[Rezension]
One of us is lying

Mai 24, 2018


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Karen M. McManus - One of us is lying

Genre: Jugendthriller
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 26. Februar 2018
Verlag: Cbj Verlag
Seitenanzahl: 448 Seiten
Ebook: 13,99 € ; Print: 18,00 €
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Inhalt:

Eine Highschool, ein Toter, vier Verdächtige ...

„An einem Nachmittag sind fünf Schüler in der Bayview High zum Nachsitzen versammelt.
Bronwyn, das Superhirn auf dem Weg nach Yale, bricht niemals die Regeln.
Klassenschönheit Addy ist die perfekte Homecoming-Queen.
Nate hat seinen Ruf als Drogendealer weg. Cooper glänzt als Baseball-Spieler.
Und Simon hat die berüchtigte Gossip-App der Schule unter seiner Kontrolle.
Als Simon plötzlich zusammenbricht und kurz darauf im Krankenhaus stirbt, ermittelt die Polizei wegen Mordes. Simon wollte am Folgetag einen Skandalpost absetzen.
Im Schlaglicht: Bronwyn, Addy, Nate und Cooper.
Jeder der vier hat etwas zu verbergen – und damit ein Motiv...“

Meinung:

Nach so vielen positiven Meinungen zu diesem Werk, war ich extrem gespannt auf die Geschichte.
Ich liebe ja generell Thriller und wenn es dann noch um Highschool Belange geht, bin ich hin und weg. Denn was Bücher angeht, bin ich ein wahrer Klatsch und Tratsch Fanatiker. Dementsprechend bin ich diesem ganzen Jugend-Teenie-Drama mit Lügen und Intrigen total verfallen.

Der Einstieg in die Geschichte ging recht fix, auch wenn ich anfangs etwas verwirrt war:
Die Story wird aus den jeweiligen Ich-Perspektiven der vier Protagonisten erzählt, die auch auf dem Buchrücken erwähnt werden und mir war der Name Bronwyn total entfallen, sodass ich erst dachte, dass das ein Nachname wäre und kein Vorname.
Das hat sich dann aber ganz schnell wieder aufgelöst und man kam fast direkt zum Akt, um den sich das gesamte Buch aufbaut: Der Tod von Simon, dem berühmt- berüchtigten Klatschseitenbetreiber.

Er ereignet sich beim Nachsitzen und schnell wird den vier Überlebenden klar, dass sie tiefer in die Sache verstrickt werden, als ihnen lieb ist. Wir haben es hier also mit typischen Highschool Dramen zu tun und das ist auch der erste Punkt auf meiner kurzen Kritikliste. Für mich war das eher ein Drama in drei Akten, denn das Buch ist auch in drei Abschnitte unterteilt.
Spannung ist auf jeden Fall durchgängig vorhanden, aber bereits auf den ersten Seiten nach dem Mord, fing ich an, diverse Theorien zu entwickeln, wer Simon auf dem Gewissen haben könnte.
Sonderlich beliebt hat er sich mit dem Betreiben der App „About That“ sicherlich nicht gemacht, sodass Addy, Cooper, Bronwyn und auch Nate jeweils ein Motiv hätten.

Leider muss ich an dieser Stelle sagen, dass ich nicht allzu viel zu den Charakteren berichten kann, ohne zu spoilern. Denn wenn ich euch meine Meinung mitteile, nimmt das dem Ganzen die kribbelig, aufregende Atmosphäre. Ich kann euch allerdings verraten, dass ihre Leben unterschiedlicher nicht sein könnten und dass jeder auf seine Art und Weise authentisch ist. Während ich Addy und ihren Freund Jake zu Beginn nicht leiden konnte und auch fast schon gerochen habe, dass mit Cooper etwas nicht stimmt, habe ich hingegen Nate und Bronwyn direkt in mein Herz geschlossen.
Sie sind einfach toll in ihrem Auftreten und auch wenn sich die Schlinge im Laufe der Geschichte um die vier immer weiter zuzieht, habe ich nicht eine Sekunde daran gezweifelt, dass die Nachsitzer unschuldig sind. Ob ich eines Besseren belehrt wurde?
Haben mich die Wesenszüge eines Charakters getäuscht?
Wurde da etwas fehlinterpretiert?
Lesen und selbst herausfinden! ;)

