[Rezension]
Adular 1
(Schutt & Asche)
+ Gewinnspiel

März 14, 2019

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

Infos zum Buch / Werbung!

Jamie L. Farley - Adular 1
(Schutt und Asche)

Genre: Dark Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 15. März 2019
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 372 Seiten

Ebook: 4,99 € ; Print: 12,95 €
Hier kaufen: Amazon | Verlag


Inhalt:

Als Dunkelelf im Kaiserreich Adular zu leben, bedeutet, weniger wert zu sein als Straßendreck. Dûhirion ist einer von ihnen und musste früh lernen, dass das Leben nicht fair spielt, insbesondere dann nicht, wenn man mit grauer Haut geboren wird. Menschen, Zwerge, Waldelfen und Hochelfen blicken auf ihn und seinesgleichen herab wie auf Ungeziefer.
Als Kind wurde er an die Assassinengilde Umbra verkauft und dort unter grausamen Bedingungen zum Meuchelmörder ausgebildet.
Eigentlich hatte er nicht geplant, sich in die beginnenden Aufstände seitens der Dunkelelfen einzumischen, auch wenn er die Unterdrückung seines Volkes nicht gutheißt. Doch da ist seine verbotene Liebe zur Waldelfin Elanor. Die Beziehung zu ihr lässt Dûhirion unfreiwillig ins Zentrum der Unruhen rücken – und dabei wird nicht nur sein Leben in Gefahr gebracht.

Meinung:

Seit ich die Kurzgeschichte des Autors in der Anthologie „Winterstern“ gelesen hatte, war ich hin und weg von seinem Schreibstil und auch von der Story an sich.
Schon damals konnte er mich mit seinen Charakteren Dûhirion und Elanor einnehmen und selbst in der Rezension hatte ich geschrieben, wie sehr ich mir eine eigene Story für den Dunkelelfen wünsche.
Jetzt, knapp zwei Jahre später, veröffentlicht der Autor nun mit Adular sein Debüt und es ist der düster, dunkle Auftakt zu etwas viel Größerem.

Das Kaiserreich „Adular“ ist die Heimat von Elfen aller Art, sowie Zwergen und Menschen.
Die Rangfolge ist dabei klar definiert. Hochelfen stehen über allem, Dunkelelfen liegen in Seitengassen in einem Haufen Scheiße, wo sie hingehören. Auch Dûhirion hat unter den brutalen, menschenunwürdigen Umständen der elfischen Unterdrückung zu leiden.
Doch er wird, als Assassine von Umbra, zumindest noch ein wenig gefürchtet, während andere mit dunkler Hautfarbe nicht so viel Glück haben.
Die Szenarien, die der Autor hier beschreibt sind rückwirkend nicht nur echt hart zu schlucken, sondern, so man denn will, auch gesellschaftskritisch.
Aber das ist ein anderes Thema, über das man stundenlang philosophieren könnte.

Als Leser geht es direkt hinein in den dreckigen, schmutzigen Graben, wo die Dunkelelfen leben.
Man begleitet Dûhirion bei seiner Arbeit als Assassine, sieht Blut, Action und unsägliches Leid.
Das alles verpackt in einen wirklich schönen Schreibstil, der locker von der Hand geht und gleichzeitig die Bilder hervorragend in den Kopf katapultiert.
Die Lebenssituationen, denen die Dunkelelfen ausgesetzt sind, sind nicht einfach, doch was kann man schon dagegen tun? Die regierende Hand ist in der Überzahl und durch die Foltermethoden und dass niemand die große Moralkeule schwingt, ist auch die Bevölkerung Adulars dementsprechend eingeschüchtert. Nicht alle, aber die meisten.

Elanor, die zweite, wohlgemerkt sehr sympathische Protagonistin, gehört nicht dazu.
Von Haus aus Waldelfin und Schneiderin blickt sie mit Missachtung auf die Zustände ihrer Heimat und wünscht sich etwas dagegen tun zu können.
Ich bin ehrlich, diese kleine Rebellion, die im Laufe der Geschichte startet, hat mir sehr gut gefallen. Neben den Charakteren, die sehr vielfältig sind - vor allem in ihren Ansichten - hat mir auch die Düsterkeit, dieser Hauch der Gefahr, dieses „bei jedem falschen Augenaufschlag kannst du schon im Kerker landen oder direkt sterben“ extrem zugesagt.
Atmosphärisch gesehen hat der Autor hier eine Grube der Hoffnungslosigkeit geschaffen, die nur von den Lichtblicken zwischen Elanor und Dûhirion, sowie ein paar lauteren Stimmen durchbrochen wird.

