[Rezension]
Der Fluch der sechs
Prinzessinnen 4
(Eispalast)

März 29, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

Infos zum Buch / Werbung!

Regina Meißner - Eispalast
(Der Fluch der sechs Prinzessinnen 4)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 4 (einzeln lesbar)
Schlüpftag: 29. März 2019
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 480 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 14,95 €
Hier kaufen: Amazon | Verlag


Inhalt:

Zwei Seelen, getrennt und verirrt.
Der Weg durchs ewige Eis wird von Federn getragen …

So beginnen die Flüche der Zwillingsschwestern Penelopé und Genevieve, welche die beiden Prinzessinnen in ewige Kälte verbannt haben.
Während Genevieve auf eigene Faust versucht, einen Weg durch die eisige Einöde zu finden und ihren Fluch zu brechen, erhält Penelopé eine Gelegenheit, die ihr helfen könnte, ihr Rätsel zu lösen. Oder ist es Zufall, dass ausgerechnet sie vom Schneekönig in den Eispalast eingeladen wird, der normalerweise keinem Menschen zugänglich ist?

Meinung:

Warum endet eigentlich fast jedes Buch von Regina Meißner in meinem Kopf und manchmal auch mit einem verbalen „aaaarghhhh, ich hasse dich!“?
Verdammt, wie gern würde ich jetzt Smileys benutzen.

Vielleicht wiederhole ich mich. Vielleicht habe ich das schon mal geschrieben.
Aber die Autorin hat einfach nur - sorry for that - verdammt noch mal viel Talent.
Talent zum Herzen brechen und gleichzeitig Zusammenschweißen.
Gerade mit dem vierten Band hat sie das erneut bravurös bewiesen.
Die Reihe um die verfluchten Prinzessinnen hat mir bisher viel abverlangt.
Estelle, Tatjana und Valyra hatten bereits ihre Chance mein Herz zu gewinnen.
Nun sind Penelopé und Genevieve die beiden, die ihren Fluch lösen müssen.
Da sie Zwillinge sind, wurden sie vom Antagonisten in die gleiche Welt verbannt: Prunaea.
Eine Welt bestehend aus Schnee und Eis, in dem die Sonne zwar manchmal scheint, aber niemals wärmt.

Und obgleich die beiden zu Beginn gemeinsam auf die Reise gingen, gehen die rothaarigen Schönheiten schon länger ihre eigenen Wege.
Während Genevieve sich allein mit ihrer inneren Dunkelheit durch den Schnee schlägt, nur in tierischer Begleitung, setzt Penelopé auf Ignoranz und baut sich in einem kleinen Städtchen ein Leben als Dienstbotin auf. Die einzige Sache, die sie neben ihrem Zwillingssein noch eint, ist die Einsamkeit und die Suche nach Erlösung... von was auch immer.

»Man kann sich auf viele Weisen einsam fühlen.
Auch dann, wenn man von zahlreichen Menschen umgeben ist
und ein auf den ersten Blick schönes Leben führt.
Einsamkeit hat nichts mit den äußeren Umständen zu tun, sie zeigt sich ganz unterschiedlich
und kann einen sogar in einer Menschenmasse überkommen.
Einsamkeit ist ein innerer Zustand, kein äußerer.«

(Pos. 2900 von 5536)


Der Schreibstil der Autorin ist ungebrochen fantastisch.
Sie ist eine der Wenigen, die die Kunst beherrschen, auch ohne Ich Perspektive Gefühle zu vermitteln und Verbindungen zu schaffen. Ich liebe das.
Und auch die beiden verlorenen Prinzessinnen waren mir wieder sehr sympathisch, wenn auch Ginny mehr als Penelopé - zumindest zu Anfang.
Ginny ist eine starke Persönlichkeit, sie beweist Mut, hat den Kopf in der Realität und gibt trotzdem dem Hoffnung nie auf. Wohingegen mir Penelopé zu viel kuschte und anderen den Vortritt lies, was ich normalerweise schätze, aber in diesem Fall wollte ich sie hin und wieder schütteln.
Penelopés Weg ist romantisch, Genevieves der, der abenteuerlichen Alleinkämpferin.
Beide haben nur ein Ziel: Den Eispalast.

Dass sie den Fluch lösen wollen, habe ich nie infrage gestellt.
Was die Autorin drum herum aufgebaut hat, fand ich allerdings grandios.
Man konnte die Kälte Prunaeas förmlich schmecken, die bitterkalten Flocken auf der Haut fühlen und den Wind spüren, der einem um die Ohren pfiff.
Natürlich gab es nicht nur klirrende Kälte zu finden. Aber atmosphärisch gesehen ist die Welt, in der die Zwillinge gefangen sind, irgendwie trist.
Nur die Worte und Taten der Protagonisten hauchen der weißen, undurchdringlichen Decke Schönheit ein. In Form vom Schneekönig und seiner geheimnisvollen Aura. Von halluzinogenen Stoffen.
Vom freien Fall. Von Monstern und dunkler Magie. Von Liebe und Wettkampf.
Von Schlitten und mürrischen Kutschern.
Und am Ende gewinnt... tja. Das weiß man bei Frau Meißner nie so genau.

Fazit:

Seid ihr bereit für ein neues Abenteuer in einer märchenhaften Welt?
Mit Ginny und Penelopé geht ihr auf eine spannende Reise ins ewige Eis.
Ihr durchlebt Höhenflüge, mächtige Magie, Gefahren aller Art, wunderschöne Landschaften, Liebe und erfahrt vom Geschmack der Einsamkeit.
Die Anspielungen auf die Schneekönigin sind wundervoll umgesetzt und doch ergibt sich eine ganz eigene Welt, die es zu erkunden gilt.
Mit Charakteren die fesseln und einem Ende, das teilweise schockt.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

Das könnte dir auch gefallen...

0 Kommentare

Für die erforderliche Zuordnung des Kommentars werden personenbezogene Daten gespeichert, nämlich Name, E-Mail Adresse und IP. Durch das Absenden des Kommentares erklärt sich der Nutzer hiermit einverstanden. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte der Datenschutzerklärung: https://ausdemlebeneinerbuechersuechtigen.blogspot.de/p/datenschutz-rechtliches.html

Beliebte Beiträge

Subscribe