[Rezension]
GoodDreams
(Wir kaufen deine Träume)

Dezember 18, 2018

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Claudia Pietschmann - GoodDreams
(Wir kaufen deine Träume)

Genre: Dystopie
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 12. Januar 2018 (TB)
Verlag: Arena Verlag
Seitenanzahl: 360 Seiten
Ebook: 7,99 € ; Print: 9,99 €
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Inhalt:

Leah will nicht mehr träumen. Zu sehr treibt sie die Angst um, nicht in die Realität zurückkehren zu können. Ihr Zwillingsbruder Mika versteht Leah nicht.
Er ist Profiträumer und verdiente lange mit seinen Träumen Geld.
Geld, das die Geschwister dringend für ihren kranken Vater brauchen.
Eines Tages erhält Mika eine anonyme E-Mail und damit die Chance auf 250.000 Dollar:
Er soll bei einem geheimen Spiel mitmachen und gegen drei andere Jugendliche antreten.
Das Ziel des Spiels? Ungewiss. Der Startpunkt? Im Traum.
Das Problem: Seit Mika an Schlafstörungen leidet, ist für ihn ans Träumen nicht mehr zu denken.
Ihre einzige Chance ist Leah. Sie muss ihre Angst überwinden und in den Traum eines Unbekannten aufbrechen. In einen Traum, der zum Albtraum wird – und der etwas enthüllt, das Leah und die gesamte Menschheit erschüttern wird …

Meinung:

Könnt ihr euch eine Welt vorstellen, in der man kaum noch Arbeit findet?
In der ein großes Monopol fast alles regiert?
In der man seine Träume verkaufen muss, um Geld zu bekommen?
Und wenn ihr das könnt - was, wenn die Träume scheiße sind?
Wenn niemand sie anguckt, wenn man sich keinen Strom oder Internet leisten kann?
Wenn man keine Möglichkeit hat die Träume zu posten?
Keine Likes, kein Geld. Kein Geld, kein Strom. Kein Strom, keine Träume.
Es ist ein Teufelkreislauf.

Leah und Mika leben mit ihrem Vater in einer heruntergekommen Wohnung irgendwo in der Stadt. Mika verdient den Lebensunterhalt, Leah kümmert sich um ihren Vater.
Bis Mika seine Karriere als Profiträumer aufgeben muss. Er kann nicht mehr klarträumen, sein Schlaf wird von Angst dominiert und nur noch Leah kann sie aus der verzwickten Lage retten.
Gemeinsam mit drei anderen träumt sie sich nun Nacht für Nacht in das Spiel eines Unbekannten.
In einen konstruierten Traum, der mehr Panik schürt als Hoffnung. Leah begibt sich in Gefahr und die Einzige, der sie trauen kann, ist sie selbst...

Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, grenzt in meiner Vorstellung an ein postapokalyptisches Szenario. Kaum Strom, kaum Essen, nur veraltete Technik, die einen davon abhält durchzudrehen.
Man kann sich in Träume klicken, sie adaptieren, den Rest ausblenden und sich einreden, dass das vor der Tür da nicht gerade vor die Hunde geht.
Im Traum ist man sicher, geborgen - es kann nichts passieren. Eigentlich.
Ich muss zugeben, ich war zu Beginn des Buches etwas verwirrt.
Als Leser steigt man irgendwie mitten drin ein. In die Gedankenwelt eines Surfers, einer Kamikaze-Diebin und eines Verräters. Erst nach einiger Zeit habe ich gemerkt, dass das nicht die Realität war und das Chaos hat sich aufgedröselt.
Aber selbst mit der Lösung des Problems war ich mir noch nicht sicher, was ich von der Geschichte halten soll. Das ist immer so ein Ding mit diesen verschiebbaren Realitäten - ich weiß nicht, was ich glauben kann.

„GoodDreams“ wird aus der Sicht von mehr oder weniger vier Protagonisten erzählt.
Die vier, die später das Traumspiel mit dem Ziel von 250000 Dollar bestreiten. Leah schien mir die Hauptfigur zu sein und durch die fehlende Ich-Perspektive konnte ich schlecht eine Bindung zu irgendjemandem aufbauen. Das machte aber spätestens dann nichts mehr als ich endlich durch die Handlung durchgestiegen bin und die Story an Fahrt aufnahm.
Ich habe mit Leah mitgefiebert, bin mit den anderen durch die weiße Stadt gerannt - immer auf der Flucht vor etwas und auf der Suche nach dem Ziel.
Das niemand so richtig eine Ahnung hatte, hat mir irgendwann nichts mehr ausgemacht - denn ich konnte mir denken, worauf es hinausläuft.

Da Leah dauerhaft zwischen Realität und Traum hin und her springt, weil sie auch immer wieder aufwacht, fühlte sich das Ganze an wie ein Film, der an der spannendsten Stelle gestoppt wird.
Man möchte sich die Haare raufen, sein Popcorn gegen den Fernseher schmeißen und energisch die „Play“ Taste drücken, aber es geht einfach nicht weiter. Ihr seht also, spannend und actionreich war die Suche nach dem unbekannten Ziel bei GoodDreams alle Mal. Und zu meinem Glück wurde auch eine kleine Liebesgeschichte eingebaut, die aber nicht überhand genommen hat.

Fazit:

„GoodDreams“ ist im wahrsten Sinne eine „traumhafte“ Dystopie.
Auch wenn ich mich anfangs durch die ganzen Träumereien aus dem Konzept geworfen gefühlt habe, kam ich doch nicht von der Geschichte los.
Die einigermaßen sympathischen Protagonisten machen es einem leicht dem Verlauf der Hetzjagd zu folgen. Man bangt und rätselt und fiebert ein bisschen mit - die Explosionen, Lebensgefahr, Einstürze, Flucht und Abgrenzungen bringen die nötige Spannung mit sich, um die Auflösung herbeizusehnen.
Nur das Ende war mir ein wenig zu unspektakulär und offen...

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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