[Rezension]
Götterherz

November 08, 2018

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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B. E. Pfeiffer - Götterherz

Genre: Romantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 09. November 2018
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 362 Seiten
Ebook: 3,99 € ; Print: 12,95 €
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Inhalt:

Seit Beginn ihres Familienurlaubs in Griechenland durchlebt die zwanzigjährige Penelope seltsame Träume. Jedes Mal findet sie sich an einem bedrohlichen Ort voller Monster wieder.
Und jedes Mal erscheint ein mysteriöser Mann und verteidigt sie gegen diese Kreaturen.
Als sie diesen Fremden auch in wachem Zustand trifft, blitzen Erinnerungen an ein früheres Leben in ihr auf. An ein Versprechen von Unsterblichkeit, an eine Liebe, die Jahrtausende überdauert hat, und an eine uralte Rivalität zwischen zwei Göttern.
Und einem davon gehört ihr Herz schon seit so langer Zeit. Allerdings muss sie nun um ihn kämpfen – um ihn und um ihr eigenes Leben, das von Göttervater Zeus persönlich bedroht wird.

Meinung:

Götter. Herz.
Herz. Gott. Griechenland.
Mythen. Sagen. Liebe.
Und dann dieses Cover!

Es stand außer Frage, dass ich das neue Buch von B. E. Pfeiffer unbedingt lesen musste.
Dazu diverse leise und laut gehauchte Empfehlungen von Seiten meiner Bloggerkollegen, die schneller waren mit der Geschichte.
Außerdem die Konstellation von Hades und Persephone, deren Geschichte ein jeder kennen sollte, der sich ein wenig mit den Göttersagen beschäftigt - oder einfach durch dutzende Serien angefixt ist.

Als Leser begleitet man Penelope, genannt Pen, in der Ich-Perspektive in den Griechenlandurlaub, den ihr Vater für die gesamte Familie gebucht hat.
Leider so weit ab vom Schuss, dass Abenteuer, Sand und Meer lange Autofahrten entfernt liegen.
Und so kommt es, dass sich alle, mehr oder weniger glücklich mit der Situation, dem Willen des Familienoberhauptes beugen und unsagbar langweilige Ausflüge unternehmen.
Ob es an der vorherrschenden Hitze liegt oder an etwas anderem - Pen bricht, von einer Ohnmacht überrollt, zusammen und damit beginnt das rachsüchtige Spiel der Götter.

Was soll ich sagen?
Zwanzig, fast einundzwanzig Jahre jung, ist mir Pen direkt von Anfang an sympathisch gewesen.
Sie ist besonnen, klug und ihr Sarkasmus kommt immer zum richtigen Moment.
Und auch der Rest ihrer Familie ist so unterschiedlich wie Tag und Nacht - was natürlich teilweise in Situationskomik endet oder den Leser zum Schmunzeln bringt.
Das männliche Pendant in diesem Falle ist Ajax, ein gutaussehender, heißer Kellner mit einem großen Geheimnis, das es zu lüften gilt.

Ich muss sagen, mir hat die Idee hinter der Geschichte ziemlich gut gefallen, auch wenn es bei der Umsetzung wieder ein paar kleine Punkte gab, die man hätte besser machen können.
Was ich beim Debüt „Die Weltportale“ bemängelt hatte, nämlich dass es sich zog und ein wenig zu langsam voran ging, ist bei „Götterherz“ absolut nicht vorhanden.
Die Liebesgeschichte, die ja, neben den griechischen Mythen, im Vordergrund steht, ist rasant.
Leider ein bisschen zu rasant für meinen Geschmack.

Die Protagonisten lernen sich zwar, soweit man das sagen kann, in Ruhe kennen, aber sie haben schließlich auch nur eine Woche, bevor eine bestimmte Deadline eintritt.
Sie nähern sich an, es ist humorvoll und teilweise auch romantisch umschrieben, aber die wichtigen Tatsachen gingen mir zu schnell von der Hand. Das liegt zum Einen natürlich an Pen‘s Vergangenheit, zum Anderen aber auch am Zeitdruck, der auf den Charakteren lastet.
Nichtsdestotrotz hat die Autorin hier ein Gefühl von „zufriedenem Nicken“ hinterlassen, wenn ihr versteht was ich meine.

Der zweite Punkt, der mir etwas aufgestoßen ist, ist, dass die Handlung ebenfalls beschleunigt abgespielt wurde. Sprich, alle Probleme, vor die die Protagonisten gestellt wurden - sei es in der Realität oder der Vergangenheit, ob in Griechen- oder dem Götterland - wurden sehr fix abgewickelt.
Es gab kaum Zeit zum Innehalten, zum Mitfiebern, zum Erschrecken oder zum Wirken lassen der Situation. Die verarbeitete Action und der Spannungsbogen haben ein bisschen darunter gelitten.

Einzig der Antagonist Zeus bringt da wieder Schwung in die Bude.
Während des Lesens hatte ich, ausgehend davon, was ich von ihm wusste, die ganze Zeit ein beklemmendes Gefühl. Wann betritt er wieder die Bühne?
Was tut er, um die Charaktere scheitern zu sehen?
Ich meine, alleine das Setting, die große Prüfung, die Persephone durchleben muss, ist schon eine Kunst für sich. Mit Monstern, Sümpfen und dunklen Höhlen.

Alles in allem hat mir die Geschichte um die neue/alte Götterwelt aber gut gefallen. Die Lovestory nimmt, neben der Action, einen großen Teil des Buches ein, aber das habe ich nicht anders erwartet.
Emotional gesehen ist noch Luft nach oben, aber „Götterherz“ ist schon mal ein guter Anfang.

Fazit:

Mit ihrer Geschichte rund um Hades, Persephone, Zeus, Achilles und vielen vielen mehr, hat die Autorin alte Sagen genommen und neu aufgearbeitet.
Wer sich ein wenig mit den Göttern beschäftigt, findet hier viele bekannte Gesichter - alle mit eigener Persönlichkeit und Verbindungen, die man vielleicht nicht erwartet hat.
„Götterherz“ erzählt in rasantem Stil von einer Liebe, die die Welt zu spalten droht.
Durch gezielt eingesetzten Humor und Sarkasmus, fesselt die Autorin den Leser ans Buch, wenn auch die Spannungs- und Actionszenen nur Sekunden dauern und nicht intensiviert wurden.

Für Fans von Romantasy ein absolutes Muss, für solche die eine Geschichte mit viel Tiefe und detailierteren Szenen suchen, eher nicht.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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