[6 Bücher,
die mir 2018 im
Gedächtnis geblieben sind]

Januar 05, 2019

Meine Jahreshighlights 2018 habe ich ja auf mehrfachen Wunsch und nach einer Umfrage einzeln auf Facebook vorgestellt. Da es mir aber immer so schwer fällt mich zu entscheiden und weil die folgenden Bücher eine besondere Bedeutung haben oder ein wichtiges Thema behandeln, will ich euch hier noch sechs weitere Bücher vorstellen, die bei mir 2018 hängen geblieben sind.
Weil sie nachhallen.
Weil sie mich beeindruckt haben, trotz kleiner Fehler.
Weil sie wichtig, richtig und einschneidend sind.


Ihr werdet von mir kein Fazit bekommen. Keinen Klappentext.
Sondern eine Momentaufnahme. Denn das ist bei mir immer etwas Besonderes.
Ich lese so viele Geschichten jährlich, das kaum etwas hängen bleibt.
Deshalb ist es erstaunlich, wenn das doch mal passiert.
Diese Bücher haben dann etwas in mir berührt.
Und das, wofür sie stehen, versuche ich euch zu vermitteln.
Ohne Hilfe. Aus dem Kopf.


1. Das Labyrinth von London



Das Labyrinth von London hat mich vom Klappentext total angesprochen.
Allerdings hatte ich schon etwas Angst vorm Lesen, einfach weil ich in Büchern immer ein bisschen Liebe brauche, sonst erträgt mein Herz das nicht. Und das klang nun wirklich nicht nach Liebe.
Trotzdem konnte mich Alexander Verus total für sich einnehmen.
Das lag zum Einen an der Story selbst, zum Anderen aber auch an den absolut genialen, liebenswürdigen Charakteren. Eine sprechende Spinne? Horrorvorstellung!
Dennoch einer meiner Lieblingsprotas. Neben dem süßen, quirligen Luftgeist.
Die Geschichte ist voller Magie und Action, wenn auch mit gewohnungsbedürftigem Schreibstil. Einfach genial und ich freue mich sehr auf die Fortsetzung.
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2. Der Fluch der Mondsklaven



Dieses Buch ist wirklich eine Herausforderung für mich gewesen.
Es beinhaltet unzählige Charaktere und ein großes Netz an Verstrickungen, Regeln und Orten, durch die man erst einmal durchsteigen muss.
Auch das Cover schreit für viele nicht gerade: Lies mich!
Und doch würde ich das Buch immer wieder jedem High-Fantasy Fan, der auf düster, dunkle Atmosphären steht und mit neuen Kreaturen durch Intrigen und Machtspielchen gehen will, ans Herz legen. Die Protagonisten sind anders, das Setting überwältigend, man braucht Zeit um sich einzufinden - doch schlussendlich und rückblickend ist die Geschichte einfach nur der Wahnsinn.
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3. Das Ende ist erst der Anfang



Ein Buch, ein Klappentext und eine große Überraschung.
Habt ihr euch auch schon mal die Frage gestellt, wie es wohl wäre, wenn man geliebte Menschen zurück ins Leben holen könnte? Wären es unendlich viele, wäre das gar kein Problem.
Doch die Protagonisten in dieser Geschichte haben nur einen Freifahrtschein.
Nur. Einen.

Diese Story hat zwar kleine Fehler, aber sie war trotzdem unheimlich überwältigend.
Allein von den moralischen Aspekten her. Wer darf leben?
Was für Konsequenzen hat das? Welche Versprechen müssen gebrochen werden?
Die emotionale Zerrissenheit dieses Romans geht tief ins Herz.
Weil sich bestimmt ein jeder schon mal solche Fragen gestellt hat.
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4. Kann Spuren von Geistern enthalten



Sarahs Schreibstil ist und bleibt einzigartig.
Und zum ersten Mal wagt sie sich mit dieser Geschichte in andere Sphären als sonst.
Hinein in den Großstadtdschungel, hinein ins alltägliche Leben von Studenten mit geringem Selbstwertgefühl. Sie schenkt ihnen, ganz besonders Ben einen Geist. Und wirft damit die große Frage in den Raum: Was passiert eigentlich nach dem Leben? Wie gehen Verbliebene damit um?
Was hält Geister hier in der Welt? Kann man an sie glauben?
Schenken sie Hoffnung? Gepaart mit einer Prise Humor und dem typischen undurchdringlichen Flair von Sarahs Geschichten, hat diese Story Spuren hinterlassen.
Von Staubsaugerrohren und Zahnpastatubendeckeln.
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5. Kompass ohne Norden



„Kompass ohne Norden“ ist die wohl realitätsnahste Geschichte in meinem Repertoire.
Sie ist so echt und unglaublich und jeder, der sich damit auch nur im geringsten beschäftigt hat, der damit zu tun hat oder sich einfach dafür interessiert, sollte das lesen.
Schizophrenie und bipolare Störungen sind keine Seltenheit in unserer Welt.
Und der Autor durfte in die verzerrte Welt, in die Wahrnehmung der Umgebung mit dieser Krankheit, in den Kopf seines Sohnes eintauchen.
Die Geschichte, die dabei herausgekommen ist, ist sowohl verstörend als auch wahr.
Sie geht unter die Haut, lässt fühlen, ruft Verwirrung hervor und noch nie hatte ich das Gefühl diese Krankheit so richtig zu verstehen.
Dieses Buch ist aufrüttelnd.
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6. Fuchsnacht



Und auch das letzte Buch, das mich 2018 geprägt hat, hat ein sensibles Thema angeschnitten.
Hier möchte ich aber auch zeigen, dass ich mich eben nicht an alles erinnere und dennoch eine Empfehlung aufgrund meines Gefühls aussprechen würde.
Die Namen habe ich schon wieder vergessen, die Emotionen allerdings nicht. „Fuchsnacht“ behandelt die Themen häusliche Gewalt, Mobbing und Liebe in jeder Form.
Die Geschichte zeigt, dass man zwar auch alleine stark sein kann, dass es aber trotzdem gut ist, wenn du Freunde hast, die dir zur Seite stehen.
Die Autorin hat diese wichtigen Punkte genommen und in ein Buch über Freundschaften, innere Stärke und wachsendes Selbstvertrauen gesteckt - ohne, dass man dafür äußerlich stark sein muss.
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Diese sechs Bücher haben mich 2018 nicht direkt begeistert und umgehauen, aber es sind die Geschichten, die nachhallen.
Die Geschichten, die ich trotz einer Bewertung von manchmal „nur“ 4 Sternen nochmal hervorheben möchte. Weil sie es verdienen gelesen zu werden.
Jede für sich hat etwas in mir hinterlassen und mich dazu gebracht mich an sie zu erinnern.
Ob durch Gefühle, Action oder tiefgreifenden Schmerz.
Denn nur, weil meine Highlights mir pure Glücksmomente schenken, heißt das nicht, dass sie bleiben. Es sind Momentaufnahmen, die viel zu schnell verblassen.
Heute noch bedeutend, in einem Jahr... wer weiß das schon.
Die Bücher, die nachhallen sind mir deshalb fast genauso wichtig wie meine Highlights.

Wie sieht das bei euch aus?
Kennt ihr meine Auswahl schon?
Tell me. <3

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