[Rezension]
BeastSoul
(Sternenlicht)

September 03, 2018

Vielen Dank an die Autorin für die Bereitstellung des (Ebook-)Rezensionsexemplars!*

Infos zum Buch / Werbung!

Juliana Fabula - BeastSoul
(Sternenlicht)

Genre: Jugendbuchfantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 27. Juli 2018
Verlag: Books on Demand
Seitenanzahl: 456 Seiten
Ebook: 4,99 € ; Print: 14,99 €
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Inhalt:

Märchen enthalten einen Funken Wahrheit.

Finya hat nie damit gerechnet, eines Tages in einem dieser fantastischen und magischen Abenteuer zu landen, die sie bisher nur aus ihren Büchern kennt. Von einem Moment auf den anderen wird ihre Welt völlig auf den Kopf gestellt.

Träume werden zur Realität.

In Arcanus, der Akademie für Beasttamer, lernt sie nicht nur, ihre elementaren Kräfte zu kontrollieren, sondern auch ihr Beast kennen.
Und Leonèl ist wahrlich das Biest in Person.

Legenden werden neu geschrieben.

Doch der Schein des Sternenlichts birgt ebenso Finsternis.
Dunkle Schatten machen Jagd auf sie, Freunde und Feinde werden zu Bestien und nur die Sterne können ihr den rechten Weg weisen.

Willkommen in Nebula Astérì.

Meinung:

Erneut ein Buch, das mich sehr zwiegespalten zurück lässt.
Auf der einen Seite mochte ich die Idee total, die Charaktere waren toll und die Geschichte nimmt an Fahrt auf. Auf der anderen Seite kam ich mit Umsetzung und Schreibstil nicht so ganz klar, es gab einige Wiederholungen, auf die ich hätte verzichten können, es wirkte stellenweise oberflächlich und da wurden mir ein wenig zu viele Parallelen gezogen. Das ist so der grobe erste Eindruck.

Finya ist ein ganz normales 17-jähriges Mädchen, das nach dem frühen Tod ihrer Eltern bei ihrer Tante Annie in einem abgeschiedenen Landhaus aufwächst. Sie liebt es bei Wind und Wetter in der großen Bibliothek zu lesen, einen guten Tee zu trinken und der Stille zu lauschen, was sie auch nicht müde wird zu betonen. Ebenso wie ihre Tante, von der sie diesen lesenden Charakter wohl hatte.
Als sie eines Tages beim Einkaufen von einem Regenschauer überrascht wird und ihre Kräfte das erste Mal zu Tage treten, beginnt für sie das Abenteuer ihres Lebens. Denn Finya ist eine Tamerin, dazu bestimmt sich in der Welt von Nebula Astérì, auf der Akademie Arcanus, mit ihrem Seelenstern, ihrem Beast zu verbinden. Leichter gesagt als getan, wenn ihr die Sterne einen unausstehlichen Eisklotz an die Seite stellen, der nichts als Unhöflichkeiten und Widerworte für sie übrig hat.
Doch Leonèl ist nun einmal ihr Beast und früher oder später müssen sie miteinander auskommen.
Ob ihnen das je gelingen wird?

Die Geschichte, die mir die Autorin anvertraut hat, sowohl als auch der Klappentext, klangen auf den ersten Blick so vielversprechend. Akademie, Magie, Beasts, Berherrschung der Elemente - alles, was ich an Fantasybüchern liebe, sollte hier vereint werden.
Und meine Erwartungen waren mal wieder zu hoch. Oder meine Hoffnungen?
Versteht mich nicht falsch, ich mag die Story total und konnte auch mitfiebern und lachen.
Aber es gab leider auch einige Aspekte - vor allem in der Umsetzung - die mir Bauchschmerzen bereitet haben. Ich habe teilweise Sätze und Abschnitte übersprungen, einfach aus dem Grund, weil ich ahnte, dass dort nichts Wichtiges stehen würde.

Das lag vor allem am Schreibstil. Er ist leicht zu lesen, keine Frage und ich habe diesen dicken Wälzer auch innerhalb von zwei Tagen gelesen, aber nicht, weil mich der Stil so gefesselt hat, sondern nur, weil ich wissen wollte, wie es ausgeht. Fast wäre es auch nicht so weit gekommen, denn der Anfang liest sich etwas zäh. Als wenn man dickflüssigem, heißem Gold beim Laufen auf einer schiefen Tischplatte zuschaut. Uff. Der Kontent war durchaus interessant, aber durch die zeitgemäße Erzählweise, die nur hin und wieder mal beschleunigt wurde, kam es mir unheimlich lang vor.

