[Rezension]
Des Teufels Kopfgeldjäger

August 06, 2018

Vielen Dank an den Verlag für die Bereitstellung des Rezensionsexemplars!*

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Sandra Binder - Des Teufels Kopfgeldjäger

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 06. August 2018
Verlag: Zeilengold Verlag
Seitenanzahl: 400 Seiten
Ebook: 3,99 € ; Print: 14,90 €
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Inhalt:

Mein Name ist Antonia Stark, ich bin Kopfgeldjägerin des Teufels und ich weiß nicht, ob ich diesen Job überlebe.

Ein paar Vertragsbrüchige in die Hölle überführen hier, ein paar Nephilim auslöschen da.
Mein Job könnte so einfach sein, aber nein, neuerdings hat einer dieser verdammten Engel nichts Besseres zu tun, als sich in meinen aktuellen Auftrag einzumischen.
Die ganze Zeit redet er davon, dass ich auf dem falschen Weg bin, während mein Chef mich ganz oben auf die Abschussliste gesetzt hat.
Höchste Zeit also, meinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen, ein paar Leute umzulegen und mich dabei nicht aus Versehen in einen meiner Gegenspieler zu verlieben. Na, wenn es weiter nichts ist …
Ich bin schließlich Antonia Stark, Kopfgeldjägerin des Teufels, und ihr werdet alle brennen!

Meinung:

Alleine schon als ich diesen bissigen Humor und unterschwelligen Sarkasmus im Klappentext las, war mir klar: Dieses Buch musst du lesen. Das Cover tat dazu noch sein übriges.
Und endlich! Endlich mal wieder eine Geschichte, die hält was sie verspricht. Humor, Action, Spannung, Engel, Dämonen, Verbannte, Freundschaft, Gefahr & ein klein bisschen Liebe!

„Abschaum-Entsorgungs-Spezialistin?
Lieferantin für biologische Materie ins ferne Ausland?
Sachbearbeiterin im Mahn-und Vollstreckungswesen?
Es gibt einfach keine von der Gesellschaft akzeptierte Umschreibung
für die Tätigkeit eines höllischen Kopfgeldjägers.“

(Pos. 5178 von 5366)

Ich liebe es ja, wenn man als Leser direkt zu Beginn des Buches in eine Actionszene geworfen wird, so wie das hier der Fall ist. Da wird nicht lang gefackelt und die Jagd auf die vertragsbrüchigen Dämonen und Menschen startet. Toni, Kurzform von Antonia, ist eine rothaarige, toughe Frau in Leder und Metall gekleidet und immer mit Musik im Ohr.
Ihr Schwert zieht sie schneller als man „Guck guck“ sagen kann.
Untermalt vom Soundtrack „Highway to Hell“ versteht sich.
Hachja. Toni ist schon eine Nummer für sich.

Zusammen mit ihrem besten Freund Lestat - der auch nicht zu verachten ist, was den Humor angeht, teilt sie sich eine Wohnung, isst und jagt in ihrer „Freizeit“ im Auftrag der Unterwelt die, die sich nicht an die Regeln halten. Ich war mir erst nicht sicher was ich von ihrem Sarkasmus halten soll, hinter dem sie sich versteckte, aber irgendwann war mir klar - das ist einfach ihr Ding mit Situationen umzugehen und die Tatsache zu überspielen, dass ihre Seele dem Teufel gehört. Der in der Geschichte ebenfalls einen, für mich sehr authentischen, verstörenden, Auftritt hat.

„»Für seine Rache wird er kämpfen«, raunt er.
Und dann lacht der Fürst der Unterwelt.
Ein Geräusch, das eine Druckwelle erzeugt,
als würden gigantische Gletscher aufeinanderprallen.“

(Pos. 4968 von 5366)

Sei‘s wies ist, als zuständige Kopfgeldjägerin von Flammach zeigt Toni niemals Mitleid, spielt manchmal mit ihren Opfern und hat vor allem eins: Eine makellose Statistik.
Bis zu dem Tag, als Engel, Jäger und Nephilim aufeinander treffen und den Anfang eines sehr kuriosen Witzes einleiten.

Die Welt, die die Autorin hier geschaffen hat, kennt man bereits aus unzähligen Gut gegen Böse Büchern. Sie ist der unseren nicht unähnlich, realistisch gehalten... mit fantastischen Wesen, die sie bevölkern. Der Schreibstil ist leicht zu lesen, hat gleichzeitig einen gewissen Biss und führt den Leser locker und zackig durch die 400 Seiten - das ist natürlich auch der Spannung anzukreiden.
Die Geschichte ist hauptsächlich aus Tonis Sicht erzählt - in der Er/Sie Form und wechselt sich hin und wieder mit der des Engels und eines weiteren Jägers ab.
Wie die drei, sowie die anderen Charaktere zueinander stehen, das müsst ihr selbst herausfinden.
Nur so viel: es ist eigentlich eine Jagd der Gejagten der Jäger der Gejagten. Verwirrend nicht wahr? Aber unheimlich gut gemacht! ;)

Dass Toni mir bereits zu Anfang sympathisch war, war hoffentlich herauszulesen und das ändert sich im Laufe der Geschichte auch nicht, denn eine charaktermäßige Entwicklung ist nicht großartig zu erkennen. Manchmal braucht es die auch nicht. Starke Frauen wissen eben was sie wollen, was sie können und wo sie stehen. Obwohl ich nur eine geringe emotionale Bindung zu Toni aufbauen konnte, einfach weil ich mich nicht so gut in sie hineinversetzen konnte, habe ich doch mit ihr mitgefiebert. Bin von Kampf zu Kampf gestürzt.
Habe über Gefühle sinniert. Meinen Mitbewohner geärgert.
Mich überrumpeln und überraschen lassen.
Immer mit einem kecken Spruch auf den Lippen.

„Die Hölle vertritt das Credo:
Rufen Sie nicht uns an, wir rufen Sie an!
Eines ist so sicher wie der Tod und die Steuern –
der Teufel findet dich, wenn du bereit bist.“

(Pos. 41 von 5366)

Fazit:

Spannung, Action und so manch schwarzer Humor.
„Des Teufels Kopfgeldjäger“ ist wahnsinnig unterhaltend.
Die Geschichte erzählt von der Hölle und seinen Dienern, vom Himmel und seinen Gesandten und von dem allzu bekannten Pakt, der alles im Gleichgewicht hält. Sie bietet Überraschungen und eine interessante Wendung, ein bisschen Liebe, aber nicht zu viel und vor allem vielseitige Charaktere.
Einzig die bröcklige emotionale Verbindung zu den Protagonisten störte mich ein wenig.
Ansonsten gibt es hier eine klare Leseempfehlung!

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️💫 (4,5/5)

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