[Rezension]
Dämonengrab

März 13, 2018

Vielen Dank an Autor & Verlag für das Rezensionsexemplar!*

Infos zum Buch / Werbung!

Jörg Benne - Dämonengrab

Genre: Dark Fantasy/Horror
Reihe/Band: Einzelband
Schlüpftag: 17. Januar 2018
Verlag: Mantikore Verlag
Seitenanzahl: 312
Ebook: 4,99 € ; Print: 13,95 €
Hier kaufen: Amazon / Verlag


Inhalt:

Es will deine Seele...
Seit Generationen suchen Abenteurer in der Nähe des Dorfes Brensacker nach einer verschütteten Tempelanlage und deren legendärem Schatz.
Als zwei Jungen zufällig einen verborgenen Eingang entdecken und einer der beiden unter mysteriösen Umständen verschwindet, schließen sich dem Suchtrupp auch einige Schatzsucher an.
Doch auf das, was in den finsteren Gängen der Ruine auf sie lauert, ist keiner von ihnen vorbereitet...

Meinung:

Als der Autor mir anbot sein Buch zu rezensieren, musste ich erstmal kurz schlucken, denn das Cover hatte mich eigentlich schon abgeschreckt, obwohl der Klappentext ganz angenehm zu lesen war und ich theoretisch überhaupt nicht ängstlich bin, was solche Themen angeht.
Nach einem Blick in die Leseprobe war mir jedoch sofort klar: Jap, meins.
Muss sein. Und so begann meine Reise in die Ruinen des Jekari Tempels.

Zu Beginn des Buches lernt man zuallererst mal Ordo und Varjan kennen, die beiden Jungs leben in Brensacker ohne großartige Perspektiven, arbeiten tagein tagaus und helfen wo sie können.
Die Menschen in Dorf und Umgebung glauben an die Göttin Lako-Ma, beten und glauben, dass sie sie vor jedwedem Unheil beschützt.
Da ist es nicht verwunderlich, wenn beide große Lust auf ein Abenteuer haben.
Nach einem heftigen Sturm entdeckt Varjan an den Ausläufern eines Bergmassivs den Eingang zu einem verschütteten Tempel und damit nahm das Unheil auch schon seinen Lauf.

Denn man erzählte sich viele Geschichten über den Tempel und die Gegend.
Dass dort Gotteslästerung betrieben wurde. Dass die Priester Opfer gebracht haben, wo sie nur konnten und dort Huldigungen stattfanden, bei denen sich jede Lako-Ma Gläubige dreifach bekreuzigen müsste. Und dass es demnach auch kein Wunder sei, dass der Tempel vom Berg zugeschüttet wurde. Nämlich um die Dämonen von allen anderen fernzuhalten.

Man begleitet als Leser eine Such- und Rettungsaktion, denn kurz nachdem Varjan mit Ordo einen kleinen Teil der Ruinen erkundet hatte, verschwand Varjan mitsamt seiner Familie. In Terida, einer Stadt hinter dem Gebirgspass, glaubte man ebenfalls an eine Entführung und schickte vier tapfere Männer und Frauen los, um der Sache auf den Grund zu gehen.
Der Fokus liegt während des Lesens auf Ordo, denn mit ihm begann die Geschichte, allerdings wechselt man, um einen Gesamtüberblick zu erhalten, während des Abenteuers die Perspektive.
Das machte es mir schwer ihn als Hauptcharakter im Auge zu behalten.
Mal ist es die Gruppe um Nilra, Seljana und Cunar, dann wieder Marik, Lorik und Jarent - es waren einige Protagonisten, die der Truppe in die Ruinen folgte.

Als Leser wird man ins Unbekannte gestürzt, denn wer betritt schon gerne Terrain auf dem man sich nicht auskennt? Wer irrt gern durch ein Labyrinth aus dunklen, engen Gängen, nicht wissend, was hinter der nächsten Ecke lauert?
Und vor allem, wenn du mit fast Fremden unterwegs bist, die auf einmal dunkle Flecken auf der Haut aufweisen, wem kannst du dann noch trauen?

Ich muss zugeben, von der Charakteranzahl wars mir am Anfang ein bisschen zu viel, aber irgendwann kamen keine mehr dazu und ich konnte sie dann doch noch auseinanderhalten.
Mit dabei waren Magier, Kämpfer, Gnome, Zwerge, Priester und ganz normale Menschen.
In den unterirdischen Tunneln, wo das Verirren vorprogrammiert ist, wird es klaustrophobisch.
Der Autor hat definitiv Talent dafür ein wenig Angst zu verbreiten, allerdings nicht so horrormäßig, wie ich mir das vorgestellt habe. Sein Schreibstil ist trotz der vielen Charaktere und Religiösitäten einfach zu lesen und ich war wirklich erstaunt, wie schnell ich durch die Seiten geflogen bin.
Dennoch wurden meine Erwartungen beim Gruselfaktor nicht erfüllt.
Ja, es wird blutig, man stolpert über Leichen und abgetrennte Gliedmaßen, wird von Ratten und Fledermäusen gejagt und der Hauptpunkt der Story, den ich hier nicht nennen werde, könnte manchen Schauer über den Rücken laufen lassen - mir hat das allerdings gedankenmäßig nur ein kurzes „Umpf“ hervorgelockt. Da kenn ich Schlimmeres.

Was die Spannung betrifft, die kann sich sehen lassen.
Natürlich will man wissen, was für ein Geheimnis die Ruinen verbergen.
Und natürlich fiebert man bei jedem Kampf mit und bangt um die Protagonisten.
Wie viele von den mehr als 13 Personen, die die Höhlen betreten dann noch lebend rauskommen
- das müsst ihr selbst herausfinden.

Fazit:

Mit „Dämonengrab“ hat der Autor einen soliden Lesestoff für Zwischendurch geschaffen, der den Zartbesaiteten unter euch schon das Fürchten lehren könnte. Mich hat es nur am Rande tangiert, nichtsdestotrotz fand ich die Storyline irgendwie genial.
Zusammenfassend kann man sagen: Ein Labyrinth in dem das Böse lauert.
Mit Tücken und Fallen und eine Reise, bei der man niemandem trauen kann.

Für all jene, die gern Dark-Fantasy lesen, mit beengten Verhältnissen leben können und nicht vor der Dunkelheit zurückschrecken.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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