Der Verlauf der Story beschränkt sich erstmal nur auf die Städte Malachit und Orlean, durch die sich die Schere zwischen Arm und Reich zieht, wie man es aus mittelalterlichen Gegenden kennt.
Hohe Mauern, um die Reichen zu schützen, während man den „Armen“ Pest und Cholera an den Hals wünscht. Diese Strukturen werden zwar durch Umbras Assassinengilde respektiert, aber wohin die Aufträge Dûhirion führen ist ihm einerlei.
Um das Ganze ein wenig „aufzulockern“, sorgt der Autor hin und wieder für bizarre Massaker, explosive Begegnungen und - etwas verstreut - auch ein wenig Humor bei den Protagonisten.
Damit zumindest die männliche Gattung, nicht so düster ausfällt, wie beschrieben.

Ich war wirklich echt begeistert von der Geschichte, den Figuren und dem Handlungsstrang, von der Spannung und dem Mitgefühl.
Das alles abwechslungsreichs aus Elanor und Dûhirions Sicht erzählt.
Und dann... dann... kam das. DAS!
Ich kann es nicht benennen, aber es war für mich einfach das Klischeehafteste was hätte passieren können und aaaargh, neeeein. Wieso denn bloß!?
Grundlegend echt... toll, aber ich hab einfach nur die Augen verdreht.
Diesen Schock musste ich dann erstmal überwinden, nur um zum Ende hin den komplett gegenteiligen Stich versetzt zu bekommen, der die abstruse Situation wieder einigermaßen wettmachte. Und das führt mich zum...

Fazit:

Wer reitet so spät durch Nacht und Wind?
Der Assassine ist’s, kommt leis‘ und geschwind.
Wer tötet ganz skrupellos, trotz Herz und Verstand?
Ein Dunkelelf; die Rebellion, hoffentlich noch unerkannt.

„Adular“ wäre ein Glanzstück an apokalyptisch, unterjochendem Feeling geworden - ein Debüt, das mich vollends überzeugen konnte - wenn da nicht diese eine Szene bzw Begebenheit einen mittelgroßen Knacks reingehauen hätte. Lässt man das jedoch außer Acht, hat man eine einnehmende, fesselnde Geschichte voller Blutrausch und Hoffnung, Rebellion und friedlichen Momenten, Folter und Magie, spannend und erschütternd zugleich.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ 💫 (4,5/5)
———————————————————————————————————————————————————


Das Gewinnspiel

(Quelle: Sternensand Verlag Facebookseite)

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(Teilnahmeschluss ist der 15.03.2019 - 23:59 Uhr)

Und nun verratet mir doch bitte:

Ganz spontan gesagt - zu welchem Volk
würdet ihr euch zugehörig fühlen?
Wärt ihr Mensch, Zwerg, Dunkel-, Wald- oder Hochelf und warum?

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30 Kommentare

  1. Hallo und guten Tag,

    Danke für einen, weiteren Einblick in den Roman und seine Persönlichkeiten.

    Also spontan möchte ich gerne desweiteren ein Mensch sein und bleiben.O.K.

    Denn klein bin ich ohnehin...also bitte kein Zwerg zusätzlich
    ...auch meine Ohren möchte ich nicht unbedingt verändern...hatte mal etwas abstehende Ohren..sah nicht so toll aus und deshalb auch keine Verwandlung in Richtung Dunkel-, Wald- oder Hochelf.

    Ich bin ein Mensch und bleibe das auch gerne....LG..Karin..

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    1. Liebe Karin,

      das sind absolut nachvollziehbare Gründe, um ein Mensch zu bleiben.
      Ich persönlich wäre vermutlich den Waldelfen sehr zugetan, weil ich mir immer gewünscht habe, dass ich mich mehr naturverbunden fühle :)

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  2. Hallo :)

    Ich glaube, ich wär gerne ein Waldelf. Habe mich schon immer mit dem Wald identifizieren können und Elfen an sich fand ich ebenfalls seit Kindesbeinen an faszinierend. Man altert langsam, wenn sogar gar nicht, man hat geschärfte Sinne und sieht immer super aus - wer wünscht sich so etwas nicht?
    Obwohl das sterbliche Leben als Mensch auch nicht schlimm ist :) und als relativ kleiner Mensch kann ich mich auch mit Zwergen identifizieren *lach*

    Liebe Grüße,
    Alex

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    1. Liebe Alex,

      Ohja, ich liebe Elfen auch. Und Feen. Und eigentlich alles was magisch ist und fliegt, u know?
      Ich wäre auch gern eine Waldelfin. :) Geschärfte Sinne und Unsterblichkeit sprechen definitiv für sich. :D

      Liebe Grüße,
      Micky

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  3. Huhu sehr kreativ :) ich glaube ich wäre ein Zwerg :D ich bin eher klein deswegen würde das glaube ich ganz gut zu mir passen :)

