[Rezension]
Jägerseele

März 23, 2018

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!*

Infos zum Buch / Werbung!

Nicole Schuhmacher - Jägerseele
(Tess Carlisle Roman 1)

Genre: Fantasy/Mythen
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 23. März 2018
Verlag: Sternensand Verlag
Seitenanzahl: 358 Seiten
Ebook: 6,99 € ; Print: 12,95 €
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Inhalt:

Na? Lust auf ein Abenteuer?
Mein Name ist Tess Carlisle und diese Geschichte erzählt von meinem verrückten Leben als Kautionsdetektivin im guten alten und magischen New Orleans.
Puh, mein Alltag ist nicht immer einfach. Versteht mich nicht falsch, ich liebe diese Stadt!
Aber meine tägliche Routine besteht leider allzu oft aus unschönen Begegnungen mit stinkenden Trollen, pöbelnden Kleinganoven und unkooperativen Nymphen. Von unheimlichen Voodoo-Shop-Besitzern und ständig Streiche spielenden Mitbewohnern will ich erst gar nicht anfangen.
Und oh, die nächste Miete ist auch schon wieder fällig.

Da kommt ein gut bezahlter Auftrag für diesen reichen Schnösel … also … den selbst ernannten Wohltäter der Stadt … doch gerade recht, oder?
Hätte ich doch nur vorher gewusst, dass ein unerwartetes Ereignis plötzlich das nächste jagt und irgendwann auch vom Ende der Welt die Rede sein wird.
Aber schließlich zeigt sich mir einmal mehr, wie wichtig es ist, Freunde zu haben. Auch wenn diese nicht immer menschlich sind.

Meinung:

Heute erzähle ich euch die Geschichte mit folgendem Titel:
Wie ich mein Herz an den Sohn des Teufels verlor und das schon nach wenigen Sätzen! Cryladradanialitek, hach, mein Herz.
Vielleicht aber sollte ich diese Rezension auch einfach nach der Situation benennen, wie es gerade in mir aussieht: Warum ich bei Jägerseele am Ende ein paar Tränen lachte, obwohl ich am Anfang gar nicht wusste, was die Autorin, besser das Buch da von mir wollte.

Eigentlich würde ich aber auch viel lieber mit diesen Worten anfangen:
Was haben der Sohn des Teufels, ein Katzenmädchen, ein Wichtel, ein Minihausschwein und ein Werwolf gemeinsam? Richtig, sie müssen auf verquere Weise die Welt retten.
Oder so ähnlich. Ihr seht schon, das Debüt der Autorin strotzt nur so vor Chaos, gestaltwandelnden Menschen, witzige Situationen sind vorprogrammiert und ein Ende ist irgendwie nicht zu erahnen, zumal die Protagonistin scheinbar keinen richtigen Fokus hat.

Tess Carlisle ist Kautionsdetektivin und einzig ihre Assistentin Fin weiß, wie sie mit den Launen ihrer nicht so ganz entscheidungsfreudigen Chefin umzugehen vermag. Zusammen betreiben sie eine Agentur, wobei Fin den Papierkram managed und Tess die bösen Buben jagt.
Ich muss ehrlich gestehen, dass Tess für mich wirklich nicht ganz richtig im Kopf ist. Irgendwie.
Es ist auf jeden Fall äußerst unterhaltsam ihren Gedankengängen zu folgen.
Das liegt zum Einen natürlich am Schreibstil der Autorin, der für ein Debüt wirklich sehr sehr gut ist. Locker, witzig, spritzig und obwohl der gewisse Hauch an Ernsthaftigkeit zu fehlen scheint, bin ich doch leicht verliebt.

Jägerseele ist nicht der typische Fantasyroman mit sanftem Einstieg, einem großen Schockmoment und dann dem finalen Höhepunkt, nein, das findet man hier zwar auch, aber ich finde, das ist genauso wirr und chaotisch verteilt, wie der Charakter der Protagonistin vermuten lässt.
Als Leser begleitet man Tess direkt zu ihrem ersten Fall, mit dem sie die Miete bei ihrem mürrisch, verschlagenen Mitbewohner Puck begleichen will.
Nach dem der erste Fall mehr oder weniger gelöst wurde, tauchen direkt die nächsten Schwierigkeiten auf, aber ich hatte nie das Gefühl, dass es wirklich gefährlich wurde.

Das ist so mit der einzige Punkt der mich an dieser unterhaltsamen Reise gestört hat.
Lasst mich das mal mit sanften Wellen vergleichen, ähnlich denen eines Wellenbads, wo man weiß, dass man definitiv Spaß haben und den Adrenalinkick genießen wird, aber eben auch, dass es ein gutes Ende nimmt. Und die Wellen einen wieder in den verrückten Alltag zurückführen.
Vom Gefühl her, konnte ich mich erst ab circa der Hälfte direkt mit Tess verbinden, denn so tiefergehend emotional ist sie nicht.
Sie scheint das Leben in New Orleans sehr leicht zu nehmen, stolpert von einem Fettnäpfchen ins nächste, ist aber als Ausgleich dazu, doch gut in ihrem Job. Der Spaß, den sie hatte, ging eindeutig auf mich über und so sehr ich doch mit dem etwas anderen Aufbau der Geschichte haderte, umso mehr konnten mich die Charaktere mit ihrer liebenswürdigen Art überzeugen.
Vor allem Cryladradanialitek, dessen Namen ich jetzt gerade ohne nachzugucken aufgeschrieben habe, ha!

Fazit:

Jägerseele ist für mich ein sehr humorvolles Fantasydebüt, das vor allem durch vielschichtige Charaktere und Settings besticht.
Ich bin gefesselt von der etwas anderen, irren Mischwesen-WG, bin fasziniert von der Vielfalt an Gedanken und Fällen und außerdem ein wenig beeindruckt davon, wie Tess das alles händelt.
Es ist auf jeden Fall spannend der Kautionsdetektivin dabei zuzusehen, wie sie die Grenzen zwischen Arbeit und Privatleben immer mehr verwischt. Für meinen Geschmack eher belustigend als actionreich, aber ich freue mich auf mehr Geschichten dieser Art.

Eine klare Leseempfehlung für alle, die nicht auf Humor, Chaos, eine toughe Protagonistin und fantastische Welten verzichten wollen.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️💫 (4,5/5)

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