[Filmreview]
Phantastische Tierwesen 2
(Grindelwalds Verbrechen)

November 24, 2018

Wie so viele von euch, bin ich dem Harry Potter Universum absolut verfallen.
Ich würde eine Serie rund um Hogwarts und seine Geheimnisse, sowie eine Fortsetzung der Filmreihe sofort begrüßen! Es ist einfach ein Thema, das niemals aus der Mode kommen wird.
Es gibt noch so viel zu entdecken und so viel zu sehen.
Umso toller finde ich es natürlich, dass mit den Phantastischen Tierwesen ein neuer „Hype“ aus der Harry Potter Welt den Markt erobern konnte.
Ich war also in Grindelwalds Verbrechen und will euch nun spoilerfrei meine Eindrücke schildern. Ich kann euch jetzt schon sagen, dass ich manch eine negative Review überhaupt nicht verstehen kann. Aber nun erstmal der Trailer:



Hier trennt sich die Spreu vom Weizen


Wisst ihr, ich habe mir die Frage gestellt, woran es liegen könnte, dass so manch einer den Film verwirrend fand und nicht ganz durchgestiegen ist.
Ich gebe zu, da gibt es etliche Namen die etwas merkwürdig anmuten, die ich jetzt schon wieder vergessen habe - aber den roten Faden, den habe ich nie verloren. Warum auch?
Natürlich gab es ein, zwei Stellen, die sich mir auch noch nicht ganz erschlossen haben, aber das macht doch den Film nicht unbedingt schlechter.

Ich versuche nun erstmal ein wenig die Handlung zu umreißen:
Newt Scamander hatte in Teil eins in New York ganz schönen Schaden angerichtet, als er zusammen mit seinen Freunden und dem Ministerium den bösen Obscurus jagte.
Zurück in London wurde er mit einem Ausreiseverbot belohnt, das ihn jedoch nicht ganz zu stören schien, wollte er sich doch eh den Tieren in seinem Koffer widmen.
Durch seinen Bruder Theseus, der im Zaubereiministerium arbeitet, soll das Verbot aufgehoben werden, doch das, was Newt dazu im Austausch tun soll, ist ihm zuwider und er lehnt ab.

Und an dieser Stelle kommen das erste Mal lieb gewonnene Charaktere ins Spiel.
Alte Bekannte, wenn man so will. Der junge Dumbledore hat nämlich genau die richtigen Argumente, um Newt dazu zu bringen sich nach Paris zu begeben, um dort erneut nach Credence zu suchen. Gemeinsam mit Muggel Jacub macht er sich auf den Weg ins zauberhafte Paris und stürzt sich damit in ungeahnte Gefahren - denn auch der gefürchtete Gellert Grindelwald hat Paris zu seinem Stützpunkt auserkoren.


Hach, wenn ich alleine nur wieder daran denke, komme ich ins Schwärmen.
Der Film hat alles, was Potterfanherzen höher schlagen lässt.
Magie, Spektakel, neue Tierwesen und was noch viel wichtiger ist:
Zwei bis drei Höhepunkte, die so mindblowing sind, dass es mir den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Für alle aufmerksamen Zuhörer oder Leser der Bücher lässt sich jetzt schon sagen: Ihr werdet nicht nur den jungen Dumbledore kennenlernen, sondern auch einen weiteren Professor der Reihe, so wie zwei alte Freunde, die man zumindest kennen sollte.
Wer sich nun spoilern will, weil er es nicht aushält - einfach die nächsten Zeilen markieren und kopieren, der Text ist weiß gehalten:
Es geht zurück nach Hogwarts und man trifft Professor McGonagall, Nicholas Flamel, Fawkes und allen voran (LIKE OMFG!) Nagini in Menschengestalt!!!
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Dumbledores Geschichte


Ich muss gestehen, ich bin kein uneingeschränkter Fan der Filme um Harry Potter.
Das hat den einfachen Grund, dass eben die Thematik rund um Dumbledore und Grindelwald, so wie einige andere Dinge außen vor gelassen wurden.
Umso schöner und überraschter war ich auch, dass die neue Filmreihe jetzt genau diese Punkte aufgreift und mit den Phantastischen Tierwesen zu kombinieren scheint.
Ich musste wirklich an mich halten, im Kino nicht laut „ENDLICH“ zu schreien.
Denn: Nur wer die Bücher gelesen hat weiß, dass Dumbledore eine bedeutsame Vergangenheit hat. Und nur wer die Bücher kennt, konnte, glaube ich zumindest, den Film ein bisschen besser nachvollziehen als solche, die die Bücher nie gelesen haben.
Ich hab mich auf jeden Fall gefreut und es war ein wenig als würde ich Insiderinformationen mit dem Film teilen. Haha.



