[Rezension]
Silberschwingen
(Erbin des Lichts)

Februar 26, 2018

Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!*

Infos zum Buch / Werbung!

Emily Bold - Silberschwingen
(Erbin des Lichts)

Genre: JugendbuchFantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 13. Februar 2018
Verlag: Thienemann-Esslinger Verlag (Planet!)
Seitenanzahl: 400
Ebook: 12,90 € ; Print: 16,00 €
Hier kaufen: Amazon / Verlag

 
Inhalt:

Thorn kann kaum atmen, ihr Körper schmerzt, ihr Rücken glüht – etwas Unerklärliches geht mit ihr vor. Und schon bald erfährt sie:
Sie ist halb Mensch, halb Silberschwinge und schwebt plötzlich in höchster Gefahr.
Denn als Halbwesen hätte sie bereits nach ihrer Geburt getötet werden sollen. Als Lucien, der Sohn des mächtigen Clanoberhaupts der Silberschwingen, von ihrer Existenz erfährt, macht er Jagd auf sie.
Thorn ist fasziniert von Lucien, denn er ist das schönste Wesen, dem Thorn jemals begegnet ist – und zugleich ihr schlimmster Feind.

Meinung:

Seit der Veröffentlichung, nein, vielleicht schon vorher, kursiert die neue Geschichte „Silberschwingen“ von Emily Bold durch Social Media. Und die Meinungen waren fast durchweg positiv.
Es stand außer Frage, dass ich es lesen wollte! Und was für eine Geschichte das ist.
Sie ist in manchen Aspekten neu, sie ist auf jeden Fall spannend und aufregend und definitiv mitreißend.

Thorn ist ein ganz normaler Teenager, so normal wie man einfach sein kann mit einem kleinen Bruder, der den ganzen Tag nichts Besseres zu tun hat, als einem hinterherzuspionieren und einer besten Freundin, die ohne Punkt und Komma reden kann.
Mit ihren 15 Jahren gehört Thorn jedoch zu den schnellsten Staffelläuferinnen ihrer Schule und soll ihr Team zum Sieg führen. Blöd nur, wenn man von großen, gutaussehenden Männern mit Flügeln abgelenkt wird und unter permanenten Schmerzen leidet, die weit über das hinausgehen, was man bisher erlebt hat.

Wie beim Inhalt schon erwähnt ist Thorn ein Halbwesen.
Und das bringt so einige Schwierigkeiten mit sich.
Von den Schwingen, die ihr wachsen sollen und dem Einhalten der Gesetze mal ganz abgesehen.

„Silberschwingen“ war mein erstes Buch von Emily Bold und die Autorin schreibt fantastisch. Lockere, leicht zu verstehende Sprache, ein wenig Jugendslang und doch kultiviert genug, dass man nicht denkt, man sei völlig in ein Kinderbuch gefallen. Die Mischung macht’s!
Aber vor allem schreibt sie fesselnd und durchdringt den Leser förmlich mit ihren Emotionen.
Ich habe jeden Schmerzensschrei gespürt, jede Hoffnung von Thorn gefühlt, habe mitgelitten als das Ereignis mit Riley stattfand und so viel mehr.
Was das angeht, hat sie also deutlich Pluspunkte gesammelt.

Und auch die Charaktere sind gut erdacht, ausgereift und stilisiert.
Vor allem Lucien York hat es mir - Überraschung, Überraschung - sehr angetan.
Als Sohn vom Clanführer der Silberschwingen hat er sich den Gesetzen seines Vaters zu beugen.
Trotzdem schien es für mich so, als würde er hin und wieder seine wahren Absichten durchblitzen lassen. Während er nach außen wie der unnahbare, eiskalte Anführer in Spe wirkt, zeigt er in Anwesenheit von Thorn oder seiner Versprochenen Nyx auch ab und zu eine sanfte Seite.
Als Kontrast absolut wirkungsvoll.

Neben Lucien spielen allerdings auch die Rebellen unter den Silberschwingen eine tragende Rolle. Wer genau dazu gehört und was sie zu Rebellen macht, das müsst ihr selbst erleben.
Thorn als Hauptcharakter der Geschichte ist eine Klasse für sich und hier folgt auch schon mein einziger Kritikpunkt.
Zu Beginn des Buches reagiert sie, wie jeder normale Mensch auf unfassbare Nachrichten reagieren würden: mit Unglaube und Ablehnung.
Ich meine, welchem Mädchen wachsen schon Schwingen auf dem Rücken?
Und was soll das alles mit dem Erbe des Lichts und überhaupt - warum hat man noch nie von diesem Volk gehört oder gelesen?

So weit, so schön.
Doch je weiter die Story voranschreitet, desto schneller scheint sich Thorn mit ihrer Rolle abzufinden. Kurz vor dem Ende des Buches kam für mich dann der Knackpunkt: Thorn fängt an zu ihren Gefühlen zu stehen, weill sich augenscheinlich in die Gemeinschaft der Silberschwingen eingliedern und verrät aber im gleichen Atemzug denjenigen, in den sie sich verliebt hat.
Das passte für mich nicht zusammen.
Ihr Pflichtgefühl in allen Ehren, aber von der Entwicklung der Geschichte her fiel das für mich persönlich aus dem Rahmen, auch wenn es für den Verlauf unabdingbar schien.

Nichtsdestotrotz hat mir die Story super gut gefallen.
„Silberschwingen“ hat diesen typischen Jugendbuchcharakter, den ich so mag - mit chaotischer Liebe, Spannung an den richtigen Stellen und einem fulminanten Ende. Und vor allem hat es ein Setting, das nicht zu sehr dominiert, der Geschichte aber den richtigen Flair verleiht.

Fazit:

Mit Silberschwingen hält man als Leser eine - für mich - neue Auslegung der „Engelswesen“ in den Händen. Sie sind stark, sie sind schnell und sie können die Optik der Menschen beeinflussen.
Kurzum sind sie faszinierende Wesen, die eine noch interessantere Vergangenheit zu haben scheinen.

Wenn ihr also Lust habt Thorn bei ihrer Verwandlung beizustehen, mit ihr durch London zu reisen - zu fliegen und zu kämpfen, dann ist Silberschwingen genau das Richtige. Dazu gibt es eine kleine, feine Dreiecksgeschichte, die aber eigentlich keine ist, knisternde Anziehung und einen bildhaften Showdown.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️⭐️ (5/5)

 

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