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    1. Thihi, danke! :)
      Aber Zwerge sind auch sehr haarig, vergiss das nicht! 😂✌🏼

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  4. Ich wäre wohl einfach ein Mensch, damit wäre ich zufrieden. Waldelf könnte ich mir auch vorstellen wegen der naturverbundenheit, aber die kann man ja als Mensch auch in hohem Maße haben

    Lg
    Carina Orthoff

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    1. Liebe Carina,

      das stimmt, als Mensch kann man die auch haben, aber ich glaube als Waldelfin wäre das Gespür für die Natur einfach noch einen Ticken höher ;)

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  5. Hallo,
    also das die bisher beste Buchbeschreibung von Adular, die ich gelesen habe!
    Ich wär übrigens ein Waldelf, die Natur liebend, etwas aussen stehend von den anderen, Pazifistin und mit einem starken Gerechtigkeitssinn für Mensch, Tier, Elf und was es sonst noch so gibt.
    LG Christina P. / La Tina @Facebook

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    1. Vielen lieben Dank Tina!
      Das freut mich unheimlich 😍❤️
      Ich bin auch dem Waldelfenvolk zugeneigt.

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  6. Hallo ,
    ich denke ich würde gerne ein Mensch bleiben 😊 Zwerg nennt mein Mann mich schon oder Gnömchen 😁 ja ich bin klein 😁
    Ich wüsste auch gar nicht wie es wäre anders zu sein 😊
    Lieben Dank für den tollen Beitrag 😊 und liebe Grüße
    Kerstin

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    1. Liebe Kerstin,

      haha. Jetzt bin ich neugierig. Wie groß bist du denn, dass man dich Gnömchen nennt? :o

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  7. Kann man auch mischen ? Dann wäre ich gern eine Mischung aus Waldelfen und Dunkelelfen ....
    Auf die Nummer mit der Unterdrückung würde ich allerdings gern erhöhten gern verzichten

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    1. Nora, klar kannst du mischen. :D und ja, das mit der Unterdrückung ist da echt so ne Sache :)

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  8. Hallo!
    Ich würde ein elf sein wollen�� ich finde Elfen einfach so magisch und faszinierend und so spitze öhrchen sehen bestimmt niedlich aus�� und da ich die Natur liebe wähle ich die Waldelfen��
    Lieben gruss Melanie kurt

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    1. Liebe Melanie,
      ich liebe diese spitzen Ohren auch! Unheimlich! :O
      Gute Wahl also :)

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  9. Ich wäre entweder Mensch weil ich ganz zufrieden bin oder Waldelfe weil ich den Wald mag

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  10. Huhu
    :) Ich wäre dann wohl gerne ein Waldelf. .. zwar ein KLEINE Waldelfe :D aber die gefallen mir sicher besser als die Zwerge (World of Warcraft geschädigt XD)

    Liebe Grüße Angela

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    1. Dass ihr aber auch alle so klein seid. Ich bin 1,71 und wäre gern noch größer. 😂✌🏼

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  11. Ich bin ja ganz gerne ein Mensch und würde daher auch gerne einer bleiben. Aber ein Leben als Waldelfe wäre sicher auch interessant. Die Natur und Wälder und Pflanzen liebe ich sowieso und kleine Elfen und Feen dinde ich immer so bezaubernd und zierlich *G* vielleicht wäre eine Mischung aus beiden ganz cool. Hauptsächlich als Mensch leben und in den Tage um den Neumond rum als Waldelf umherwandern.. wäre sicher spannend und abenteuerlich

    Liebe Grüße
    Natascha

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    1. Liebe Natascha,

      auch eine schöne Idee!
      Bei Neumond verwandeln, so wie ein Werwolf. Sehr cool. :)

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  12. Ich wäre gerne ein Waldelf, denn ich bin sehr naturverbunden und fühle mich im Wald sehr wohl. Auch bin ich fasziniert von den Elfen und würde gerne dazugehören.

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  13. Ich wäre gerne ein Elf weil die auch so naturverbunden sind und einfach so hübsch aussehen :)

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    1. Liebe Silke und wärst du lieber Dunkel, Hoch oder Waldelf? :)

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  14. Huhu. Ein Waldelf wäre ich. Ich liebe die Natur und Elfen sind einfach faszinierend. Anmutig, jung, schön und magisch. LG Manu

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    1. Liebe Manu,
      da bin ich ganz bei dir und deiner Entscheidung <3

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  15. Hi, also ich würde sagen ich wäre wohl ein Mensch, ich mag Elfen zwar total gerne aber die anderen passen irgendwie nicht zu mir.

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