[Rezension]
Undying
(Das Vermächtnis)

September 06, 2018

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Amie Kaufman & Meagan Spooner
Undying (Das Vermächtnis)

Genre: Scifi
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 25. Juli 2018
Verlag: Fischer Sauerländer
Seitenanzahl: 496 Seiten
Ebook: 16,99 € ; Print: 19,00 €
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Inhalt:

Auf der Erde hätten Jules und Amelia sich gehasst:
Er ein verwöhntes Oxfordgenie, sie eine Plünderin aus der Unterwelt Chicagos.
Zwei wie Feuer und Wasser – doch als sie sich auf dem Planeten Gaia begegnen, ist sofort klar,
dass sie einander brauchen werden.
Eine pragmatische Zweckgemeinschaft für eine halsbrecherische Mission, nichts weiter.
Oder ist da etwa doch mehr?

Meinung:

Undying (Das Vermächtnis) ist wieder so ein Buch von dem ich nicht weiß, was ich davon halten soll. Irgendwie habe ich viel mehr Liebe und Action erwartet - etwas, das auch da war, mich aber nicht erreicht hat. Ich kenne den Stil der beiden Autorinnen ja bereits von ihrer „These Broken Stars“ Reihe, wobei diese mir deutlich besser gefallen hatte...

Die Geschichte von Amelia und Jules wird abwechselnd aus der Ich Perspektive der beiden erzählt. Und die Reise beginnt auch super vielversprechend.
Amelia, ihres Zeichens Plünderin und Überlebenskünstler, ist auf Gaia, einem Planeten innerhalb des Erduniversums, der erst kürzlich von Forschern entdeckt wurde. In dort gebauten Tempeln werden Unmengen von Schätzen vermutet, was natürlich einige Gauner und Kriminelle auf den Plan ruft.
Die Internationale Allianz, kurz IA, ist begierig darauf den Planeten zu erforschen und jedwede Technologien für sich zu beanspruchen, um die Erde zu retten. Seit der Entdeckung vor einigen Jahren, tüfteln ihre besten Wissenschaftler schon daran, die Sprache der Unsterblichen, wie die ehemaligen Bewohner Gaias genannt werden, zu entschlüsseln.

Jules Addison ist ein junger sprachbegabter, angehender Archäologiestudent, der sich auf eigene Faust auf Gaia umsehen will. Natürlich nur mit der Absegnung von ganz oben. Und wie es der Zufall will, kreuzen sich Amelias und Jules Wege direkt zu Beginn. Wo jedoch Anspannung, Neugier und atmosphärisches Knistern in der Luft liegen sollte, spürte ich nur... nichts.
Hier und da mal ein Aufblitzen an Emotionen. Ein Luft anhalten ob der Gefahr.
Ein leises Anklopfen der Spannung und Wissbegierde.

Man begleitet Jules und Amelia auf ihrem Weg durch Gaias karge Landschaft und noch kargere Tempel. Wenn ich so darüber nachdenke, fehlte mir eindeutig etwas Grün.
Ich bin nicht der Typ für Wüsten und Gestein.
Für Mauern und Tempel. Allerdings bin ich der Typ für Geheimnisse und Mythen.
Und für Fallen. Für Fallen bin ich immer zu haben.

Beide Protagonisten verfolgen unterschiedliche Ziele und haben doch den gleichen Weg vor sich.
Und dieser Weg war durchaus interessant zu verfolgen, obgleich mir auch die Mathematik und Logik der ganzen Rätsel, die Art, wie die beiden über ihre Entdeckungen kommuniziert haben, irgendwie einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Es war mir zu sachlich, zu formell und ich konnte die Begeisterung der Charaktere nicht wirklich teilen.
Erst gegen Ende, im letzten Drittel, konnte mich die Geschichte wieder packen.
Amelia und Jules sind ihren Pfad gegangen, manchmal gefallen oder auch daran entlang geschlittert.

Und dann kam die Lösung des Ganzen. Das, wofür sie die Reise auf sich genommen haben und doch wieder nicht. Es war verblüffend zu sehen, wie die Autorinnen die Fäden auseinandergerissen und dann wieder zusammen gefädelt haben. Das Ende ist sehr gelungen. Aber Achtung:
Mit fiesem Cliffhanger.

Fazit:

Formen, Spiralen, außerirdische Zeichen. Eine Liebe gebaut auf Lügen und Verrat.
Nicht zu lösen mit der allgegenwärtigen mathematischen Logik.
Und trotzdem am Ende verblüffend. Undying ist gespickt mit Science Fiction Elementen, ummantelt mit einem berechnenden, kühlen Flair, der mir kaum zugesagt hat. Die Spannung im Mittelteil fehlt fast gänzlich, wo gerade dort die Rätsel und Geheimnisse dafür sorgen sollten.
Es ist eine Geschichte mit grundverschiedenen, an sich tollen Charakteren, die sich aber - meiner Meinung nach - zu sehr in emotionslosem Geplänkel verlieren.
Die Oberfläche wurde angekratzt, aber sie blieb stabil. Leider.

Empfehlen würde ich es allen, die auf Scifi mit jungen Protagonisten stehen, die sich gerne mit Logik beschäftigen und nichts gegen einen nicht allzu bildgewaltigen Schreibstil haben.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5)


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