[Rezension]
Daughter of Smoke and Bone
(Zwischen den Welten 1)

Januar 20, 2018



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Laini Taylor - Daughter of Smoke & Bone
(Zwischen den Welten 1)

Genre: Fantasy
Reihe/Band: Band 1
Schlüpftag: 23. Juli 2015
Verlag: Fischer Verlag
Seitenanzahl: 496
Ebook: 9,99 € ; Print: 9,99 € (Taschenbuch)
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Inhalt:

Was würdest du dir wünschen, wenn du nur eine Perle deiner Kette opfern musst, damit dein Wunsch in Erfüllung geht?
Wo würdest du hinreisen, wenn du bloß durch eine Tür gehen musst, um nahezu alle Orte der Welt zu erreichen?
Wie würdest du dich fühlen, wenn du den falschen Mann liebst, er aber die Antwort auf alle deine Fragen ist?
Karou dachte, sie wüsste, wer sie ist.
Doch dann kommt es zu einer Begegnung, die alles verändert …

Meinung:

„Hoffnung? Hoffnung kann große Kraft haben.
Vielleicht steckt in ihm keine echte Magie, aber wenn man weiß, was man am meisten hofft, und diese Hoffnung wie ein Licht in sich scheinen lässt, dann können Wünsche wahr werden.
Fast wie durch Magie.“
(Seite 448)

Zwei Völker im Krieg.
Zwei Liebende, die eigentlich Feinde sein sollten.
Zwei Seelen - vereint.

Karou ist allem Anschein nach eine normale Kunststudentin in Prag.
Sie liebt es zu zeichnen, hat blaue Haare und ein großes Geheimnis.
Denn sie kennt und lebt mit Wesen, die nicht von dieser Welt sind.
Issa, die Schlangenfrau - unten Schlange, oben Mensch.
Twiga, die mit dem Giraffenhals.
Kishmish, der fliegende Botschafter.
Ysra, bekannt für ihre Vanillehörnchen.
Und am allerwichtigsten Brimstone - der Wunschhändler.

Karou lebt zwei Leben und in dem aufregenderen von beiden reist sie durch Brimstones Laden in der ganzen Welt herum und erledigt Aufträge für ihn.
Bis eines Tages alle Portale der Erde zerstört werden, Karou eine Entdeckung macht, die sie nie hätte machen sollen und sie beginnt, sich zu fragen, wer denn die wahren Monster sind:
Chimären oder Engel?

Mein allererstes Buch von Fr. Taylor und ich muss gleich zugeben, dass ich ein wenig hin und her gerissen bin.
Aber von vorne:

Der Schreibstil ist poetisch, locker - leicht und greifbar mit genau der Portion Bidlhaftigkeit, die diese Geschichte braucht.
Er konnte mich jetzt nicht wirklich fesseln und packen, aber es liest sich durchaus angenehm, was bei einem Buchumfang von knapp 500 Seiten pro Band sehr von Vorteil ist.

Ich liebe Karou, die Menschenwelt und ihre Freundin Zuzana mit ihrer kindlichen  Art und dem Blick für Schönheit. Zwar kann ich mich nicht so sehr für Architektur und Landschaften begeistern, wie diese beiden, aber ich verstehe, was man daran faszinierend finden kann.
Zusätzlich braucht die Geschichte dieses Kopfkino auch, das die Autorin hervorruft, andernfalls wäre meine Bewertung noch ein wenig differenzierter ausgefallen.

Die Idee: „Krieg zwischen zwei Rassen“ ist nun nicht wirklich neu.
Die Umsetzung und vor allem die Wahl der Charaktere jedoch schon.
Anfangs wusste ich überhaupt nicht, worauf ich mich eingelassen habe.
Man wird direkt ins Geschehen geworfen, es gibt keine großartigen Erklärungen wie z. Bsp - warum existieren die Wünsche an Karous Perlenkette?
Wieso gibt es Chimären in der Welt der Menschen?
Was hat Karou damit zu tun?
Welche Bedeutung haben die Hamas auf ihren Handflächen?
Es ist folglich eine Entdeckungsreise, auf die man als Leser geschickt wird.

Und zwar so lange, bis Akiva das Spielfeld betritt.
Der Nebel, der über den Geschehnissen hing, lichtet sich und neben Karou wird die Geschichte nun auch aus seiner Sicht erzählt, wobei man auch einige Augenblicke seiner Vergangenheit zu sehen bekommt.
Wie das alles zusammen hängt und was für eine Rolle die beiden Protagonisten für den Frieden der Welt spielen, das müsst ihr selbst herausfinden.

Obwohl ich Karou sehr mochte, konnte ich nicht mit ihr warm werden.
Ich habe die ganze Zeit versucht, einen Bezug zu ihr aufzubauen, aber es hat leider nicht „Klick“ gemacht.
Vermutlich liegt es daran, dass sie im Laufe der Story zu sich selbst finden muss, dass sie sich von Beginn an „leer und unvollständig“ fühlt - mit solchen Charakteren verbindet mich selten etwas.
Vielleicht wird das im zweiten Band besser.

Madrigal hingegen, die Fledermaus-Gazellen-Chimäre, mochte ich super gern.
Diese Verbindung von weiches, freiheitssüchtiges Herz mit harter Soldatin in Lederkluft - super Kombination.
Was die Spannung angeht, kann ich euch versichern, dass das Buch epische Schlachten, Herzklopfmomente und Runaway-Feeling beherbergt - allerdings nicht für mich, denn bei allem war ich eher außen vor statt mittendrin und deshalb unbeteiligter Beobachter.

Fazit:

Mit „Daughter of Smoke and Bone“ hat die Autorin den Auftakt zu einer vielversprechenden Reihe geschrieben, die außergewöhnliche Umstände und Ideen zu einem großen Fantasy-Epos vereint.
Die Begeisterung für die Trilogie kann ich nach Band eins noch nicht ganz nachvollziehen, aber ich bin gespannt, was die anderen beiden Bücher für mich bereithalten.

Wer nicht genug von Engeln, Chimären, Magie, Wiedergängern, verschiedenen Welten, Liebe, Rauch und Hoffnung bekommt, der sollte auf jeden Fall zu diesem Buch greifen.

Bewertung:

⭐️⭐️⭐️⭐️ (4/5)

 

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