[8 gute Gründe,
warum man die Grimm-Chroniken kennen sollte]

Dezember 07, 2018

Ein ereignisreiches Jahr geht zuende.
Pünktlich zur Veröffentlichung der achten und letzten Folge der Grimm Chroniken von Maya Shepherd dieses Jahr, dachte ich, ich erzähle euch mal, warum man diese Serie unbedingt lesen sollte!
Bereits 2017 ging es los, Maya suchte nach Bloggern für ihre neue Buchserie - ich wusste nur, dass sie mit den Gebrüdern Grimm zu tun haben sollte und mir war sofort klar, dass ich mich dafür melden muss. Und ich hatte Glück.
Am 02 Februar 2018 erschien der erste Band der Serie im Sternensand Verlag, was mein Fanherz natürlich noch viel mehr gefreut hat.
Seitdem habe ich die Ehre die Grimm Chroniken zu begleiten und nach einem Jahr märchenhafter Lektüre wird es Zeit ein Resümee zu ziehen - damit noch viel mehr Menschen in diese zauberhafte Welt abtauchen können.
Aber erstmal ein paar Randinfos (dieser Beitrag beinhaltet Werbung UND ihr kommt mit dem Klick auf die Cover zu meiner jeweiligen Rezension):



- Veröffentlichung Band 1: 02. Februar
- Aktuelle Veröffentlichung: Band 8 - 07. Dezember
- Fantastischer Märchenadaptionsgenremix mit zwei geplanten Staffeln
- Staffel 1 ist auf 13 Folgen ausgelegt.
- Jedes Buch umfasst ca 150-180 Seiten
- die Folgen erscheinen in einem monatlichen Rhythmus

Inhalt Band 1:

Dieses Buch beginnt nicht mit Es war einmal, denn auf diese Weise fangen all die Lügen an,
die Wilhelm und Jacob in die Welt gesetzt haben.
Dies ist kein Märchen, sondern eine wahre Geschichte.
Es heißt, die Bösen werden bestraft und die Guten leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.
Das Leben ist aber nicht schwarz-weiß und gewiss nicht glücklich.
Rot ist die Farbe, die über das Schicksal bestimmen wird.
Die Lüge ist oft nicht von der Wahrheit zu unterscheiden, am wenigsten, wenn die Wahrheit zu schrecklich ist, um sie glauben zu wollen.
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1. Leichter Schreibstil mit

viel Spielraum für Fantasie



Ein wichtiger Kritikpunkt für ein gutes Buch ist ja definitiv, dass man es gut lesen kann.
Andererseits möchte man aber auch nicht alles vor die Nase gesetzt bekommen und selbst denken können. Man will viel, aber doch nicht zu viel.
Da einen Mittelweg zu finden ist oftmals schwerer als man glaubt.
Doch die Grimm Chroniken bieten genau das. Unterstützt durch die Buchdicke fliegt man geradezu durch die Seiten, der Stil ist locker, einfach zu lesen und verliert auch in der achten Folge noch nicht seinen Flow. Gleichzeitig reizt die Autorin die Fantasie - es gibt so viel zu entdecken, denn sie...
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2. ...vereint unendlich viele Märchen

in einer Serie



Also Märchenfans kommen eigentlich fast gar nicht um die Grimm Chroniken herum. Wirklich nicht. Das fängt schon bei Schneewittchen an und hört bei Blaubart und dem Teufel nicht auf.
Man liest von Schwänen, von Hänsel und Gretel, von Schneeweißchen und Rosenrot, von Dornröschen - entdeckt Elemente des Sterntalers und Rumpelstilzchen, die Liste ist endlos.
Wirklich, es gibt fast nichts, das die Autorin nicht in der Serie verarbeitet hat oder verarbeiten wird, da bin ich mir sicher.
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3. Geniale Charaktere, jeder für sich

wichtig für den Verlauf



Viele Serien bauen darauf auf, dass es nur ein paar Charaktere gibt, an die man sich binden kann. Charaktere, die einen durch die Geschichte tragen, an die man sich Klammern kann und die einen die Wartezeit bis zum nächsten Buch überstehen lassen. Ist ja auch an sich nicht falsch.
Doch Maya Shepherd schafft es gleich eine Handvoll Protagonisten zu erschaffen und sie dem Leser mehr oder minder sympathisch zu machen.
Nicht nur das, auch die emotionale Bandbreite, die charakteristische Tiefe, die sie in jeder einzelnen Person präsentiert ist für eine Serie richtig, richtig großartig. Da sind zum Einen natürlich Joe, Maggy und Will, die die Gegenwart unsicher machen und mit denen alles begann.
Auf der anderen Seite hat man Mary und Dorian, Marys Eltern, die ältere Margery, Jacob, Wills Vater und Ember. So viele starke Charaktere, wobei es sich natürlich hauptsächlich um Will, Maggy, Joe, Mary, Dorian und Margery dreht. Dennoch sind irgendwie alle präsent, ohne sich vorzudrängeln.
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4. Historisches Hintergrundwissen

