[Rezension]
The lie
she never told

Juni 09, 2019


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Laura Labas - The lie she never told

Genre: Jugendthriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 04. Februar 2019
Verlag: Drachenmond Verlag
Seitenanzahl: 306 Seiten

Ebook: 3,99 € ; Print: 12,90 €
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Inhalt:

Mein Name ist Faith Rochester und ich habe meine beste Freundin getötet.
Fast drei Jahre später kehre ich in meine Heimatstadt zurück, in dem Wissen, dass mich niemand ansehen, geschweige denn mit mir reden wird.
Niemand – bis auf eine Ausnahme. Liam Bridges hat sehr viel über mich und den Tod seiner Schwester zu sagen und nichts davon ist besonders nett.

Nachdem Faith ihre beste Freundin Emma auf einem Foto, das nach ihrem vermeintlichen Tod aufgenommen wurde, entdeckt, reist sie nach Grayne Village. Zurück an den Ort, an dem alles seinen Anfang nahm. Dort erkennt sie schon bald, dass das Mysterium um Emmas Verschwinden weiter und tiefer reicht, als sie geahnt hat. Ist Emma wirklich tot oder gibt es noch Hoffnung?
Wie tief muss Faith graben, um die Wahrheit endlich aufzudecken und sich von den Lügen einer ganzen Stadt zu befreien?

Meinung:

Jaja. Mein erstes Buch von Laura Labas und vielleicht ist es ganz gut, dass ich mit ihrem Jugendthriller angefangen habe, statt mich direkt ihren Fantasyromanen zu widmen.
Denn im Grund genommen hat mir „The lie she never told“ echt gut gefallen.
Auch wenn ich mir einen anderen Ausgang gewünscht hätte.
Aber jetzt erstmal zur Aufschlüsselung meiner Gedanken:

Halten wir fest: Ich liebe diesen Schreibstil. Er ist locker, einfach zu lesen und erzeugt gleichzeitig die, von der Autorin sicherlich gewünschte Atmosphäre.
Faith Rochester kehrt nach drei Jahren in das verschneite Grayne Village zurück, ihre Heimatstadt, in der sie jeder zu hassen scheint, weil sie ihre beste Freundin getötet haben soll.
Aus einer der angesehensten Familien im Umkreis. Es war, als schwebe eine große, graue Gewitterwolke über Faiths Leben, allzeit bereit Blitz und Donner auf sie loszulassen - was auch direkt geschieht, sobald sie einen Fuß auf altbekannte Straßen setzt.

Aber Faith ist kein siebzehnjähriges Mädchen mehr, das sich von äußeren Einflüssen beeindrucken lässt und das hat mich auf jeden Fall positiv überrascht. Ich hätte vermutlich niemals die Stärke aufgebracht in eine Stadt zurückzukehren, in der man mich für einen schlechten Menschen hält.
Und dann auch noch ohne Freunde. Faith hat für mich Charakter bewiesen, sich auf ihrem Weg Selbstvertrauen zugelegt und sich nicht beirren lassen, auch wenn sie hin und wieder Ziel von gefährlichen Attacken wurde.

Man hat aber auch im Laufe der Handlung gemerkt, dass es eben ein Jugend- und kein Psycho- oder sonstiger Thriller ist. Die, meiner Meinung nach, typischen Thrillerelemente sind nur zum Teil vorhanden und auch wenn ich die nebenherlaufende Liebesgeschichte begrüßt habe, weil sie der Story positive Gefühle einhauchte, hat sie dem ganzen Drama um Emmas Verschwinden auch ein Stück weit die Schärfe genommen.
Nichtsdestotrotz war die Ungewissheit für mich ausreichend, um dauerhaft eigene Verbindungen zu knüpfen und Schlüsse zu ziehen und darüber nachzudenken, was des Rätsels Lösung um Faith, Grayne Village und Emma sein könnte. Das hin und her zwischen verschiedenen Versionen machte es für mich spannend - wenn auch das Ende etwas gepresst und zumindest stückweise vorhersehbar war. Hier hätte ich mir vielleicht noch eine andere Überraschung gewünscht.
Doch dadurch, dass die Geschichte in der Ich-Perspektive gehalten ist, war der nicht erfüllte Wunsch absolut nicht tragisch, denn ich konnte zumindest direkt mit Faith mitfiebern, mich ihren Gefühlen stellen und von ihr mitgerissen werden. Auch die anderen Protagonisten fand ich, für einen Jugendthriller, ausreichend charakterisiert und so konnte ich mich einfach dem Lesegenuss hingeben.

Fazit:

Mit „The lie she never told“ entführt die Autorin den Leser in eine Welt voller Trug und Schein.
In Bezug auf Faith Rochester scheint es nur zwei Seiten zu geben.
Entweder man löst mit ihr das Mysterium Emma oder man ist gegen sie.
Die Grundstimmung schwankt zwischen betrübt, bedrückt und einem brodelnden Hexenkessel.
Bis kurz vor Schluss wird nichts aufgeklärt und dann leider etwas zu hektisch - das ändert jedoch nichts daran, das es unheimlich angenehm zu lesen ist und ich trotz kleiner Kritik durch die Seiten gerast bin. Für mich eine Leseempfehlung, wenn auch nichts für hartgesottene Thrillerfans.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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