[Unbuchtipps]
7 Bücher,
die mich leider nicht
begeistern konnten

August 05, 2018

Weil der gestrige Beitrag über Selfpublisher so gut bei euch ankam, hatte ich fast direkt im Anschluss noch die Idee, euch auch mal Bücher zu zeigen, die ich fast überhaupt nicht mochte.
Bevor ich jedoch damit starte, möchte ich sagen:

Es ist lediglich MEINE Meinung und abgesehen davon gibt es sicher 
(zumindest wünsche ich mir das) unendlich viele Leute, die diese Geschichten lieben. 
Ich möchte hier niemanden schlecht machen, sondern einfach nur auflisten und erklären, warum sie mir nicht zugesagt haben. Sollte sich dennoch jemand angegriffen fühlen, dann tut es mir leid, aber dafür kann ich nichts.

Die meisten diese Bücher habe ich gelesen, bevor ich meinen Blogspot Blog eröffnet habe, aber ich werde euch trotzdem die Rezensionen zu Facebook verlinken, falls es jemanden interessiert.
Und falls ihr euch dann wundert: „Aber die meisten davon hast du doch sogar mit drei Sternen bewertet!“ - Ja, das ist richtig, denn ich gebe zumindest immer einen Stern für den Schreibaufwand und dann je nach Lage für die Idee, Umsetzung, Protagonisten etc. pp.
Es fällt mir immer schwer, weniger als drei Sterne zu geben.
Wenn das mal passiert (siehe Aegeria & das Unglück Mensch), dann muss es absolut an meinem Geschmack vorbei gerauscht sein. Es gibt also Bücher, die haben mich trotz einer Vergabe von drei Sternen enttäuscht haben und wenn dem so ist, dann erkläre ich das auch immer.
Ja, drei Sterne sollte eigentlich Mittelmaß sein, schwankt aber bei mir gerne mal von „wirklich gutes Mittelmaß“ bis hin zu „omg war das schlecht“.

Sollte euch das nicht aussagekräftig genug sein oder gegen eure gelernten Prinzipien sprechen, dann klickt euch jetzt bitte weg! ;)
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Ich weiß auch ehrlich gesagt gar nicht so genau wo ich anfangen soll.
Die folgenden sieben Bücher haben mich, jedes auf seine Weise, stark enttäuscht.
Aber ich fürchte, ich muss mit einem Buch beginnen, das von diesen sieben auf der untersten Stufe steht - zusammen mit einem zweiten Buch.

„Aegeria (Seelenruf)“ von Katelyn Erikson fällt sofort ins Auge.
Tolles Cover, mega guter Klappentext. Und dann kam die Ernüchterung. Unstrukturiert mit fehlender Tiefe. Sich überlappende Erzählperspektiven, keinen logischen roten Faden und die Namensgebung des Buches kam, in meinen Augen, auch nicht hinreichend zum Zuge. Die Story an sich war interessant genug, dass ich es beendet habe, aber leider war es komplett chaotisch.
Soweit ich weiß, ist es jetzt im Gedankenreich Verlag neu erschienen und ich hoffe, dass sie ein wenig Struktur in das Wirrwarr gebracht haben.
Der Auftakt der Dilogie hat mich leider negativ überrascht und fast ein bisschen fassungslos zurückgelassen damals. (Rezension)


Inhalt:

Was ist, wenn du bereits einmal gelebt hast?
Was geschieht, wenn die Vergangenheit dich findet?

Eine einzige Begegnung kann das gesamte Leben verändern.
So war es, als die angehende Ärztin Elenya Fairings
auf ihren Patienten Logan trifft. Als sei es nicht genug,
dass er behauptet, der König eines unbekannten Landes zu sein,
weiß er zudem Dinge über sie, die er nicht wissen dürfte.
Weshalb trägt er dasselbe Symbol an seinem Körper wie sie?
Weshalb verändert sich die Farbe seiner Augen?
Und was ist es, das sie so sehr zu ihm hinzieht?
Zu viele Fragen. Zu wenig Antworten.
Bist du bereit für die Wahrheit?