bringt Abwechslung



Kommen wir zu einem Punkt, den ich von der ersten Folge an sehr geliebt habe.
Es ist ja nicht so, dass Maya die Grimm Welten aus dem Nichts erschaffen hat.
Nein, am Ende jeder Geschichte belegt sie die historischen Fakten und Orte, auf die sie den Verlauf gegründet hat. Sie nennt die Originalmärchen der Gebrüder Grimm, die für die jeweiligen Folgen relevant sind, zeigt, dass Schloss Drachenburg ein realer Ort in Deutschland ist und vieles mehr. Obwohl ich Historisches eigentlich gar nicht so mag, finde ich die Informationen am Ende immer super interessant, denn es zeigt auch wie viel Mühe und Liebe zum Detail hinter jeder Story steckt.
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5. Ein großer Spannungsbogen

durch Welten und Zeiten



Ich seh Buchserien immer so: Eine Zeit, eine Welt, eine Geschichte - nur in kleinen Häppchen.
Und Maya so: Nö. Die Grimm Chroniken bieten sehr viel Abwechslung ohne überladen zu wirken. Es gibt drei Zeiten zwischen denen man sich bewegt, kapitelmäßig aufgeteilt, sodass man nicht durcheinander kommt - der Leser aber auch ein wenig nachdenken kann.
Die „Gegenwart“ in unserer Welt im Jahr 2012.
Die Vergangenheit von 1590, 1796-98 zuerst in Marys Geburtswelt, später in Engelland.
Und schlussendlich Margerys Zeitstrang in der Traum-/Zwischenwelt irgendwann um 1812.
Das klingt vielleicht gerade etwas beängstigend, aber glaubt mir, bereits nach der ersten Folge ist es super einfach da durchzusteigen. Und es macht einfach Spaß darauf hinzuarbeiten, wann sich die einzelnen Stränge endlich treffen und wo das alles hin führt.
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6. Tiefgreifende, große

emotionale Bandbreite



Wie bereits oben angesprochen habe ich selten eine so grandiose Bandbreite bei Charakteren gesehen. Man erlebt förmlich die emotionalen Stimmungsschwankungen - von gut zu böse zu gut zu irgendwas dazwischen.
Mit Maggy hat man einen vernünftig, träumerischen Bücherwurm mit Hang zur Neugier.
Will ist der skeptische, loyale Durchschnittstyp, der da irgendwie reingeraten ist. Joe der große Kämpfer und Beschützer, der seinen Platz noch erst finden muss. Margery bringt eine gewisse Dunkelheit, aber auch ein großes Herz mit in die Geschichte - doch Mary, Mary ist der Charakter mit dem größten Spektrum. Alleine für ihre Entwicklung lohnt es sich ganz tief in diese Serie abzutauchen.
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7. Atmosphärisch ein brodelnder Hexenkessel



Ich glaube, ich habe es immer und immer wieder betont, aber man kann es ja nicht oft genug sagen: Die Grundstimmung der Grimm Chroniken ist düster. Dunkel. Vielleicht ein wenig vergiftet.
Es geht um Magie, um böse Zeiten, um Verfolgung, Macht, Vampire, Blut, Märchen - die Atmosphäre ist durchweg fast ein wenig angespannt, doch das überträgt sich erst im Laufe der Zeilen auf den Leser. Es macht nicht befangen, aber nimmt trotzdem gefangen.
Es fühlt sich an wie ein Lauf durch seichten Treibsand an dessen Ende eine Oase wartet.
Man freut sich und hat gleichzeitig Angst zu versinken, weiß aber, dass Rettung naht.
Hach, das Gefühl ist einfach schwer zu beschreiben, es lohnt sich allerdings.
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8. Keine langen Wartezeiten

und wunderschöne Cover



Was soll ich sagen? Schaut euch die Cover an.
Das ist für mich einfach schonmal der erste Grund die Geschichte zu kaufen.
So, so, so wunderschön. Ich liebe jedes einzelne davon.
Und für eine Serie ist die Wartezeit von einem Monat absolut angemessen.
Man hat genug Zeit, die Story zu verarbeiten, aber zu wenig, um sie ganz zu vergessen, wenn man direkt am Erscheinungstag weiter liest. :)
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Fazit:

Die Grimm Chroniken sind immer einen Blick wert.
Wer es blutig, düster und vor allem vielfältig mag, der darf sich diese Reihe nicht entgehen lassen. Fantastische Welten, grandiose Zeiten und historisches Hintergrundwissen warten auf euch.
Maya Shepherd hat eine phänomenale Reihe mit unzähligen Märchenfiguren erschaffen, die im Ein- und Missklang zueinander stehen und dadurch den Kessel zum Brodeln bringen.


Lesen und selbst überzeugen! <3


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2 Kommentare

  1. Hallo Micky,
    ich habe noch nie etwas von der Reihe gehört und wahrscheinlich auch nie danach gegriffen. Für mich sehen die Cover viel mehr nach einer Lovestory aus,aber jetzt wo die Worte düster und blutig gefallen sind, sollte ich mir die vielleicht doch mal näher ansehen.

    Liebe Grüße
    Lilly

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Lilly,

      hahaha, ehrlich, das sieht dir nach Lovestory aus? Wirklich? XD
      Krass wie unterschiedlich Wahrnehmung sein kann.
      Nein, es ist Fantasy/Märchenadaption - und ja, es ist auch Liebe drin, aber der Fokus liegt auf der Entwicklung der Charaktere, auf dem Zusammenspiel von Gut und Böse, es ist ein bisschen Jugendbuchstil mit dabei, aber die Grundstimmung ist düster. :)

      Halt mich gern auf dem Laufenden, wenn du sie dir mal anschaust :)
      Einen schönen Abend <3

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