Warum dieses Buch für mich tatsächlich mehr in die Kategorie Drama gehört, hat den einfachen Grund, dass ich bei Thrillern von Anfang bis Ende unterhalten werden muss. Ich brauche große Überraschungen und dieses Buch hat sich eher ein bisschen so angefühlt wie eine derbe Unterhaltungsshow - mit fadem Beigeschmack natürlich, dafür aber nicht weniger fesselnd.
Es gibt keine blutigen Details und die Autorin hat es geschafft, dass sich die Rädchen in den Köpfen der Leser schon früh anfangen zu drehen und dass alles erst kurz vor Ende aufgelöst wird, ist auch schon ein großer Pluspunkt.
So gehört sich das.

Man taucht als Leser ein wenig in die Leben der vier Jugendlichen ab, die in den Medienmittelpunkt rücken, sobald herauskommt, dass Simon von einem Insider getötet worden sein soll.
Mit Nate geht es zu seinem alkoholkranken Vater, zu den sich stapelnden Rechnungen und seinem heiß geliebten Motorrad.
Mit Cooper erlebt man elterlichen Druck in Bezug auf seine Karriere als Profi-Baseballspieler, kümmert sich um seinen Bruder, seine Grandma und hilft, wo man nur kann.
Addy ist eigentlich fast schon ein wenig bemitleidenswert, mit einer abwesenden Mutter, die jemanden datet, der fast ihr Bruder sein könnte, einer verheirateten Schwester, die nur selten da ist und nur einer Konstanten im Leben: Jake.
Bronwyn hingegen wohnt, entgegen meiner Erwartungen im Nobelviertel, sie ist intelligent, Klug und auf nerdige Art hübsch. Sie ist mit ihrer Familie durch Höhen und Tiefen gegangen und eher der bodenständige Mensch mit ehrgeizigen Zielen.

Ich muss sagen, der Aufbau der Geschichte hat mir wirklich gut gefallen, allerdings gab es auch hin und wieder kleine Längen, bei denen ich dachte: Okay, ja, das gibt dem Charakter eine gewisse Tiefe, aber es hätte nicht sein müssen. Aber nicht nur die vier Protagonisten, um die sich das Buch dreht, werden angeschnitten, nein, ich finde, dass es der Autorin auch sehr gut gelungen ist, die Nebencharaktere zu typisieren.
Man wird durch die Aktionen und Reaktionen so eingenommen, als wäre man selbst bei der Lösung des rätselhaften Mordes mit dabei.
Abschließend lässt sich sagen, dass die Autorin hier ein sehr gutes Konstrukt geschaffen hat, es wirkt wunderbar ausgearbeitet und wird so schnell nicht langweilig, denn die große Frage ist und bleibt:

Wer hat Simon auf dem Gewissen?

Fazit:

„One of us is lying“ ist ein eher seichter Jugendthriller, der vor Spannung nur so zu strotzen scheint, aber manchmal auch seine kleinen Längen hat.
Die Protagonisten sind authentisch dargestellt, manch eine charakterliche Entwicklung klarer erkennbar als andere, aber bei allen vorhanden.
Ich würde dieses Buch allen empfehlen, die gern beim Lesen miträtseln, mitdenken und vielleicht sogar jenen, die glauben, eine gute Menschenkenntnis zu besitzen. Als Test sozusagen.
Und all den dramaaffinen Leuten unter euch.

Bis auf die Auflösung des Ganzen, die dann für mich doch ein bisschen aus dem Fokus gerutscht ist und den Epilog, von dem ich mir etwas anderes versprochen habe, kann ich mich nur positiv äußern.
Ein Drama in drei Akten, das mich gut unterhalten hat.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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