[iZombie]
5 Gründe, die dir verraten,
ob iZombie deine Serie ist!

Mai 16, 2018

 

Ich habe wirklich lange mit mir gehadert, ob ich auch mal einen Empfehlungsbeitrag außerhalb der Welt der Bücher schreiben soll. Einfach aus dem Grund, dass ich normalerweise nicht gut in sowas bin.
Und ich denke, dass ich immer irgendwem damit auf die Füße treten könnte.
Aber gut, ich gebe dem mal eine Chance und möchte euch heute eine Entscheidungshilfe zum  Thema „iZombie“ liefern.

„iZombie“- Fakten


Handlung:

Liv Moore ist jung, hübsch und frisch verlobt, als sie am Morgen nach einer katastrophalen Bootsparty als Zombie in Seattle aufwacht.
Äußerlich blass, mit weißen Haaren und dem immer währenden Hunger nach menschlichen Hirnen. Vorbei ist ihre Karriere als Ärztin, vorbei ihre Verlobung mit Major, denn das Zombiesein birgt große Veränderungen. Und so sucht sich Liv einen Job, der sich mit ihren Gelüsten vereinbaren lässt.
Gerichtsmedizinerin an der Seite von Dr. Ravi Chakrabarti.
Dem wird schnell klar, das mit Liv etwas nicht stimmt und kaum, dass er hinter ihr Geheimnis kommt, entwickelt sich eine wunderbare Freundschaft, die auch einen interessanten Karriereweg für Liv bereithält. Zusammen mit Detective Clive Babineaux beginnt sie Mordfälle zu lösen und zwar auf Ihre ganz eigene Art und Weise.

Verfügbar auf Netflix und Amazon Prime.
Und weil ja diese ominöse Comicwelle hier anscheinend ihre Runden macht,
habe ich auch mal den Link zum DC Vertigo Comic Band 1 dabei,
auf dem das Ganze basiert: Amazon

Und an dieser Stelle möchte ich mit meiner Argumentation ansetzen!


1. Navy CIS Feeling trifft auf

Supergirl Attitüde!


Ihr mögt Navy CIS und all die anderen ermittlungstechnischen Serien, die den typischen Flair von Geheimnissen und kribbelnder Spannung auf der Jagd nach dem Mörder vermitteln?
Dann ist iZombie eure Serie, denn durch Livs Arbeit als Gerichtsmedizinerin und ihre „normale“ aufgekratzte Art, erinnert ein wenig an die verrückte Abby aus den technischen Laboren von Navy CIS.
Aber das ist nicht alles. Liv arbeitet fast von Anfang an als investigative Ermittlerin für die örtliche Polizei. Ihre außergewöhnlichen Mahlzeiten erlauben ihr es nämlich in verschiedene Rollen zu schlüpfen und dabei kommt schon mal die ein oder andere Superkraft ans Licht.
Nein, sie kann nicht fliegen, aber als Medium fungieren und die zu lösenden Fälle lassen sie in heldenhaftem Licht erstrahlen.



2. Die Vielfältigkeit ist bemerkenswert!


Multiple Persönlichkeiten ohne den Beisatz „psychische Krankheit“?
Das gibt es nicht. Oder?
Klar! Und iZombie zeigt wie’s geht.

Liv ernährt sich von den Gehirnen der Leichen, die auf ihrem Seziertisch landen. (Ganz unter uns, die Sequenzen, die die Serie zur Zubereitung zeigt, finde ich immer mit am besten, weil man es danach oftmals gar nicht mehr erkennt!) Klingt erstmal eklig, aber ist sehr hilfreich.
Denn mithilfe der Gehirne empfängt Liv Visionen aus dem früheren Leben der Ermordeten.
Aber nicht nur das! Sie übernimmt auch deren Persönlichkeiten und das macht diese Serie so spannend.
Mal ist sie Schauspielerin, mal ein Footballstar.
Mal Ringerin, mal Adrenalinjunkie.
Ein Stuntman oder eine sexbesessene Wissenschaftlerin?
Kein Problem. iZombie liefert all das.

Es gilt die Faustregel:
Pro Folge jeweils eine andere Persönlichkeit -
mit minimalen Abweichungen, das kann schon mal vorkommen.
Aber auch die anderen Charaktere sind absolut faszinierend und einnehmend.


3. Aufregende Nebencharaktere mit

Humor und Verstand!



Was haben ein Pathologe, eine angehende Staatsanwältin, ein Sozialarbeiter und ein junger Detective gemeinsam? Jaaaa, sie ergeben den Cast von iZombie, zu dem ich euch jetzt ein wenig erzählen werde, denn ganz unter uns: Ich liebe die vier mit all ihren Macken heiß und innig.

Dr. Ravi Chakrabarti, der nerdige Pathologe:

Der indisch-englische Pathologe/ehemaliger Seuchenforscher ist für mich einer der loyalsten Charaktere der ganzen Serie. Trotz seiner manchmal etwas merkwürdigen Äußerungen, die nur ein echter Nerd auf dem jeweiligen Gebiet versteht, ist er wirklich klug und trägt maßgeblich zur Entwicklung eines Gegengifts zum Zombisimus bei. Ob ihm das gelingt? Das seht ihr dann.
Außerdem würde ich soweit gehen und sagen, dass er Livs Menschlichkeit bewahrt und mit seinem Humor so manch eine Situation versprengt.