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Das nächste Buch, das fast auf der gleichen Stufe steht wie Aegeria, zeigt, dass man Bücher von der gleichen Autorin, lieben und „hassen“ kann.
Madeleine Puljic fand schon gestern Erwähnung in meinem vorherigen Beitrag und heute muss sie wieder dran glauben (was sie allerdings sicher nicht stört ;)). Sie wusste ja, worauf sie sich einlässt, wenn sie mir ein halbes Science Fiction Buch in die Hand drückt. Der kleine Anteil an dystopischen Elementen hat das dann leider auch nicht besser gemacht.

„Darwins Failure (Das Unglück Mensch)“ war absolut nicht mein Fall.
Es handelt sich hierbei um ein Endzeitszenario mit optimierten und nichtoptimierten Menschen, die sich gegenseitig mehr oder weniger bekriegen.
Die Atmosphäre war mir etwas zu düster, es gab unendlich viele Handlungsstränge und Nebencharaktere, es war mir zu religiös, als dass ich da irgendwie Gefallen daran finden konnte.
Es gab nur einen kleinen Lichtblick in dieser verworrenen, von Dunkelheit getrübten, dreckigen, unmoralischen Welt und der hieß Niove. (Rezension)

Auch diese Geschichte hat mittlerweile ein neues Zuhause gefunden und ich hoffe, dass sie bei Greenlight Press neue Anhänger finden wird.


Inhalt:

Manche behaupten, Noryak wäre keine Stadt, sondern eine Krankheit.
In Noryaks Centern werden Menschen genetisch optimiert und künstlich erzeugt.
Wer natürlich geboren wurde, muss sein Dasein in einer der Fabriken fristen,
in denen Maschinenteile wertvoller sind als Menschenleben.
Doch im Untergrund wächst bereits der Widerstand.
Hier sammeln sich die Puristen. Um ihre Menschlichkeit zu demonstrieren,
haben sie ihr eigenes Fleisch zerschnitten.
Jetzt ist es das Blut der Oberschicht, das sie fordern.

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Mein erstes Buch aus dem Hawkify Books Verlag war metaphorisch gesprochen ein totaler Reinfall. Ich hatte mich echt auf diese Geschichte gefreut und dann wurde es das, naja, sagen wir fast zweite Buch, das ich bewusst bei der Hälfte abbrechen musste.
„Götterlicht“ war das erste Buch, das der Verlag publizierte und stammt aus der Feder der Verlagschefin Vinya Moore. Leider (das wird mein am häufigsten verwendetes Wort heute) hat sie sich damit, zumindest bei mir, keinen Gefallen getan.

Die Geschichte selbst war aufgebaut auf eine tollen Idee.
Sie war neu und ich hatte so auf eine gute Umsetzung gehofft.
Doch ich wurde gar nicht mit der Protagonistin warm, sie widersprach sich oft selbst, handelte entgegen ihrer Aussagen und schürte bei mir einfach nur die Lust abzubrechen.
Nichtsdestotrotz habe ich ja immer Hoffnung, doch auch der folgende Verlauf machte es nicht besser.
Es wollte keine Spannung aufkommen, die Charaktere verhielten sich, in meinen Augen, unmöglich und es war schlichtweg langweilig. (Abbruchrezension)


Inhalt:

Acht Monde. Ein Traum. Zwei Schicksale.

Als ein Traum Natassya nächtlich heimsucht, weiß Zorusch, was seiner Tochter bevorsteht …
Eine Prüfung, deren Ausgang niemand kontrollieren kann.
Für die Kinder der Götter gibt es jedoch nur ein Ziel:
auserwählt zu sein und die Monde zu vereinen.
Als Herrscher von Kelan kennt Natassyas Vater auch die Schattenseiten der Macht.
Ist sie ebenfalls stark genug diese schwere Bürde zu tragen?
Wen haben die Ahnen für diese verantwortungsvolle Aufgabe vorgesehen?
Und wer wird tot aus der Zeremonie hervorgehen?
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Aua, aua, aua. Ich ducke mich mal jetzt schon vor den unzähligen Schlägen der Anhänger Jenna Stracks, die folgen werden. Zwar wohnt die liebe Dame, so wie ich, ebenfalls in Hannover, aber gleiche Stadt heißt noch lange nicht gleicher Geschmack. Oder so. Was ich aber anstandslos zugeben kann ist, dass ich ihre Bilder und Cover, sowie ihr Engagement gegenüber Bedürftigen, Krebs- und Lebenshilfen, wahnsinnig vergöttere und respektiere.

