[Rezension]
161011
(Befreiung)

Februar 23, 2018


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Aurelia L. Night - 161011 (Befreiung)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 15. März 2017
Verlag: Tagträumer Verlag
Seitenanzahl: 272
Ebook: 3,99 € ; Print: 13,90 €
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Inhalt:

Was würdest du tun, wenn du nur dazu erschaffen wurdest, zu töten?

Als Gabriel und 161011 zum ersten Mal aufeinandertreffen, scheint ihr Schicksal besiegelt:
sie, die Vampirjägerin, er, der Vampir.
Gabriel entführt 161011 und zeigt ihr ein Leben, in dem sie eine fühlende Person und keine perfekte, namenlose Jägerin sein kann.
161011 will, trotz der Konsequenzen, die sie dort erwarten, ins Labor zurückkehren, denn sie erkennt, wie sehr sie die einzige Familie, die sie hat, vermisst. Als Gabriel nach einer Mission jedoch nicht zurückkehrt, muss sich die Jägerin zwischen ihrem alten Leben und den neuen Gefühlen entscheiden.

Meinung:

Ich weiß gar nicht, warum diese tolle Geschichte so lange auf meinem Sub lag.
Obwohl doch. Ich hatte erst Lust und keine Zeit und dann keine Lust, aber theoretisch Zeit. Naja, egal.
Trotzdem bin ich froh, dass ich endlich 161011 und Gabriel habe kennenlernen dürfen. Und das sogar unter so verqueren Umständen.

Aber von vorne:
Ihr alle kennt doch sicher die Legende von Kain und Abel - Kain, der seinen Bruder aus Eifersucht tötete und dann gebrandmarkt wurde, auf dass ihn jeder immer als Brudermörder erkannte.
Was einige von euch sicher nicht wissen ist, dass dieser Mythos um Kain tatsächlich auch der Grundstein für die Entstehung von Vampirgeschichten ist.
Es wird in manchen historischen Schriften hin und wieder mal erwähnt, sodass sich dieser Punkt geschichtlich gesehen irgendwann abgenutzt hatte.

Nicht jedoch bei „161011“.
Die Autorin hat sich den Mythos geschnappt, ihn bearbeitet und daraus eine neue, interessante Geschichte geschaffen, in der Vampire die Hauptrolle spielen.
Und wie es bei den neueren Vampirgeschichten so üblich ist, steht die Frage im Raum: gut oder böse, schwarz oder weiß, Monster oder nicht?
In diesem Falle ist die Antwort: grau (So, wie in der realen Welt, finde ich.)

Die Vampire in dieser Geschichte sind anders.
Sie erfüllen nicht jedes festgefahrene Klischee, sondern stecken die Grenzen neu. Außerdem gibt es eine kleine, bedeutende Überraschung und die nennt sich: Verbundene. Aber um das zu verstehen solltet ihr das Buch lesen.

Jedes gute Buch hat ein Pro und Kontra.
Auch wenn ich aktuell nicht genau sagen kann, wer Pro und Kontra ist, dreht sich in Band 1 alles um 161011 und Gabriel.
161011 ist ein Genexperiment, dessen Unwissenheit mir anfangs noch super gefallen hat. Sie ist neu erwacht, kennt nichts, fühlt nichts, hat keine eigene Meinung und scheint generell ein wenig verloren, denn bis auf Kämpfen kann sie nichts.
Im Laufe der Geschichte, während der Entführung durch den Vampir Gabriel, fängt 161011 an Gefühle zu entwickeln. Ab dem Zeitpunkt fing sie leider auch an mir ein wenig auf die Nerven zu gehen.
Ja, Vampire sind gut.
Nein, sind sie nicht.
Ach, ich hasse dich.
Ohhh, aber bitte verlass mich nicht.
Geh weg, du Monster.
Aber ich weiß doch nicht was ich sage!

So in etwa verlief ihre Entwicklung für mich.
Auch wenn ich sie vom Wesen her total mochte, ihre zwei Seiten liebe und sie teilweise wirklich authentisch rüber kam - diese ewigen Stimmungsschwankungen, die wohl einen Teil von ihrem Charme ausmachen sollten - die machten mich wahnsinnig.
Ich glaube, ich brauche da eher feste Strukturen.

Mit Gabriel lief es nicht weniger gut/schlecht.
Er, als Jahrhunderte alter Vampir, sollte im Laufe der Zeit doch zumindest ein wenig gelernt haben, wie man mit bestimmten Situationen umgeht oder?
Klar, in seinem Clan hatte er eine besondere Position inne, die es ihm vermutlich nicht ermöglicht hat engere Bindungen einzugehen, aber dennoch...
An manchen Stellen saß ich da und dachte: Warum? WARUM?
Du bist erwachsener als es jeder von uns jemals sein könnte.
Und triffst Entscheidungen die... puh, lassen wir das.

Ihr seht, die Charaktere haben gemischte Gefühle in mir hinterlassen, aber die Story war klasse. An an paar Ecken und Kanten fehlt natürlich noch der Feinschliff - zum Beispiel sind mir einige Handlungsstränge zu abgehackt, es fehlt eine Prise Verzweiflung - aber der einfache und lockere Schreibstil der Autorin führt zielsicher durch die Geschichte.
Ein riesiger Pluspunkt geht hierbei auch an die Kampfszenen in 161101, denn die haben mir besonders gut gefallen. Blut, Action, Spannung - und ein wenig Liebe, das ist die Devise.

Fazit:

161011 ist, für mich, wunderbar leicht lockere Lektüre für Zwischendurch.
Begleitet Gabriel und 161011 durch ihre Kennenlernphase, erlebt mit Ihnen spektakuläre Kämpfe und begebt euch auf eine Reise in die Vergangenheit.

Wer Vampirgeschichten mag, der sollte sich diese Story definitiv nicht entgehen lassen und auch wenn die Umsetzung für mich noch ein paar Schwächen hat, das Grundgerüst ist für mich fesselnd und ich freue mich auf Teil 2.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

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