[Rezension]
Der Fluch
der Mondsklaven 2
(Verbannung)

Mai 25, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

‼️ Achtung, Fortsetzung: Könnte Spoiler zum Vorgänger enthalten ‼️

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Jacqueline F. Eckert - Der Fluch der Mondsklaven 2
(Verbannung)

Genre: High Fantasy
Reihe/Band: Band 2
Schlüpftag: 04. März 2019
Verlag: Lysandra Books Verlag
Seitenanzahl: 384 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,90 €
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Rezension zu Der Fluch der Mondsklaven Band 1


Inhalt:

Thyra-Fiah wird in Russland gefangen gehalten, um einer verrückten Waldelfe als Waffe und Versuchsobjekt zu dienen. Sie hat sich ihren Widersachern nur ergeben, um ihren Bruder Maykil zu retten, von dem bisher jede Spur fehlt.
Zu ihrem Entsetzen ist sie nicht die einzige Gefangene - auch Prinz Joseph teilt ihr Schicksal an diesem Ort. 
Und so kämpft Thyra-Fiah nicht nur mit allen Mitteln gegen den Basilisken in ihr, sondern auch gegen die einnehmende Anziehungskraft des Prinzen, die sich wie blaues Feuer in ihrer Seele eingenistet hat. Dabei hat sie sich geschworen, ihm nie wieder zu vertrauen ...

Meinung:

Was habe ich mich auf den zweiten Band der Mondsklaven gefreut.
Auf ein erneutes Aufeinandertreffen von Prinz Joseph und Thyra-Fiah.
Und jetzt sitze ich hier und weiß nicht genau, wie ich das beurteilen soll, was ich gerade beendet habe. Zwei große Probleme haben sich mir direkt zu Beginn aufgetan -
Erstens: Bis auf die Grundpfeiler der Geschichte wusste ich fast nichts mehr aus dem vorherigen Band, weil es einfach zu lange her war mit dem Lesen.
Leider sind nur hin und wieder ein paar verworrene Informationen aus dem Königreich Herón eingeflossen. Der Folgeband „Verbannung“ spielt nämlich ausschließlich in der Menschenwelt.
Zweitens: Man liest erneut aus der Ich-Perspektive. Aus Thyra-Fiahs Gedankenwelt, die mich in Band eins beeindruckt und jetzt einfach nur noch verwirrt hat. Versteht mich nicht falsch.
Der Schreibstil ist genauso intensiv wie beim Vorgänger und hat mich auch gepackt und gefesselt.
Aber irgendwie sind irgendwo die Emotionen verloren gegangen.

Thyra-Fiah wird im zweiten Band nicht nur von ihrer bestialischen Seite fast unterjocht, nein, sie sitzt auch in einem russischen Gefängnis unter der Leitung einer merkwürdigen Waldelfe ein.
Ich bin ehrlich, ich wusste die ganze Geschichte über nicht mehr, wie sie dort hingekommen ist, geschweige denn woher sie von ihrem entführten Bruder wusste.
Da taten sich beim Lesen schon einige Lücken auf und die wurden leider nicht ausreichend gefüllt.
Dadurch, dass mir vieles an Wissen fehlte, konnte die Story auch nicht so auf mich wirken, wie sie sollte: Thyra-Fiah, jeder Hoffnung beraubt, in einem fremden Land, verzweifelt, verletzt und in den Fängen von Menschen, die sie zu einer Waffe machen wollen.

Wer mir aber im Gedächtnis geblieben ist, ist Prinz Joseph, Königssohn von Herón, der Schattenelf, der schwarze Magie ausdünstet. Und auch er blieb mir weiterhin ein Rätsel.
Aber dieses Rätsel habe ich als positiv empfunden.
Ich liebe die düstere Ausstrahlung, die er auch in der Gefangenschaft nicht verloren hat, das Geheimnisvolle und das Verwirrende an seinem Verhalten, wenn es mal überhaupt nicht vorherigen Mustern entspricht. Allerdings blieb er auch der einzige Charakter, der sich in mein Herz schleichen konnte, trotz allem, was er getan hat.

Thyra-Fiah, das Basilisken Mädchen, hingegen bereitete mir Probleme.
Die ganze Geschichte über war sie mir zu sehr hin und her gerissen. In ihren Gedanken und Gefühlen, sodass ich irgendwann nur noch genervt die Augen verdreht habe. Für meinen Geschmack muss sie sich entscheiden was sie sein will. Dieser ganze Zustand zwischen „Ich hasse meine Bestie“ und „aber ich bin mit ihr kugelsicher“ ist nicht tragbar. Zumindest nicht über den ganzen Band hinweg.
Genauso wie ihr Gefühlschaos. Das war irgendwann nur noch zum Haare raufen.

Trotz all dieser Kritik und der Tatsache, dass mir manche Orts- und Tageswechsel entgangen sind, habe ich an der Geschichte geklebt. Die Autorin hat es geschafft, dass ich dauerhaft interessiert war.
Am Verlauf, an den Beziehungen, an den Personen - obwohl mich nur eine wirklich fasziniert hat.
Wie genau, das verstehe ich selbst nicht so ganz und es bleibt wohl, genauso wie dieser zweite Band, ein großes Rätselchaos mit Lücken für Neues.

Fazit:

Der zweite Band rund um die Mondsklaven steht unter zwei großen Schlagworten:
Lücken und Intensität. Auf der einen Seite hängt mein Herz an dieser Geschichte.
Sie ist anders und irgendwie stilvoll. Die Charaktere entsprechen nicht der Norm, sie zweifeln und hassen und können augenscheinlich nicht mit Gefühlen umgehen.
Doch die Autorin setzt sie intensiv ein. Jedes Wort schreit mir aus dem Buch entgegen.
Auf der anderen Seite hat mir die Story zu viele Lücken. Zu viel Chaos.
Zu viel Gedankenwirrwarr und es fehlte mir diesmal der emotionale Funke.
Aber ich muss trotzdem wissen, wie es mit Thyra-Fiah weitergeht.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5)

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