[Rezension]
Seelenmeer 3
(Das Licht des Nebels)

Mai 01, 2018

‼️ Achtung, hierbei handelt es sich um ein Finale.
Die Rezension enthält Spoiler zu den Vorgängerbänden ‼️

Infos zum Buch / Werbung!

Thalea Storm - Seelenmeer 3
(Das Licht des Nebels)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 3
Schlüpftag: 08. März 2018
Verlag: Selfpublishing
Seitenanzahl: 456 Seiten
Ebook: 2,99 € ; Print: 11,99 €
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Inhalt:

„Die Zeit kann Wunden nicht heilen.
Sie lehrt uns nur, wie wir mit ihnen leben können.“

Coreys Existenz in der Zwischenwelt neigt sich dem Ende entgegen.
Während Hannah an der Seite ihrer Freunde um die Grenzen zwischen Toten- und Menschenwelt kämpft, muss Corey einsam und isoliert mit seinem Schicksal hadern. Wird er in letzter Sekunde doch noch seine Erlösung finden oder auf ewig ruhelos in den Unterwelten herumirren?

Unterdessen muss Hannah sich auch mit ihren wahren Gefühlen auseinandersetzen:
Der Tod oder das Leben? Auf welchen der beiden Brüder wird ihre Wahl fallen und an wessen Seite kämpft sie gegen den Dunklen und seine unmenschlichen Forderungen? Schnell wird klar: Sie muss eine folgenschwere Entscheidung treffen, die nicht nur ihr eigenes Leben für immer verändern wird…

Meinung:

„Lebendigkeit ist nur ein Augenblick“

„Alles, was wir erleben, fühlen, denken und tun ist nur ein einziger Moment. 
Ein klitzekleiner Augenblick, der schon bald darauf Vergangenheit ist. 
Und danach geht es weiter. Nichts ist wirklich endlich. 
Nicht das Leben und nicht der Tod.“
(Seite 383, Das Licht des Nebels)

Ehrlich gesagt weiß ich gerade nicht, wie ich anfangen soll.
Band 1 der Trilogie hat mir super gut gefallen, während meine Begeisterung beim zweiten Teil dann ein wenig nachgelassen hat. Und der letzte Band scheint mir irgendwie ganz weit entfernt von allem, was ich vorher gelesen und kritisiert habe.

Da ist dieses Druckgefühl nach dem Lesen auf meinem Herz, das mir sagt, dass diese Geschichte nachhallt. Dass sie Eindruck hinterlassen hat und trotzdem fühlt es sich schwer an, weil es eben nicht Friede Freude Eierkuchen war. Es war nicht mein gewünschtes Ende, aber eins, mit dem ich mich zufrieden geben kann. Das okay ist.
Und manchmal reicht es, einfach nur okay zu sein.

Ein bisschen Vorgeschichte:
(bitte überspringen, wenn ihr nicht zu den ersten beiden Bänden gespoilert werden wollt!)

Hannah hat in den ersten beiden Teilen erfahren, dass sie in der Geisterwelt, in mystischen und magischen Gefilden, eine größere Rolle spielt.
Man hätte die Reihe auch „Verliebt in einen Geist“ nennen können, aber das hätte zu sehr nach Liebesromanquatsch geklungen und das ist diese Geschichte nun wirklich nicht. Corey und Matt sind Brüder und schleichen sich im Laufe der Story nicht nur in Hannahs Leben, sondern auch in ihr Herz.
Zu Beginn konnte ich Corey nicht so ganz leiden, da war mir zu viel Geheimnis, zu viel Unentdecktes, das ihn umgab, auch wenn die Gefühlsfunken, die zwischen den beiden hin und her sprangen ebenfalls auf mich übergingen.