Nachdem Finya dann aber ihr Beast zugeteilt bekam und auf der Akademie der Unterricht startete, wurde es wieder interessanter. Der knurrige, biestige Leonèl hat es mir direkt angetan. Ich liebe ja solche düsteren Charaktere, die extrem verschlossen sind und nur langsam oder gar nicht auftauen.
Dadurch, dass Finya an ihn gebunden ist, bekommt man auch manchmal seine Perspektive der Geschichte mit, wenn man das auch besser hätte unterteilen können. Was das angeht habe ich aber schon deutlich schlechtere Bücher gelesen.

Unterricht und Schule selbst erinnerten mich mit den Mythen und Geheimnissen, dem großen Saal und dem weitläufigen Akademiegelände, sehr an Harry Potter. Dazu und zu anderen Filmen/Büchern/Serien, fielen auch nicht selten Anspielungen, vor allem, wenn Finya ihren Gedanken nach hing. Was ich anfangs noch ganz süß erdacht fand, störte mich allerdings mit der Zeit ein wenig - genau wie die ewige Wiederholung, dass sie und ihre Tante Tee und Bücher liebten.
Oder, dass es typisch für ihre Tante sei, dies und das zu tun.

Finya findet schnell im Laufe des Buches schnell Freunde, was sonst so gar nicht ihrem Stil zu entsprechen scheint. Aber Emily, James, Oscar und Phoebe machen es einem unheimlich leicht, sie zu mögen, auch wenn ich jedes Mal noch auf den großen Knall gewartet habe, irgendwie.
Das war mir zu glatt, zu oberflächlich, denn man erfährt kaum etwas über die Truppe, außer die jeweiligen Beastgestalten und wer zu wem gehört.
Ein, zwei Liebesgeschichten sind natürlich auch mit dabei, aber dazu möchte ich mich nicht äußern, sonst versinke ich hier noch im Negativitätsstrudel, obwohl mir die Handlung doch so gut gefallen hat.

Die Antagonisten dürfen in einer solchen Geschichte natürlich auch nicht fehlen und an dieser Stelle bin ich wirklich gespannt, was da noch kommen mag, denn die Idee des Schattenclans und seiner Aufgabe, fand ich sehr gelungen.
Und das Finale, was eigentlich kein Finale ist, aber irgendwie schon, war sehr gut ausgearbeitet.
Trotz dessen, dass das Hauptaugenmerk auf der schulischen Entwicklung der Beasttamer Paare liegt, hat es die Autorin geschafft noch einige überraschende Wendungen einzubauen und ich möchte trotz meiner Schwierigkeiten mit der Umsetzung, unbedingt den zweiten Band lesen.

Fazit:

„BeastSouls“ ist eine fantastisch, magische Jugendbuchstory, die inhaltlich fesselt und mitreißt. Sprachlich, vor allem in Bezug auf die Ausarbeitung der Protagonisten, der Tiefe, Emotionalität und Authentizität, konnte mich die Autorin jedoch nicht abholen. Es gab zu viele Längen und Wiederholungen, die nicht hätten sein müssen und es kam mir vor, als wurde die ganze Zeit mit angezogener Handbremse gefahren.
Wenn dieser Knoten im zweiten Band platzt, wird das sicherlich ein phänomenales Spektakel, denn die Grundsteine sind gelegt:

Ein magisches Setting, eine knisternde, greifbare Atmosphäre - sowohl zwischen Leser und Buch, als auch zwischen den Charakteren - und ein spannendes Geheimnis, das es zu lüften gilt.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️💫 (3,5/5)

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2 Kommentare

  1. Liebe Micky,
    ich hab mich sehr auf das Buch gefreut, aber mittlerweile bin ich äußerst zwiegespalten, ob ich es wirklich lesen möchte. Leider häufen sich die nicht ganz so positiven Rezis und wenn ich etwas nicht ausstehen kann, sind es Bücher, die langatmig sind.
    Es wird daher erstmal nicht auf die Wunschliste wandern, aber ich bin sehr dankbar für deine ehrliche Rezi. ♥

    Liebst,
    Rika

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    1. Liebste Rika,

      ich kann dich verstehen. Bücher die langatmig sind, stehlen Zeit.
      Allerdings ist es wirklich schwierig das hier einzuordnen. Die Story ist wie gesagt toll, es hapert nur an der Umsetzung und am Stil. Wenn man darüber hinwegsehen kann, super. Und ich werde den zweiten Teil auch noch lesen, in der Hoffnung, dass sich die Autorin meine Kritik zumindest ein wenig zu Herzen nimmt.
      Aber das musst du entscheiden. Falls du dich irgendwann dazu entschließt es doch zu lesen, sag Bescheid ;)

      Drück dich <3

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