Specialeffects und Tierwesen


Ein weiterer großer Punkt des Filmes (den wir übrigens in 3D geguckt haben) waren die Effekte.
Ich war so drin! So begeistert. Ich wurde mitgerissen und musste zum Schluss bei dem Farbenspiel der Magie fast ein bisschen weinen. Es war großartig und atemberaubend.
Wie Feuerwerk auf der Leinwand - nur magischer. Schöner. Einnehmender.
Man wusste fast nie, wo man zuerst hingucken sollte.
Was die Filmemacher da aus dem Hut gezaubert haben, war wirklich wahnsinnig gut.
Ich hatte bei allen großen magischen Szenen Gänsehaut. Vor allem das Ende.
Durch die Effekte kam das Zusammengehörigkeitsgefühl richtig gut beim Zuschauer an.

Und auch die Tierwesen waren vielfältig ohne Ende.
Allen voran natürlich wieder die kleinen süßen Niffler.
Die kennt man ja schon aus dem ersten Teil und weiß, wie gold- und funkelgierig diese winzigen Racker sind. Jetzt in Teil zwei drehen sie nochmal richtig auf und sorgen für den ein oder anderen Lacher - aber auch erstaunliche Überraschungen. Seid gespannt!
Ich kann die Kritiken, dass es zu wenig Tierwesen waren, absolut nicht verstehen. Klar, es dreht sich wieder um Newt Scamander und seinen magischen Koffer voller Möglichkeiten - aber es heißt eben auch “Grindelwalds Verbrechen“ und nicht „neue vielfältige Tierwesen“.

Womit wir bei einem weiteren Punkt wären, der mir in einigen Kritiken ins Auge gesprungen ist und auf den ich einfach noch eingehen muss:
Der Filmtitel lautet „Grindelwalds Verbrechen“ - da war ja überhaupt kein Verbrechen drin. Ähhhhh... nein? Wirklich nicht?
Wenn jemand Pläne schmiedet die ganze Weltordnung auf den Kopf zu stellen, Magie zu offenbaren und darauf setzt, dass man seinem unglaublichen Charme erliegt, selbst, wenn man dabei über Leichen geht und ohne Skrupel ist - dann ist das also kein Verbrechen?
Also bitte. Johnny Depp ist der geborene Grindelwald.
Alleine schon in den Anfangsszenen sah man ihm seinen Wahnsinn an.
Wer ihn nicht mag, hat Pech gehabt.

Damit das hier nicht zu lang wird und weil ihr dieses Filmerlebnis einfach selbst sehen müsst, gibt’s noch eine kleine Übersicht vor dem Fazit.

Filmische Darstellung: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Spannung: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Action/Thrill: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Humor: ⭐️⭐️⭐️⭐️
Gefühl: ⭐️⭐️
Story: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Charaktere: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
Authentizität: ⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️
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Fazit:


Die Fortsetzung von „Phantastische Tierwesen“ ist großartig aufgemacht.
Aller Kritiken zum Trotz finde ich die Besetzung fantastisch gewählt.
Die schauspielerische Leistung war grandios, von der filmischen mal ganz abgesehen.
Es gibt viel zu entdecken, ein kleiner Fokus auf Dumbledores Geschichte lockert die sonst eher düstere, leicht chaotische Atmosphäre auf. Potter Fans kommen ebenfalls auf ihre Kosten.
Wer im ersten Teil die Tierwesen gefeiert hat, darf sich auf einige neue Arten gefasst machen, die zeitweise für Gänsehaut sorgen. Wer sich eine Weiterentwicklung der Lovestory wünscht, der wird zwar nur angefüttert, aber der Rest der Geschichte macht das absolut wett.
Für Überraschungen ist definitiv gesorgt!

Gesamtbewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️💫 (4,5/5)

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