[Rezension]
Windborn
(Erbin von Asche
und Sturm)

Juni 17, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Jennifer Alice Jager - Windborn
(Erbin von Asche und Sturm)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 04. März 2019
Verlag: Arena Verlag
Seitenanzahl: 376 Seiten

Ebook: 13,99 € ; Print: 18,00 €
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Inhalt:

Als die Skar kamen, nahmen sie den Menschen alles.
Seither ist die Erde von Sand bedeckt und Wasser schwer zu finden.
Ashara, Wolkenstürmerin und somit Gebieterin über den Wind, kämpft jeden Tag ums Überleben.
Auf der Flucht vor den Skar, die es auf Elementwandler wie sie abgesehen haben, läuft Ashara dem unnahbaren Kiyan in die Arme. Trotz anfänglichen Misstrauens kommen sich die beiden näher und Ashara erkennt, dass Kiyan der Retter der Menschheit sein könnte.
Denn die Tyrannen haben einen Fehler begangen.
Einen Fehler, durch den sie sich ihren größten Feind selbst schufen.
Als Kiyan in die Fänge der Skar gerät, muss Ashara handeln.
Ist sie bereit, die zerstörerische Kraft des Sturms in sich zu entfesseln, um Kiyan zu befreien und die Skar zu besiegen?

Meinung:

Im Grunde genommen ist das eine tolle Geschichte.
Aber ich weiß schon, warum ich Fantasystorys lieber als Reihe lese.
Natürlich kommt es immer auf die Handlung an.
Und bei Windborn hätte ich mir einfach mehr Input und Ruhe und zum Schluss weniger Chaos gewünscht. Es fühlte sich einfach heruntergebrochen an.
Als wenn man eine Bewegung beginnt, aber kurz vor dem Ende stoppt.

Das war nicht direkt zu Beginn so. Ich war regelrecht begeistert von Ashara, der letzten Wolkenstürmerin ihres Volkes und deren Leben in der endlos scheinenden Wüste.
Und das, obwohl ich Wüsten und dem ganzen Drumherum nicht sehr zugeneigt bin.
Sand und kein grün, soweit das Auge reicht? Nein danke.
Aber die Autorin hat es geschafft, mir ein gewisses Feingefühl für die Wüste zu übermitteln.
Ich konnte prima nachvollziehen, warum Ashara die sandige Landschaft ihr Zuhause nennt, selbst wenn sie permanent auf der Suche nach Wasser ist. Das lag zum Einen an der Ich Perspektive, aus der das Ganze erzählt wird, zum Anderen aber auch an Asharas Charakter.
Sie ist eine der Letzten, die über den Wind gebieten kann und das macht sie automatisch zu einer Art Heldin für ihre Leute. Sie sind auf ihr Können und ihren Erfolg angewiesen, wenn sie nicht elendig verdursten wollen - und Ashara nimmt ihre Rolle sehr ernst.
Diese Familienbande fand ich großartig übermittelt.

Im Laufe der Handlung bleiben Feinde natürlich nicht aus.
Eigentlich ist der größte Feind des Wüstenvolkes die Austrocknung.
Aber dann sind da noch die ominösen Skar und ihre Häscher, die gern auf Menschenjagd gehen und ihren Sklavenbestand auffüllen. Sie sind einer der Grundpfeiler, auf denen die Geschichte baut und doch erfährt man leider herzlich wenig über ihre Art. Was sie sind und was sie ausmacht.
Wieso sie da sind und was sie bezwecken.
Das sind so Fragen, die Folgebände hätten beantworten können.
So allerdings muss ich mich mit groben Informationen zufriedengeben.

Nichtsdestotrotz fand ich die Story rund um Ashara und Kiyan bis zu einem bestimmten Punkt highlightverdächtig. Es gab so viele Geheimnisse zu entdecken, verlassene Ruinen zu erkunden, Gefühle zu ergründen und ich habe die Ängste und Sorgen der Protagonisten mitgefühlt.
Fesselnd zu sehen, was eine Wolkenstürmerin in den Bergen und auch sonstwo bewirken kann.
Und auch Kiyan ist ein wundervoll verschlossener Charakter.
Er wirkt unnahbar, unnachgiebig und dadurch unberechenbar - weil man seiner Mimik und Gestik nicht viel entnehmen kann. Die Nebencharaktere hingegen fand ich ein wenig blass, ein paar tiefgreifendere Geschichten hätten die Emotionen noch besser transportiert, ist aber nicht weiter dramatisch.

Und irgendwann kam dann ein Punkt, in dem Ashara und ihre Freunde in
eine ausweglose Lage geraten. Das Setting in dem sie sich befinden, konnte ich schwer visualisieren, weil da einige Komponenten zusammen laufen, die für mich einfach nicht greifbar waren.
Deshalb fand ich das Ende leider überhaupt nicht mehr packend, die emotionale Verbindung war flugs gekappt und es wirkte alles wie ein überstürztes Chaos. Ich wusste nicht mehr wo oben und unten ist, wer, warum, wieso was tut und ja. Schwer zu beschreiben, ohne zu spoilern.
Allerdings war das nur das letzte Viertel.

Fazit:

Mit Windborn hat die Autorin auf jeden Fall eine faszinierende Welt geschaffen, die mit einer toughen Protagonistin glänzt und Magie gepachtet hat. Oftmals gibt es nur ein Feindbild, hier bildet der Wasserentzug einen zweiten, nicht physischen, sondern mentalen zermürbenden Antagonisten.
Ashara und Kiyan sind, obwohl das nur ein Einzelband ist, authentisch und charakterstark gezeichnet, alles andere war Beigabe.
Wäre das Ende nicht so stark abgefallen und die Liebesgeschichte etwas verzweifelter gewesen, hätte es ein Highlight werden können.

So empfehle ich dieses Abenteuer all jenen, die Elementarmagie mögen, Hitze und Chaos begrüßen und denen ein Einzelband für komplexe Storys ausreicht.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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