen hat, ist für mich atemberaubend.

Angefangen bei meiner heiß geliebten Ich Perspektive, die einem alles so nah bringt, einen jede Emotion in doppelter Dosis spüren lässt - jeden Zweifel, jede Wut, jedes positive Gefühl.
Dazu kommt ein Schreibstil, den man nicht in Worte fassen kann.
Abgedreht, auf den Punkt, sensationell!
Ich bin verliebt. Auch, weil es eine Karte gibt.
Eine Übersicht, die alles noch greifbarer macht.

Ich weiß wirklich nicht, was ich hier großartig erzählen soll.
Ihr müsst Amaia und ihre Geschwister einfach kennenlernen. Jeder für sich birgt eine gewisse Tiefe, die passend genug ist, um meine innere Kritikerin zu befriedigen.
Der kleine Moe, den ich sofort ins Herz geschlossen habe.
Nick und Adam, die mir schon wie große Brüder vorkamen, die man anhimmeln kann.
Annie, Jenny und Zoey. Und allen voran Noár, der wunderbar undurchsichtig bleibt.
Geheimnisvoll, mystisch, brandheiß, gefährlich, aber auch so verdammt anziehend!
Genau wie ich das mag. Und Gott sei’s gedankt, dass die Autorin seinen Charakter nicht herunterspielt, ihn Regeln brechen lässt, ihn verweichlicht.
Noár spielt seine Rolle hervorragend.

Das Reich der Toten. Cassardim. Lasst es euch nicht entgehen.
Die gesamte Handlung ist von vorne bis hinten spannend, packend, an jeder Ecke gibt es etwas zu sehen, zu hören und Zeit für eigene Gedanken bleibt kaum, weil man so in den Niemandslanden versunken ist, Amaia durch die Fährstadt begleitet oder mit den anderen Völkersymbole erkundet.
ES IST GROSSARTIG!

Fazit:

Cassardim ist eine rasante, unglaubliche und einmalige Fantasygeschichte, die man sich nicht entgehen lassen darf und sollte!
Man schwankt zwischen Adrenalin und Glückshormonen hin und her, von Entzücken, Herzschmerz über Tragik bis hin zu herzhaften Lachern ist alles dabei.
Ob Machtspielchen, emotionsgeladene Wortgefechte, geplante Putschversuche, Strategien, Freundschaften, wundersame Wesen, gewogener Humor, authentische Charaktere, Geister, Gier, sprechende Berge, höfische Etikette oder Lügen auf höchstem Niveau - Cassardim hat alles was eine geniale Geschichte braucht.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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