[Rezension]
Awakening
(Terra #1)

August 28, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

Vorabveröffentlichung mit Erlaubnis des Verlages.

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Jennifer Alice Jager - Awakening
(Terra #1)

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 23. September 2019
Verlag: Arena Verlag
Seitenanzahl: 256 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 12,00 €
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Inhalt:

Nur vier Jugendliche können das Ende der Menschheit und den drohenden Untergang noch verhindern. Der nervenzerfetzende Auftakt  der gewaltigen Endzeitreihe über den Kampf von Mensch gegen Natur.

Naturkatastrophen wüten auf der ganzen Welt.
In Addys Heimatstadt Orsett zerstören Pflanzen alles und jeden, der ihnen in die Quere kommt.
Auf der Suche nach der Ursache trifft Addy einen Jungen, in dessen Nähe die Natur noch viel verrückter zu spielen scheint. Was er ihr offenbart, ist noch schlimmer als das, was die Pflanzen ihrer Heimatstadt angetan haben. Denn dies war erst der Anfang.
Terra Mater, die Erde selbst,  will dem Tun der Menschen ein Ende setzen und eine bessere Welt erschaffen - ohne sie. Ihr erstes Ziel: die Kraftwerke des Energiekonzerns Elekreen.
Dazwischen: Millionen von Menschen, die sie bereit ist zu opfern.
Nach einer Vision ahnt Addy: Das Schicksal der Welt liegt in ihren Händen und in denen von drei anderen Jugendlichen, von denen sie ganze Kontinente trennen.

Meinung:

Die junge Addy Maxwell aus England hat ein Problem:
Sie fühlt sich eingeengt, droht zu ersticken, erschaudert unter der Last von Londons Großstadttrubel, traut sich nicht mehr aus dem Haus, als der Park in der Nähe ihrer Wohnung abgeholzt wird.
Es ist, als würde sie die Pein und Schmerzen der Pflanzen um sie herum absorbieren.
Erst, als sie mit ihrer Mutter ins nahe gelegene Örtchen Orsett zieht, scheint sich das Drama in Luft aufzulösen. Jedoch nicht für lang, denn kurze Zeit später beginnt die Katastrophe.
Bomben über London, ein Urwald in Orsett, Pflanzen, die sich durch die Straßen wälzen und alles plätten, was ihnen in den Weg kommt. Ihr Ziel? Addy hat keine Ahnung. Noch nicht.

Der Auftakt der vierbändigen Reihe „Awakening“ klingt nach einer vielversprechenden Dystopie.
Vier Jugendliche gegen den Rest der Welt. Und die Idee ist wirklich großartig.
Nur die Umsetzung, die konnte mich nicht so ganz überzeugen. Der Schreibstil der Autorin lässt sich flüssig lesen, er ist für meinen Geschmack allerdings nicht bildhaft genug.
Die Bilder formen sich nur bruchstückhaft und hier und da kam gar nichts an.
Ebenso bei den Protagonisten. Was sie erleben und durchmachen müssen ist tragisch. Addys Weg ist sogar gesäumt von Verleumdung, Angst, Tragik, Überraschung und mehr. Doch die Emotionen haben leider nicht aus dem Buch heraus gefunden, sonst wäre das ein geniales Leseerlebnis geworden.

Erzählt wird in der personellen Perspektive aus Sicht der vier Charaktere Addy, Younes, Ayumi und Liam. Zeitlich bewegt man sich im Rahmen von drei Tagen.
Alles beginnt an „Point Zero“ sozusagen und erfasst im Stundentakt fast die gesamte Welt.
Ein Schuldiger ist in Addys Augen schnell gefunden, aber um ehrlich zu sein, war mir das Ganze noch ein bisschen zu harmlos abgewickelt.
Klar, die Protagonisten sind jung und können im ersten Band noch nicht viel tun, in dem es ja hauptsächlich um Addys Gebiet geht, aber ich hätte mir einfach mehr Initiative gewünscht.
Mehr Kampfgeist, ein paar mehr dystopische Elemente. Das alles kam mir sehr gepresst vor, trotz der zeitlichen Spanne.

Das Thema Umwelt und Zerstörung ist ja aktueller denn je, deshalb finde ich die Idee einer Erde, die sich wehrt, echt toll. Ich kann mir auch sehr gut vorstellen, dass irgendwann einmal Städte unter Moos begraben liegen, Bäume an unmöglichen Orten sprießen und die Luft klarer, reiner, schöner wird.
Doch wenn die Natur eins braucht, dann ist es Zeit und die hat sie hier nicht.
Die Menschen wollen bekämpft werden und es wird im Schnellverfahren vorgespult.
Das bringt natürlich eine gewisse Spannung mit sich, denn man weiß nie, was als nächstes passiert. Durch die fehlende emotionale Verbindung zu den Protagonisten ist es jedoch schwierig mit dem dafür nötigen Entsetzen an die verschiedenen Situationen zu gehen.
Und das wiederum hat zur Folge, dass ich die Geschichte zwar gelesen, aber nicht gelebt habe und über die Spannungshöhepunkte, die das Buch definitiv hat, einfach hinweggeflogen bin.

Nichtsdestotrotz machen die verschiedenen Perspektiven neugierig und gerade die von Younes und Ayumi bieten noch einiges an Potenzial.
Ich werde die Reihe definitiv weiter verfolgen und hoffe, dass es sich noch ein wenig bessert und endzeitliche Stimmung aufkommt.

Fazit:

Mit dieser Geschichte ist es wie mit einer Seedbomb, die man an einen beliebigen Ort wirft, der aufgegrünt werden soll.
Die Natur platzt auf, sät ihre Samen und das in atemberaubender Geschwindigkeit.
Leider bleiben die Emotionen dabei auf der Strecke und auch ein paar mehr Hintergrundinformationen zur besagten Naturfront - die natürlich eine Überraschung in petto hat - wären schön gewesen. Die Protagonisten sind jung, was man ihrem Handeln und Tun auch anmerkt, trotzdem konnten sie mich - in Verbindung mit der Idee - einigermaßen fesseln.
Ein Auftakt mit viel Luft nach oben.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5) ⬇️
(3 Sterne auf den gängigen Portalen)

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