[Rezension]
Dünenkind

Juni 03, 2019

Vielen Dank an Mainwunder und die Autorin für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

Infos zum Buch / Werbung!

Leonie Haubrich - Dünenkind

Genre: Thriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 26. Mai 2019
Verlag: Selfpublishing
Seitenanzahl: 204 Seiten

Ebook: 0,99 € ; Print: 8,99 €
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Inhalt:

Nach Jahren kehrt Marissa wieder in ihre Heimat auf die Hallig zurück.
Aber wird sie sie auch wieder lebend verlassen?
Eine Landschaft, in der Wasser und Land verschwimmen, rätselhafte Nebelformationen – Marissa hat dem Leben auf der Hallig den Rücken gekehrt und ist nach Italien ausgewandert.
Als sie erfährt, dass ihr Vater nur noch wenige Monate zu leben hat, kehrt sie nach dreißig Jahren in die Heimat zurück, um Abschied zu nehmen. Aber dann verschwindet ihre 12-jährige Halbschwester Mia und Marissa stößt auf eine Mauer des Schweigens.
Ihr wird klar, dass sie sich ihrem größten Trauma stellen muss:
Einst haben ihre Freunde sie bei einem Initiationsritus an der Bake Blauortsand festgebunden, um eine Nacht allein bei Flut auf dem Hochsand zu überstehen. Holt ihre Vergangenheit sie wieder ein?
Sie begreift, dass die Gefahr auch für sie längst nicht gebannt ist.

Meinung:

Dünenkind klang gut, sah gut aus und hat auch gut angefangen.
Leider musste ich sehr schnell feststellen, dass bei mir keinerlei Spannung aufkommen wollte.
Und das lag nicht nur an den teilweise fehlenden Worten oder Rechtschreibfehlern, die mich zwischendurch aufgehalten haben.
Viel mehr lag es zum Einen an der Länge des Buches, durch die ich kaum eine Verbindung zu den Protagonisten aufbauen konnte. Zum Anderen aber auch an den Charakteren selbst, die einfach zu flach daher kamen und nicht wirklich Emotionalität vermitteln konnten.

Erzählt wird die Geschichte aus der Sicht von Marissa im Jahr 2019 in der personellen Perspektive.
Der zweite Erzählstrang entführt den Leser in die Vergangenheit der Halligen, auf denen Marissa aufgewachsen ist. So weit, so schön.
Das mit den Rückblenden fand ich gut durchdacht und die Personen im Jahr 1989 auch etwas authentischer als in der Gegenwart.
Die eingeschworene Clique, die Watt, Meer und Strände ihr Zuhause nennt, wirkte auf mich ziemlich verschroben und irre, so wie es sich für einen Thriller gehört, finde ich zumindest.
Dieser Eindruck hielt zwar bis in die Gegenwart an, aber ihre Handlungen haben einfach an Authentizität verloren, weil sie viel gesagt, aber nur wenig getan haben. Es wirkte auf mich nicht durchsetzungsfähig genug und dadurch ging auch einfach der Charme der eingeschworenen Halligen-Familie verloren.

Die Idee, die hinter dem Ritual der Wattenmeer Menschen steckt, fand ich im Ansatz echt gut - allerdings hätte ich mir gewünscht, dass die auch ausgebaut wird.
Als Leser bekommt man die - potentiell angsteinflößende - Situation einmal mit und das wars dann. Alles was folgte kam bei mir ohne großen Druck an. Der Flair der Dunkelheit, des nächtlichen Meers und der ungestümen Natur erzeugte zwar eine gewisse Atmosphäre, die Geschichte konnte die Erwartungen daran aber nicht erfüllen. Von einem Thriller erwarte ich einfach eine durchgängig packende Grundstimmung.

Die im Klappentext angeteaserten Begebenheiten wurden nur kurz angeschnitten und dann viel zu schnell abgehandelt, um Marissas Trauma und dem merkwürdigen Verhalten ihrer ehemaligen Nachbarn Platz zu machen. Alles in allem kam mir das zu unausgereift daher.
Um eine konstante Spannung zu erzeugen, hätte man überall mehr ins Detail gehen und diverse Dinge hoffnungsloser darstellen müssen. Echt schade.

Fazit:

Dünenkind startet mit einer tollen Idee, Setting und Atmosphäre sind schön gewählt, nicht zuletzt, weil das Wattenmeer durch seine Unbeständigkeit auch eine gewisse Faszination ausübt.
Leider hat es meine Erwartungen weder in Bezug auf Thrillerelemente, noch Charaktertiefe, geschweige denn Spannung erfüllt, obwohl der Grundstein dazu gelegt war.
Nur aufgrund der wenigen Seiten und der Mauer aus Mysterien, die sich um die Halligen ranken, habe ich das Buch beendet. Alles andere hat für mich großen Nachholbedarf.

Bewertung:

⭐️⭐️💫 (2,5/5)

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