Was ich von dem unendlich gehypten „Nachtbeben“ leider nicht sagen kann.
Als allererstes und größtes Manko muss ich hier anführen:
Nachtbeben ist für mich KEIN Fantasyroman. Der Fantasyanteil misst vielleicht 15% der knapp 500 Seiten. Für meine Amazon Rezension wählte ich deshalb den Titel „Traumabewältigungsroman mit minimalem Fantasyaspekt“. (Rezension)
Und genau das ist es auch. Während ich mir so viel erwartet hatte, war die Geschichte rund um Emma einfach nur unheimlich langatmig und vorhersehbar.

Ich wusste früher als die Protagonistin, was um sie herum geschieht und worauf es hinauslaufen wird und ihre Naivität hat mich manchmal unfassbar geärgert. Hinzu kommen die gefühlt unzähligen Psychoanalysen, ein gefühlsmäßiges Hin und Her, das aber beim Leser einfach gar nicht ankommen will. Wenn 3/4 des Buches damit gefüllt sind und erst das Ende wirklich Spannung und Aufklärung bringt, dann kann ich das leider nicht gut finden.


Inhalt:

Emma steckt mitten im turbulenten englischen Studentenleben,
als sich ihr vermeintlicher Freund eines Nachts an ihr vergreift.
Plötzlich ist alles anders. Nach außen hin gibt sie sich beherrscht,
doch in ihrem Inneren wüten die Folgen dieser traumatischen Erfahrung.
Albträume, Flashbacks und panische Angst
machen ihren Alltag in der Uni zur Qual und drohen, ihr Studium zu gefährden.
Als dann auch noch ein neuer Student namens Kieran auftaucht,
scheint das Chaos in Emmas Kopf perfekt.
Sie kann nicht mehr aufhören, an ihn zu denken.
Dabei ahnt sie nicht, in welcher Gefahr sie schwebt ...
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„Baaaam, was für ein Cover!“, dachte ich, als ich „Mitnal“ (Rezension) von Jessica Houven das erste Mal sah. Und auch der Klappentext klang enorm vielversprechend.
Ich meine: „Magie, Akademie, Jugendliche“ sind so Schlagworte, auf die ich normalerweise direkt anspringe. Bin ich jetzt irgendwie ein Vorurteilsopfer?
Naja, wie auch immer. Es klang definitiv nach meinen Geschmack.

Und dann tauchte ich in einen Schreibstil ab, der... äh, sehr gewöhnungsbedürftig war und mit informellem Überschuss und Überfluss aufwartete. Ich nannte es „überflüssige Erörterungswut mit kleinen, minimalen Spannungsbögen“ (an dieser Stelle wünsche ich mir ganz dringend meine Wortgewandtheit zurück, ohne eingebildet klingen zu wollen, aber meine negativen Rezensionen waren damals einfach besser?!)

„Mitnal“ überhäufte mich mit ganz viel erwachsenen Analysen und auf den zweiten Blick strukturierten Dialogen in steifem Rahmen. Grob gesagt hatte es kaum etwas jugendlich-magisches an sich und ich frage mich, warum ich es damals nicht abgebrochen habe.
Ach ja, ich vergaß: mein weiches Herz und der ewige Gedanke, dass es noch besser werden kann.
Was in diesem Fall auch zutraf, allerdings ca 420 Seiten zu spät.


Inhalt:

Eine alte Magie. Sie will nichts Gutes. Sie will die Dunkelheit.
Ein ungewöhnlich starkes Erdbeben erschüttert die Akademie de Bacabs
für magisch begabte Jugendliche. Als die Natur weiterhin verrücktspielt
und sich einige Mitschüler verändern, ist Karicia die Einzige,
die mehr hinter den Geschehnissen vermutet
und zu recherchieren beginnt. Sie gesteht ihrer Cousine, dass sie Stimmen hört,
die sie vor etwas warnen. Doch vor was?
Gemeinsam kommen sie dem uralten Geheimnis näher, das im Dschungel Mexikos lauert
und werden selbst immer tiefer in die dunkle Magie hineingezogen.
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Auch die negativen Vibes finden mal ein Ende, keine Sorge. Aber es gibt Dinge, die will man halt einfach mal loswerden. „Das Runen Amulett“ (Rezension) von Anja S. Kroack ist das letzte Buch auf dieser Liste. Und wieder täuscht ein relativ hübscher Mantel über den Inhalt hinweg.

