[Rezension]
Wenn Donner und Licht
sich berühren

Mai 05, 2019


Infos zum Buch / Werbung!

Brittainy C. Cherry - Wenn Donner und Licht sich berühren

Genre: Drama/Lovestory
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 27. April 2018
Verlag: LYX Verlag
Seitenanzahl: 384 Seiten

Ebook: 9,99 € ; Print: 12,90 €
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Inhalt:

Sich in Jasmine Green zu verlieben, fühlte sich an wie ein warmer Sommerregen.
Leicht und unbeschreiblich schön. Als wir uns nach all den Jahren wiedersahen, war alles anders.
Alles zwischen uns fühlte sich an, wie der düsterste Sturm.

Elliot und Jazz könnten unterschiedlicher nicht sein.
Eigentlich passen sie nicht zusammen, doch was sie verbindet ist Musik - und ihre Einsamkeit.
Mit Jazz fühlt sich das Leben für Elliot das erste Mal unbeschwert und leicht an.
Doch ausgerechnet dann, als Elliot Jazz am meisten braucht, ist sie plötzlich verschwunden.
Als sie sich Jahre später in New Orleans wieder begegnen, hat Jazz sich verändert.
Genau wie Elliot. Das Leben hat sie härter gemacht. Eiskalt. Doch die zerbrochenen Scherben ihrer Seelen erkennen noch immer die Traurigkeit des anderen - und die Liebe zueinander.
Und Elliot weiß, dass er seinen Fehler nicht noch einmal machen wird, dass er Jazz diesmal nicht mehr gehen lassen wird!

Meinung:

Wenn die Hände nach einem Buch noch so zittern, dass man es kaum schafft, die Buchstaben daraus fließen zu lassen. Wenn die Worte einer Geschichte einen beim Lesen ununterbrochen Gänsehaut verursachen. Wenn die Musik der Story dich mit in die Welt von New Orleans und Liedklängen und Lachen und Weinen nimmt, sodass du nicht mehr weißt, dass du zuhause auf dem Sofa sitzt und liest.
Wenn das passiert, dann ist hält man ziemlich sicher ein Buch von Brittainy C. Cherry zwischen den Fingern.

Musik. Jazz und Soul. Harmonie und Disharmonie.
Gefühle, die überquellen. Gefühle, die wie Wellen durch den Körper rauschen.
Liebe, die abwechselnd kalt und warm durch die Blutbahn jagt.
Und Tränen. Viele, viele Tränen. Und Ecken, die man ins Buch macht, weil man diesen Moment nicht vergessen will, weil man ihn braucht, weil er so schön oder so grausam ist, dass man nicht nach anderen Hilfsmitteln greifen kann.
Es gibt keine Autorin auf der Welt, in der Buchwelt, die solche Emotionszustände spielend leicht hervorrufen kann. Keine. Ich sitze hier und meine Hände zittern im Einklang mit meinem Körper.
Vor Adrenalin. Weil ich vier Stunden gelesen habe. 375 Seiten. Pures Gefühl.

„Ich bedeute niemandem etwas, Elliott.
Die Leute nehmen sich nur ein Stück von mir und entsorgen den Rest.“
In diesem Augenblick sah ich den Sturm hinter ihren Augen.
Wie lange tobte er schon da?
Wie lange hatte er sich schon in ihrem Herzen zusammengebraut?
Sie log, wenn sie sagte, sie sei glücklich,
weil es einfacher war als zuzugeben, wie traurig sie geworden war.
An manchen Tagen war es besser zu lügen, als der finsteren Wahrheit ins Gesicht zu blicken.

(Seite 294)

Dies‘ ist die Geschichte von Jasmine und Elliott. Von Jazz und Soul.
Von Musik und Leben. Von Hoffnungen und Schicksalsschlägen.
Solchen, die dich so fest ins Gesicht treffen, dass du danach nur noch Blut spuckst und auf der Straße im Dreck liegen bleiben willst, weil du denkst, dass du genau dort hingehörst.
Elliott hatte es nicht leicht in der Schule. Aber er hatte eine Familie, die ihn liebt.
Jasmine hatte es äußerlich leicht in der Schule. Aber die Familie, die hatte sie nicht.
Ich kann mit Worten nicht beschreiben, wie unglaublich schön und traurig diese Geschichte ist.
Ich fasse es einfach nicht, wie die Autorin es immer wieder schafft solche Gegensätze zusammenzubringen und es annähernd normal aussehen zu lassen. Obwohl nichts an ihren Geschichten normal ist.

„Wenn Donner und Licht sich berühren“ wütete durch meinen Kopf und versenkte sich wie ein Blitz in meinem Herzen bis die Geschichte mich schließlich mit den Füßen erdete.
Jedes Wort, jede Seite, jeder Satz schreit Emotionen in den Himmel. Ich liebe es, ich fühle es.
Es schmerzt, es rüttelt an mir, es zehrt an meinen Nerven, aber es ist gottverdammtnochmal ein Highlight.

Wie Jasmine und Elliott Halt in der Musik finden.
Wie sie sich den Tönen, den Diskrepanzen hingeben ob crescendo oder decrescendo.
Diese Geschichte erzählt von so viel Leid, mehr als Menschen je erfahren sollten.
Sie erzählt von Akzeptanz. Von Schmerz und Vergebung. Vom sich abschotten und einigeln.
Von Hoffnung auf Liebe, vom Zerschlagen des Herzens, wenn diese Liebe vergebens gesucht wird. Aber vor allem sagt die Musik dieses Buches mehr als Worte es je könnten.

Fazit:

„Wenn Donner und Licht sich berühren“ ist ein wahrer Emotionstornado.
Ein Gefühlshurrikane, der, wie Katrina, durch New Orleans fegt und dabei nicht nur die Stadt, sondern eine ganze Familie und andere Leben in Schutt und Asche legt. Er reißt Menschen und Herzen auseinander, sodass sie schlussendlich nur noch durch die Trümmer blinzeln können.
Mit Staub auf den Lungen und in den Augen ist die Hoffnung unsichtbar.
Und nur die Musik vermag es, mit ihren Tönen und Noten und Rhythmen, den Schmerz von jeder Seele zu vertreiben.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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