Clive Babineaux, der korrekte Detective mit Hang zur fassungslosen Gesichtsakrobatik:

Haaaach, Clive. Irgendwann kommt der Tag, da wirst auch du deiner „richtigen“ Traumfrau begegnen. Der sonst etwas reservierte, aber immer korrekte junge Detective, arbeitet daran der Beste in seinem Job zu werden. Liv Moore, das „Medium“ kommt ihm da grade sehr gelegen.
Der Verlauf der Folgen zeigt - trotz seiner Fähigkeit Gefühle im Zaum zu halten - dann doch immer mal wieder seine Reaktionen auf bestimmte Situationen, eine Gesichtsakrobatik, die ich zum Schießen finde. Doch auch sonst ist er ein sehr tiefgründiger, angenehmer Charakter.


Major Lilywhite, der tapfer-loyale Sozialarbeiter...

...ist für mich der Protagonist mit dem krassesten Entwicklungsverlauf über die gesamten Staffeln hinweg. Als Livs Ex-Verlobter hat er eigentlich nicht mehr viel mit der Story zu tun, aber er wurschtelt sich da so geschickt hinein, dass er im Endeffekt ein unverzichtbarer Charkater wird. Major liefert vor allem zu Beginn eine große Portion Spannung und Action - auf der Suche nach vermissten Jugendlichen aus dem Sozialbereich, mit denen er eine enge Bindung hat.

Peyton Charles, der beste Freundinnen-Ruhepol:

Sie ist diejenige, die sich in den Schatten versteckt, um dann zu einem völlig unerwarteten Zeitpunkt auf der Bildfläche zu erscheinen. Peyton ist clever, hat ein paar starre Moralansichten, aber blüht im Laufe der Staffeln ein wenig auf.
Ich konnte die angehende Staatsanwältin und Livs Mitbewohnerin zwar nicht direkt in mein Herz schließen, aber die Story um sie herum ist einfach nicht mehr wegzudenken.
Und obwohl sie alles andere als das zu sein scheint, finde ich, dass sie etwas von einem Ruhepol hat. Ein Ort, an dem man sich ausruhen kann, wo man sich heimelig fühlt.

Ihr seht also, es kann einfach keine Langeweile aufkommen, bei den tollen Nebencharakteren!


4. Zombie sein macht lieben schwer.

Aber nicht unmöglich!


Ihr kennt das doch sicher. Ihr kommt nach einem anstrengend Arbeitstag nach Hause, wollt entspannen und einfach nur Zeit mit eurem Partner verbringen, der euch liebt und euren Körper verehrt. Und dann stellt ihr mit Erschrecken fest: Das geht ja so gar nicht mehr, denn, genau!
Richtig erkannt: Zombievirus!
Übertragbar durch Körperflüssigkeiten aller Art und damit nicht mit normalen Menschen kombinierbar, es sei denn das Endergebnis soll ein weiterer Zombie sein. Uhhhh. Nein. Nicht wirklich.
Aber, was wäre eine geniale Serie ohne nicht mindestens eine Liebesgeschichte?

Genau, langweilig und definitiv nicht einnehmend.
Und deshalb mussten sich die Macher der Serie etwas einfallen lassen, dass die Zuschauer ein wenig bei Laune hält. Nicht, dass die Serie an sich nicht schon spannend genug sei, aber wer hat denn schon etwas gegen ein klein wenig Herzschmerz?
Solange Liv also der einzige Zombie in Seattle ist, wird sie einsam und allein sterben. Sofern das noch möglich ist. Was aber, wenn sie nicht die Einzige bliebe, die von dem Bootshausmassaker betroffen wäre? Damit eröffnet sich also eine Vielzahl von neuen Möglichkeiten. Die einen sind heiß, die anderen weniger heiß. Und auch auf der menschlichen Seite lassen Peyton, Ravi und Major absolut nichts anbrennen. Ein Hexenkessel voll mit Spaß und Liebeleien, der im Hintergrund vor sich hin köchelt.


5. Zombies mit und ohne Hirn.



Wikipedia definiert das Wort Zombie wie folgt:

„Als Zombie wird ein Mensch bezeichnet,
der scheinbar von den Toten wieder auferstanden und zum Leben erweckt worden ist
und als sogenannter Untoter oder Wiedergänger,
als ein seiner Seele beraubtes, willenloses Wesen herumgeistert.“
Wikipedia

Und auch in den meisten Filmen, Serien und Büchern sind Zombies immer die bösen, hirnlosen Fleischvernichtungsmaschinen. Bestes Beispiel: „Walking Dead“ - die Serie sollte zumindest fast jedem ein Begriff sein. Dort werden Zombies als brutale, eklige Untote dargestellt, die nur eins im Sinn haben: Fressen!

Es gibt kaum etwas oder jemanden, das/den ich kenne, der das Wort „Zombie“ nicht negativ konnotiert. Was aber, ja was, wenn es endlich eine Serie gibt, die beide Seiten der Medaille beleuchtet?

Kluge Zombies?
Menschliche Zombies?
Zombies mit zwei Gesichtern?
Zombies, die keinen ewigen Hunger verspüren?
Das wäre doch mal eine willkommene Abwechslung!

Und auch hier liefert iZombie die Lösung des Problems und es heißt: Kontrolle.
Eine sehr menschliche Eigenschaft, die eine beinah friedliche Koexistenz mit den humanitären Essenslieferanten möglich macht.
Natürlich gibt es auch in iZombie Bösewichte. Sonst wäre die Serie ja irgendwo sinnlos und unspektakulär. Aber es hält sich in Waage. Wenn ein Zombie hier die Kontrolle verliert, dann erst zeigt sich sein wahres, übermenschliches Ich. Oder, wenn er sehr, sehr hungrig ist. Liv Moore hat dieses Problem selten.
Deswegen ist sie die Zombine mit Hirn.
Wo bleiben dann die ohne?

Watch in and find out! ;)
Denn du bist, was du isst.

Zum Trailer Staffel 1 *klick*

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