Als Hannah schließlich merkt, dass sie sich gleichzeitig zu Matt hingezogen fühlt, hätte ich am liebsten laut aufgestöhnt. Musste das sein? Kann es nicht mal eine Story geben, in der sowas nicht passiert?
Aber anscheinend war diese Entwicklung im Kampf gegen die dunklen Mächte in Brookswell unausweichlich. Muss mir nicht gefallen, aber kann man machen.
Ein weiterer Charakter, bei dem ich mich nicht entscheiden konnte, ob ich ihn mögen oder hassen sollte, war die Hexe Chaya, die sich ja theoretisch der dunklen Magie verschrieben hat.
Aber in Band 3 verschob sich meine komplette Sichtweise noch einmal, nachdem die Protagonisten den Seelenmonstern vorerst auf unbestimmte Zeit entkamen.

Weiter im Text:

Hielt ich Hannah zu Beginn noch ein wenig unbedarft, zeigte sie sich mir in Band 3 von einer komplett neuen Seite. Sie wirkte erwachsener, obwohl sie noch immer Corey und Josh festhielt, sie wirkte reifer, obwohl sie lange nicht zu ihren eigenen Gefühlen stand und sie erschien eindeutig standhafter, obwohl sie mehrfach in gefährliche Situation geriet und weder ein noch aus wusste.

Ob dieser Eindruck, diese Charakterentwicklung am Schreibstil der Autorin lag, das vermag ich grade gar nicht zu sagen, gab es doch genügend Augenblicke beim Lesen, die eigentlich das genaue Gegenteil vermittelten. Und doch kam es während der Geschichte so bei mir an.
Hannah wurde meiner Meinung nach von Kopf bis Fuß restauriert, hat sich emotional und in Bezug auf ihre Gedanken enorm entwickelt und gefällt mir dadurch unheimlich gut.

Aber auch der Rest des Finales war pure Spannung, die ich in Band 2 hier und da vermisste. Band 3 hingegen las sich so flüssig, locker, leicht und gleichzeitig intensiv, dass ich direkt im Geschehen war, statt nur zuzusehen. Ich habe mit Chaya gezaubert. Habe Hannahs Gefühlschaos erlebt.
Habe Heathers Verwandlung mit einem Lächeln begrüßt.
Und Max Maloneys Dunkelheit zischend verflucht.
Ich fühlte mich mit Nana verbunden und musste mich zwischen Leben und Tod entscheiden. Zwischen Corey und Matt.
Die Entscheidung fiel mir als Leser nicht schwer.

„Das Licht des Nebels“ fand ich noch bildgewaltiger als seine Vorgänger. Allein die gesamten Metaphern und Sinneseindrücke, die zur Trauerbewältigung gehören, was ja mit eins der ernsten Themen des Buches ist, hat die Autorin so präzise verfasst und zu Worten geformt, das ich manchmal nur da saß und dachte: „Ja, genau so hab ich mir das vorgestellt. So will ich das auch mal haben.“
oder einfach nur „Loslassen ist nicht immer etwas Schlechtes.“
Auch wenn ich gerade nicht in Trauer bin, kann man das doch auf viele Situationen des Lebens projizieren und so lieferte mir die Geschichte Erkenntnisse, nach denen ich vermutlich später irgendwann mal gefragt hätte.

Fazit:

Ein würdigeres Finale zum Abschluss der Trilogie hätte es nicht geben können.
Es ist spannend von vorne bis hinten, liefert Tiefgründiges, glänzt mit Charakterentwicklung und nimmt einen mit nach Brookswell bis man gefangen ist zwischen Geheimnissen, Gefahr, Schattenwesen, Trauer, Liebe, Freundschaft und Magie. Und obwohl der Schluss eigentlich alles andere als zumutbar sein kann, ist es im Endeffekt eben genau das: Zufriedenstellend.

Die Trilogie ist ein Muss für alle, die Jugendbücher mit ernsten Themen mögen,
die mit der Unterwelt und Unerklärlichem umgehen können, die Liebe brauchen und die einer gewissen Tragik nicht abgeneigt sind.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

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