Ich habe es damals als Einstieg ins Fantasygenre empfohlen, denn es lässt sich leicht lesen und man muss nicht wirklich nachdenken, um der Geschichte folgen zu können. Heute würde ich nicht mal mehr das und ich würde auch in der Bewertung deutlich nach unten gehen, aber einmal geschriebene Rezensionen verändere ich nicht.
Das Runen-Amulett ist eins der oberflächlichsten Bücher, die ich bisher gelesen habe.
Ja, selbst Aegeria hatte in manchen Punkten mehr Tiefgang, wenn auch sehr verwirrenden.
Aber hier kam es mir vor, als würde man einfach nur lesen.
Nicht fühlen, nicht erleben, nichts. Es fehlte außerdem an Authentizität.
Die mystische Grundlage war da, aber das war auch schon alles.


Inhalt:

Unfreiwillig folgt die 18-jährige Sophia ihrem Vater nach Rabenstein,
einem Ort am Ende der Welt. Das Haus, in dem sie von nun an leben soll,
führt sie schon bald auf die Spuren der tragischen Geschichte seiner Vorbesitzer.
Als Sophia auf dem heruntergekommenen Anwesen ein silbernes Amulett findet,
erlangt eine wiedererwachte Sagengestalt die Kontrolle über ihr Dasein.
Dem dunklen Zauber dieses Mannes kann sie sich nicht entziehen.
Hat der attraktive Außenseiter Finn dagegen überhaupt eine Chance
im Wettlauf um Sophias Herz und ihr Leben?
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Hatte ich schon gesagt, dass wir am Ende sind?
Ups, nein, tut mir leid. Beim Schreiben ist mir gerade noch ein Buch eingefallen, das mir fast schon weh getan hat beim Lesen. Und auch beim Rezensieren, denn ich weiß ja, wie viel Liebe Autoren in ihre Werke stecken. Aber „Der Gezeitenwald (Dunkelherz)“ (Rezension) von Carmen Schneider hat mir überhaupt nicht zugesagt. Das war fast schon wieder eine „Aua, aua, ich mag nicht mehr hinsehen“ Geschichte.

Eine junge Protagonistin, die zu allem Ja und Amen sagt.
Eine Fantasygeschichte, die für mich eher an ein Kindermärchen erinnert, denn an spannende Unterhaltung. Kaum ein roter Faden, dem man folgend kann.
Reine, langweilige Routine im Haus ihrer Großmutter.
Einzig die Träume waren einigermaßen unterhaltend.
Und diese Formatierung der Sätze hat mich schier in den Wahnsinn getrieben!!


Inhalt:

Nach dem tragischen Unfalltod ihrer Familie, droht Kayla all ihren Lebensmut zu verlieren.
Nur ihre Großmutter ist ihr geblieben, die abgelegen in einem Haus im Wald lebt.
Kayla hat kaum noch Erinnerungen an sie. Mit drei Taschen
und ihrer geliebten Büchertruhe zieht sie bei Hedwig ein
und ahnt nicht, in welche mystische Welt, in der alles möglich zu sein scheint, sie hineingeraten ist.
Schon in der ersten Nacht beginnt sie zu träumen ...

(Klappentextquelle: Amazon, Coverrechte obliegen den Autoren & Verlagen)
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Sodele. Ich hoffe, ich bin nun keinem zu nahe oder gar auf den Schlips getreten, denn Geschmäcker sind nunmal verschieden. Ich gönne jedem meiner „Nein- Danke“ Bücher, dass sie Leser finden, die die Geschichten mögen, allen, die meinen Geschmack teilen, kann ich sie jedoch nicht empfehlen, so gern ich das auch würde.

Kennt ihr eine der Geschichten?
Wo würdet ihr mir widersprechen?
Mit welchen Büchern konntet ihr absolut nichts anfangen?
Tell me. <3

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