[Rezension]
Project Jane
(Ein Wort verändert
die Welt)

Juli 30, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Lynette Noni - Project Jane
(Ein Wort verändert die Welt)

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 22. Juli 2019
Verlag: Verlagsgruppe Oetinger
Seitenanzahl: 352 Seiten

Ebook: 9,99 € ; Print: 14,00 €
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Inhalt:

Ein Wort ist der Anfang. Oder das Ende.
Sie nennen sie Jane Doe, und sie spricht nicht.
Egal, was sie mit ihr anstellen, dort in der geheimen Forschungsanstalt Lengard.
Denn ein Wort von Jane kann den Lauf der Welt verändern.
Und so schweigt sie. Bis der geheimnisvolle Landon Ward ihr Vertrauen gewinnt.
Vorsichtig öffnet sich Jane, doch sie muss schnell erkennen, dass ihre Fähigkeiten der Schlüssel zu einem finsteren Plan sind.

Meinung:

Was für eine geile Scheiße!
Project Jane ist, zumindest für mich, neu, einzigartig umgesetzt und ich lechze jetzt schon nach mehr. Mehr Worten, mehr Kampf, mehr von dieser unglaublichen Atmosphäre, die im Verlauf der Handlung herrscht.

Ich gestehe, ich hatte zu Beginn überhaupt keine Ahnung, was die Autorin da von mir wollte.
Man erwacht als Leser mit „Jane Doe“, Subjekt Sechs-Acht-Vier und erlebt aus ihrer Sicht einen unheimlich eintönigen Tagesablauf. Vergleichbar mit Insassen eines Gefängnis.
Aufstehen, fünf Minuten Toilettengang, Frühstück, Tests, Ausdauertraining, Psychogespräche, zwischendurch Essen, auf den Körper abgestimmte, absolut nicht stimulierende Mahlzeiten, Untersuchungen, Schlaf. Tag ein, Tag aus. Seit zweieinhalb Jahren.
Das ist Lengard. Und Lengard hat sich „Jane Doe“ einverleibt.
Wieso, weshalb und warum, das konnte ich auf den ersten 100 Seiten kaum sagen und deswegen konnte mich die Handlung auch nicht ganz fesseln.

Versteht mich nicht falsch, die Eintönigkeit von Janes Leben wird durch ihr Schweigen zuerst noch verstärkt. Ich habe nicht verstanden wieso und es war wie ein innerer Drang, ins Buch zu kriechen und ihr endlich ein paar Worte zu entlocken. „Sag doch endlich was! Du hast doch eine Stimme!
Lass dir das doch nicht antun“ hat es in meinem Kopf geschrien und zeitgleich habe ich Jane für ihre Entschlossenheit und ihr Durchhaltevermögen bewundert.
Nachdem ich dann die Hintergründe kannte, sogar noch mehr.

„Worte verlangen Respekt. Sie sind wunderschön und schrecklich.
Sie sind Gabe und Fluch. Ich werde niemals vergessen, was Worte anrichten können.
Denn Worte haben mich alles gekostet.“

(Seite 156)

Der Schreibstil der Autorin ist richtig, richtig gut.
Verständlich, obwohl er komplex wirkt. Leicht zu lesen, obwohl er zeitgleich so viel verbildlicht.
Die Ich Perspektive erleichtert den Zugang zu Jane ungemein und ich konnte ihre Gedanken und ihre Zweifel gut nachvollziehen. An manchen Stellen hat die emotionale Verbindung etwas gewackelt, doch in den einsamen, stummen Stunden, war ich voll bei ihr.
Was unter anderem auch daran lag, dass ich ihrem Geheimnis, zumindest bis es mit einem Knall ans Licht kommt, in den dunklen Stunden ziemlich nahe kam.

Und dieser Knall, die Kernessenz dieser Geschichte, der ist gewaltig.
Alleine die Idee, die dahinter steckt, die vielen Möglichkeiten, die sich dadurch ergeben, das unglaublich große Potenzial, das sich vor mir ausgebreitet hat, alleine das schon, reichte aus, um mir die Synapsen durchzubrennen.
„Abgefahren. Mega. Oh mein Gott. WTF. Heilige Scheiße. Was für eine Macht. Was für eine Gefahr!“ - um nur ein paar meiner Gedanken zum Ausdruck zu bringen, ohne euch zu spoilern.

Neben diesem genialen Hintergrund, warum Jane ihre Zeit in Lengard verbringt, sind auch die Charaktere, mit denen sie in Kontakt kommt, wirklich toll aufgebaut.
Der charismatisch Ward, der Sunnyboy Enzo, der Wirbelwind Cami, der „große Bruder“ Kael... sie alle sind auf ihre Art und Weise authentisch und einzigartig und durchweg sympathisch. Situationsbedingt natürlich.
Während Jane also nach und nach hinter die Geheimnisse von Lengard kommt, ihre Mauer Stück für Stück bröckelt und sie Bande knüpft, von denen sie nicht weiß, ob sie gut sind, habe ich die Geschichte förmlich inhaliert und bin vollends begeistert von der Spannungskurve, von den überraschenden Wendungen, von der Vielfalt und dem Setting.

Fazit:

„Project Jane“ mag einige Ansätze haben, die man schon aus unzähligen anderen Fantasy/Dystopiewerken kennen könnte.
Doch für mich ist die Geschichte so neu und fesselnd, dass ich die getrost hinten an stellen kann.
Andersartige und hinreißende Protagonisten bestimmen den Verlauf, die Ungewissheit umschließt das Buch wie schützende Arme, die Worte bannen den Blick aufs Papier. Jane mag zwar schweigen, doch ihre Taten hallen laut durch die Stille. Reich an Action und „Wow“-Momenten!

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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