[Rezension]
Aschenglitzer
(Kein Herzenswunsch
ohne Feerich)

Juni 12, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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B. E. Pfeiffer - Aschenglitzer
(Kein Herzenswunsch ohne Feerich)

Genre: Märchenadaption
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 14. Juni 2018
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 326 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 12,95 €
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Inhalt:

Glaubst du an Liebe auf den ersten Blick?
Oder an Wunschfeen, die Herzenswünsche erfüllen?

Prinzessin Alessandra glaubt in erster Linie daran, dass sie ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen sollte. Sie möchte nicht von einer Fee abhängig sein oder auf den edlen Prinzen in glänzender Rüstung warten, der sie und ihren Vater rettet.
Stattdessen ist sie bereit, jedes Risiko einzugehen, um den König vor dem Tod zu bewahren.
Dass sie dabei nicht nur einen Drachen, sondern auch noch den Stallburschen Nathaniel und dessen Wunschfeerich an ihrer Seite hat, könnte ihre Aufgabe leichter gestalten.
Könnte … denn Nathaniel und sie verbindet eine ganz besondere Magie, die sie erst noch akzeptieren müssen. Und selbst dann ist es nicht sicher, ob sich ihre Geschichte wirklich zum Guten wenden kann.

Meinung:

Was wäre...
...wenn Aschenputtel männlich gewesen wäre?
...wenn die Prinzessin den Drachen gerettet hätte?
...wenn die bösen Zauberer Gutes getan hätten?
...wenn ihr euch mal alle Märchen mit vertauschten Rollen vorstellt?

Dann hätte sich wohl eure ganze Weltansicht verschoben, denn es ist nun mal so, dass die Frauen immer hilflos und die Männer immer die Starken sind, die zur Rettung eilen. Oder?
„Aschenglitzer“ erzählt das Märchen von Alessandra und Nathaniel.
Von Prinzessin und Stallbursche. Von einem aufmüpfigen Mädchen und Unterdrückern auf jedem Lebensweg, den sie beschreitet.
Achja. Und von einem rosaroten Feerich, der das Chaos der Geschichte ordnen soll.

Das Königreich Soleil wird von Stephan und seiner Frau Vanya regiert.
Sie sind gutmütig und gerecht, doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihnen.
Als der König unbekannterweise erkrankt setzt seine Gefolgschaft alles in Bewegung, um ein Heilmittel zu finden. Allen voran Alessandra, die sich schon immer gegen gesellschaftliche Zwänge aufzulehnen wusste. Ganz im Gegensatz zu Nathaniel, der sich irgendwie leider nicht ganz wehren kann. Also, er könnte schon, doch das bringt ihm unerwünschte Schwierigkeiten und er wählt oftmals den leichteren Weg.

Und während die Geschichte ihren Lauf nahm, abwechselnd erzählt aus Nathaniels und Alessandras Sicht, dachte ich mir im ersten Teil noch so, wie schön das jetzt in der Ich Perspektive zu lesen wäre. Nichtsdestotrotz hat mir die erste Hälfte der Story richtig gut gefallen. Ich habe gelacht, ein wenig gebangt und mich einfach wohlgefühlt beim Lesen. Alessandras Stärke und Nates schlichte Verhältnisse haben mich in Erinnerungen an das richtige Märchen schwelgen lassen.
Ich habe mich gefragt, wie die Autorin diese oder jene Punkte umgesetzt hat.
Irgendwann kam dann die eigentliche Mission. Die Reise zu der die Protagonisten aufbrechen und das Land, in das sie gelangen war zwar schön aufgebaut, hat mir aber auch wieder vor Augen geführt, dass mir die Charaktere zu flach waren. Es fehlten mir Emotionen, bei denen ich mitfiebern kann, Spannung, die mir das Herz stehen lässt - selbst wenn es dann ein Happy End gibt. Dieser fehlende emotionale Bezug zu den Protagonisten tritt immer erst bei Gefahr in den Vordergrund. Leider.

Also komme ich zu dem Schluss, dass mich „Aschenglitzer“ etwas zwiegespalten zurücklässt.
Zum Einen finde ich die Idee eines Märchen in reverse (also umgekehrt) echt genial und bis zu einem bestimmten Punkt hat es mich auch unterhalten.
Die Atmosphäre ist rebellisch angehaucht, etwas königlich, ein wenig düster, trotzdem irgendwie lieblich und mit ganz viel Glitzer und Feen durchzogen.
Alessandra und Nathaniel sowie sein Feerich und ein menschenscheuer Drache begeben sich auf eine Abenteuerreise, die durch magische Landschaften führt - mich aber nicht berühren konnte.
Zum Anderen war zwar eine gewisse Aufregung ob des Verlaufs der Geschichte da, aber der Glitzer hat nur die Oberfläche bestäubt, weiter nichts.

Fazit:

„Aschenglitzer“ erzählt das Märchen von „Aschenputtel“ einmal anders und hängt noch eine Reise ins Ungewisse hinten dran. Während mir beim Part von „Aschenputtel“ das Herz hüpfte und ich mich amüsiert habe, was vor allem an einem gewissen Feerich lag, kam ich beim Ungewissen wieder auf dem Boden der Tatsachen an. Die Story ist für mich wie zwei Seiten einer Medaille.
Hell und sagen wir, nicht mehr ganz so hell. Gut und eher weniger gut.
Das angenehme Gefühl der Geschichte überwiegt aber, deshalb die Tendenz zu:
Empfehlenswert für Märchenliebhaber mit Vorliebe für Chaos und Glitzer.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5)

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